VER Selb 1b – ESC Haßfurt 5:9 (3:1, 1:6, 1:2)

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Es fiel unter die Kategorie „Pflichtsieg“. Um das selbstgesteckte Ziel, nach der Vorrunde in der Tabelle zu den ersten Vier zu gehören, auch zu erreichen, muss bei den kleinen „Wölfen“ des VER Selb 1b gewonnen werden. Die Haßfurter „Hawks“ haben diese Pflichtaufgabe letztlich auch erfolgreich gemeistert. Ersatzkapitän Alexander Stahl, er vertrat den verhinderten Christian Dietrich, hatte mit seiner Einschätzung im Vorfeld allerdings recht.

Immerhin war der letztlich klare 9:5-Erfolg in der Netzsch-Arena über weite Strecken mit viel Einsatz, Gemeinschaftsgeist und Disziplin verbunden. Auch Teamchef Martin Reichert, der aufgrund einer wahren Autobahn-Baustellen- und Unfall-Stau-Odyssee nach fast siebenstündiger Fahrt von Ulm (dort war er beruflich unterwegs) über München und Regensburg erst mit knapp eineinhalbstündiger Verspätung in Selb eintraf, war letztlich erleichtert über den ersten Auswärtssieg. „Es war im Vorfeld klar, dass wir das Spiel gewinnen wollen und müssen. Gott sei dank sind wir schon so gefestigt innerhalb der Mannschaft, dass wir einen deutlichen Rückstand wieder drehen können“, war er froh, auch „ein solch schwieriges Spiel zu gewinnen.“

Deutlich war die Führung der Selber nach knapp 18 Minuten allemal. Doch dank der bereits erwähnten ESC-Tugenden läutete Lucas Büchner nur 14 Sekunden nach dem 3:0 durch Ricco Warkus noch im ersten Abschnitt die Wende ein (jeweils 18.). Den ersten Treffer des einzigen ESC-Neuzugangs bezeichnete Reichert jedenfalls als „extrem wichtig“. Nachdem in der Pause die Angriffsreihen umgestellt wurden, kam der „Hawks“-Motor dann so richtig ins Laufen. Bei nur einem weiteren Gegentreffer der Hausherren drehten Dominik Tobola (23.), Timo Zürcher (24.), Jan Trübenekr (33.), der wiedergenesene Jakub Sramek (36.) sowie Daniel Hora (40.) die Partie vor lediglich 75 Zuschauern vollends und schraubten das Ergebnis auf 4:7. „Ich denke, danach war bei Selb die Luft raus“, zeigte sich der Teamchef erleichtert, dass Haßfurt während der zweiten 20 Minuten das Kommando eindrucks- und wirkungsvoll übernommen hatte und es auch im Schlussabschnitt nicht mehr aus der Hand gab. Zwar konnte Dreifach-Torschütze Ricco Warkus für die „Wölfe“ nochmals auf 5:7 verkürzen. Der ebenfalls drei Mal erfolgreiche Timo Zürcher stellte mit einem Doppelpack aber die Weichen endgültig auf Sieg (54./60.).

„Die Mannschaft ist inzwischen so, dass hier jeder scoren kann“, freute sich Reichtert vor allem über die Ausgeglichenheit. Recht hat er, schließlich trugen sich sechs Spieler in die Torschützenliste ein. „Wir sind dieses Jahr sehr schwer auszurechnen. Von der ersten, der zweiten und dritten Reihe haben wir immer wieder Scorer. Die Jungs, ausdrücklich auch die in der dritte Reihe, machen einen super Job.“ Für ihn war der Auftritt insgesamt „in Ordnung. Momentan finden sich alle Spieler, auch die Jungen, super ein und geben stets Vollgas.“

 

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Hetzel – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Tobola, Düsel, Zürcher, Kratschmer. Tore: 1:0 (4.) Wich (Scheib), 2:0 (12.) Bauer (Warkus, Neumann), 3:0 (18.) Warkus (Bauer, Neumann) 5-4, 3:1 (18.) Büchner, 3:2 (23.) Tobola, 3:3 (24.) Zürcher (Tobola), 3:4 (33.) Trübenekr (Stach) 4-5, 4:4 (34.) Warkus (Pfänder), 4:5 (36.) Hora (Sramek, Trübenekr), 4:6 (36.) Sramek (Hora, Trübenekr), 4:7 (40.) Hora (Sramek), 5:7 (43.) Warkus (Bauer), 5:8 (54.) Zürcher (Tobola, Pribyl) 4-5, 5:9 (60.) Zürcher (Sramek). Strafzeiten: 14/16. Schiedsrichter: Voigt (C. Reitz/Lautenbach). Zuschauer: 75.