ESC Haßfurt – VER Selb 1b 8:2 (2:0, 1:2, 5:0)

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Timo Jung hatte einen ruhigen Abend. Er konnte den 8:2-Erfolg seiner „Hawks“, darunter auch Torhüterkollege Nicolas Hetzel, der am Freitagabend den Vorzug als Nummer 1 erhalten hatte, gegen die Selber 1b über die volle Spielzeit von 60 Minuten von der Ersatzbank aus verfolgen. Und bis auf wenige Ausnahmen war der 30-Jährige zufrieden mit dem Auftreten des alten und neuen Spitzenreiters der Gruppe 1 der Eishockeylandesliga.

„Zwischendrin haben wir leider etwas gepennt und es uns selbst schwer gemacht“, beurteilte Jung, von 2012 bis 2014 und wieder seit 2018 in der Kreisstadt aktiv, den zweiten Pflichtsieg im Rückspiel über die 1b-Vertretung der Zweitliga-Wölfe des VER Selb. „Die Jungs haben zwei doofe Tore bekommen“. Ärgerlich waren die beiden Treffer der unangenehm zu bespielenden Oberfranken allemal. Schließlich hatten der nach seiner Weisheitszahn-OP wieder mitwirkende Kapitän Christian Dietrich und Co. es zuvor versäumt, den 2:0-Vorsprung nach dem ersten Drittel während der zweiten 20 Minuten auszubauen. Chancen dafür waren jedenfalls reichlich vorhanden. Stattdessen brachte Toni Lippert den Außenseiter gleich zweimal wieder in Spiel: Erst traf Selbs Angreifer zum 2:1 (37.), ehe er zwei Minuten nach der 3:1-Führung durch den zweiten Freitagsabend-Treffer von ESC-Torjäger Jakub Sramek (38.) 35 Sekunden vor der zweiten Pausensirene auf 3:2 verkürzte (40.).

 

„Die kommen zwei Mal vors Tor und sind zwei Mal erfolgreich“, ärgerte sich auch Teamchef Martin Reichert über die durchaus vermeidbaren Gegentreffer Nummer 20 und 21 in dieser Saison, denen klare Positionsfehler vorausgingen.

Gefahr für einen engen Ausgang der Partie oder gar einen Ausrutscher bestand dennoch nicht. Gleich nach dem Wiederbeginn zeigte der bis dato gefährlichste Sturm der Liga – nach sechs Spieltagen stehen 45 Saisontreffer auf dem Konto – welches Potenzial in ihm steckt. Jan Trübenekr stellte nach exakt 14 Sekunden den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, ehe der quirlige Tscheche nur 47 Sekunden erneut zur Stelle war (41./42.). Landsmann Jakub Sramek machte mit seinem 10. Saisontreffer in der 43. Spielminute dann die sehr kleinen vorhandenen Selber Hoffnungen zunichte. Dass ESC-Schlussmann Nicolas Hetzel die Scheibe kein weiteres Male aus einem Kasten holen musste, während Eigengewächs Lukas Kratschmer (52.) und Verteidiger Tomas Pribyl (56.) das Ergebnis auf 8:2 in die Höhe schraubten, machte einen weiteren erfolgreichen Abend für die „Hawks“ perfekt.

„Das war letztlich souverän runter gespielt“, grinste der frischgebackene Papa Timo Jung, der sich angesichts eines sehr erfolgreichen Schlussdrittels über die Chancenverwertung freute. „Das müssen wir eigentlich viel öfter machen. Ansonsten geschlossene Mannschaftsleistung, das hat gepasst“. Zustimmung erhielt er von Martin Reichert, der die Partie insgesamt als „in Ordnung“ bezeichnete. „Wir haben gewonnen, das war heute ganz wichtig für uns.“ Man sei weiterhin „voll im Soll“.

 

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Hetzel, Jung – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore: 1:0 (9.) Zürcher (Trübenekr, Sramek), 2:0 (10.) Sramek (Hora), 2:1 (36.) Lippert (Warkus, Ro. Kala), 3:1 (38.) Sramek (Hora, Trübenekr) 5-4, 3:2 (40.) Lippert (Bauer, Warkus), 4:2 (41.) Trübenekr (Sramek Hora), 5:2 (42.) Trübenekr (Sramek, Hora), 6:2 (43.) Sramek (Hora), 7:2 (52.) Kratschmer (Tobola), 8:2 (56.) Pribyl (Tobola). Strafzeiten: 16/16. Schiedsrichter: Wittmann (Bösl/Kechter). Zuschauer: 409.