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Die Haßfurter Hawks waren schon bei der Anfahrt im Weihnachtsurlaub

Ob es mit dem bekannten Reim mit der "Fahrradkette" anders gelaufen wäre, sei dahingestellt. Offensichtlich war aber, dass sich das Fehlen von Jakub Sramek (verletzt), Dominik Tobola (privat verhindert) und Tomas Pribyl (gesperrt) beim Gastspiel der Haßfurter Hawks am Freitagabend in Waldkirchen negativ bemerkbar machte. "Beim Gegner hat man gemerkt, dass es noch um etwas geht. Bei uns war leider etwas die Luft raus", fasste ESC-Abteilungsleiter Andreas Kurz die 5:8-Niederlage des Spitzenreiters, der im ersten Aufeinandertreffen mit den Crocodiles noch mit 15:2 die Oberhand behielt, zusammen.

Dabei steckte die Mannschaft, die ohne ihren privat angereisten Trainer Petr Sikora am frühen Nachmittag die lange Anfahrt für die um 19.30 Uhr angesetzte Begegnung in Angriff nahm, die Hindernisse zunächst eigentlich gut weg: "Wir kamen leider erst um 19.35 Uhr an", so Kurz, der aufgrund noch anderer "Hindernisse" ("manchen war schlecht geworden, m
anche hatte sogar ihre Ausrüstung vergessen") erst nach der Schlusssirene wieder zum Scherzen aufgelegt war.

Er machte letztlich schnell einen Haken an die letzte Auswärtsfahrt des Jahres sowie die Partie. "Wir haben uns gut gewehrt. Es hat leider nicht ganz gelangt", verwies er vor allem auf die beginnende Aufholjagd der Hawks eine viertel Stunde vor dem Ende, als die Hausherren in der äußerst fairen Partie (Waldkirchen kassierte nur sechs Strafminuten, Haßfurt sogar nur zwei) bereits mit 6:2 in Führung lagen.

Erst verkürzte Lukas Kratschmer, der zuvor schon für den zwischenzeitlichen 4:2-Anschlusstreffer in der 39. Minute erfolgreich war, auf 6:3 (45.), ehe der wiedergenesene Verteidiger Alexander Stahl gleich in seinem ersten Einsatz im Hawks-Trikot knapp sieben Wochen nach seinem Handgelenksbruch das 6:4 erzielte (50.).

Und am meisten Hoffnung auf zumindest einen Teilerfolg schöpften die gut 110 mitgereisten Haßfurter Schlachtenbummler unter den 140 Zuschauenden, nachdem Jan Trübenekr mit seinem zweiten Treffer tatsächlich zum 6:5-Anschluss erfolgreich war (53.).

In der anschließenden Waldkirchner Auszeit fand Crocodiles-Trainer Walter Moser aber offenbar die richtigen Worte: Nico Tolle (56.) und Petr Sulcik (58.) konnten den zusammengeschrumpften Vorsprung binnen drei Minuten wieder auf drei Tore ausbauen und sicherten so den für den Tabellenvierten wichtigen Erfolg, nachdem sich zeitgleich Verfolger EV Fürstenfeldbruck nach Verlängerung mit 6:5 in Moosburg durchgesetzt hatte.


"Verdienter Sieg. Wir sehen uns in der Aufstiegsrunde wieder", gratulierte Andreas Kurz, der die Fahrt nach Waldkirchen trotz aller Erschwernisse als "letztlich wieder positiv" bezeichnete: "Wir wurden wieder hervorragend aufgenommen", bedankte er sich bei den Verantwortlichen des ESV. Und auch das Schiedsrichtertrio um Andreas Huber bekam "ein dickes Lob". Nachdem sich Trainer Petr Sikora sowie die Spieler nun für ein paar Tage "Weihnachtsauszeit" gönnen können, startet die Aufstiegsrunde dann am 6. Januar 2023. Die genauen Termine und Paarungen werden erst in der kommenden Woche bei einer Tagung des Bayerischen Eissportverbands (BEV) festgelegt.

Ob die Hawks dann als "Vorrundenmeister der Landesliga Gruppe A" ins Rennen gehen, entscheidet sich erst einen Tag vor Silvester: Verfolger EV Dingolfing könnte bei noch zwei ausstehenden Partien im Vilshofen und in Ottobrunn bei nur noch vier Punkten Rückstand die Haßfurter am Ende noch von Platz eins verdrängen.

 

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