ESC Haßfurt – SE Freising 15:1 (5:1, 4:0, 6:0)

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Was war das denn? Ein zweiter Herbststurm in Haßfurt? Gut möglich, dass die „Black Bears“ der SE Freising es so empfunden haben, als sie am Sonntagabend ihr Auswärtsspiel im Eisstadion der Kreisstadt absolvierten. Immerhin fegten die „Hawks“ derart über die Eisfläche, dass den Gästen aus Oberbayern teilweise schwindelig wurde. Am Ende stand nach 5:1-, 4:0- und 6:0-Dritteln eine 15:1-Klatsche für einen bedauernswerten und hoffnungslos überforderten Gegner zu Buche.

Zusammen mit dem 9:5-Erfolg zwei Tage zuvor beim VER Selb 1b trafen die Haßfurter Puckjäger bei ihrem ersten Sechs-Punkte-Wochenende in dieser Landesligasaison also 24 Mal in Schwarze. Kein Wunder, dass auch Timo Zürcher, in Selb selbst drei Mal und gegen Freising ein Mal erfolgreich, über beide Ohren strahlte. „Heute hat jede Reihe gut zusammengespielt. Sehr guter Teamauftritt“, fasste der 22-Jährige den Sonntagabend zusammen, bei dem sich neben ihm auch acht weitere Teamkollegen in die Torschützenliste eintragen konnten. Nur eine Tatsache wurmte ihn: „Wir haben uns schon ein bisschen geärgert, dass wir einen Gegentreffer bekommen haben. Unser Ziel war eigentlich, keins zu bekommen.“

 

Dass Lois Seibert für die bis zum Ende sehr fairen „Black Bears“ beim Stand von 4:0 den Ehrentreffer erzielte (13.), war jedoch nicht nur dem einzigen mitgefahrenen und lautstarken Freisinger Fan auf der Gästetribüne zu gönnen.

Zürcher, der im Sommer 2019 vom Nachwuchs der Iserlohn „Roosters“ zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist („ich bin gerne wieder in der Heimat und fühle mich richtig wohl, wieder daheim zu sein“) und aktuell eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann absolviert, sieht sich und seine Teamkameraden „voll im Soll. Bisher sind wir auf einem guten Weg. Hinten läufst es gut, vorne läuft es gut. Jetzt schauen wir auf das nächste Wochenende“. Da geht es am Freitagabend im Rückspiel erneut gegen Selb 1b, ehe dann am Sonntag die Fahrt nach Moosburg auf dem Terminkalender steht. „Da wollen wir nochmal sechs Punkte einfahren. Dann passt es“, sagte der Angreifer, der bereits neun Scorerpunkte markiert hat. Wie es danach weitergeht? „Wir schauen von Spiel zu Spiel. Natürlich wollen wir immer drei Punkte holen, dann geht es hoffentlich Richtung Aufstiegsrunde.“

Auffälligster Akteur in einer ersatzgeschwächten „Hawks“-Mannschaft (viele Youngster waren mit der 1b beim ERSC Amberg im Einsatz, Kapitän Christian Dietrich fehlte krankheitsbedingt) war am Sonntag derweil Jakub Sramek, der allmählich zu alter Gefährlichkeit und Effektivität zurückfindet. Gleich fünf Mal, darunter vier Mal in Folge, schlug der Tscheche zu. Der schönste Treffer gelang ihm nach einer unglaublichen Traumvorlage seines Landsmannes Jan Trübenekr, der bei eigener Unterzahl den Puck aus dem eigenen Verteidigungsdrittel fast 30 Meter in hohem Bogen über die Freisinger Spieler hinweg nach vorne lupfte. Sramek nahm diesen auf, ließ nach einem kurzen Sprint SE-Keeper Manuel Hanisch ins Leere laufen und vollende eiskalt (54.).

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Jung, Hetzel – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Marx – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore für Haßfurt: Sramek (5), Trübenekr (3), Tobola, Kratschmer, Büchner, Pribyl, Stahl, Zürcher, Müller. Strafzeiten: 12/12. Schiedsrichter: Witmann/Sperl. Zuschauer: 406.