Erneuter "Derbysieg" der "Hawks" zum Vorbereitungsauftakt

Mit 5:2 behielt der Landesligist die Oberhand über die "Mighty Dogs" aus Schweinfurt. Der ESC Haßfurt geht mit einem fünfköpfigen "Trainerteam" in die neue Saison.

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Doppelter Grund zur Freude für die ESC-Fans unter den 604 Derbybesuchern, die am Freitagabend in der Haßfurter Eishalle waren: Wieder einmal gingen die "Hawks" gegen die Schweinfurter "Mighty Dogs" als Sieger vom Eis. Zudem, was sie vor dem Eröffnungsbully noch nicht wussten, ist nun auch offiziell ein Trainer gefunden.
 


Ein Teamchef und vier Spielertrainer

Wobei das Wort "ein" untertrieben ist. Sportvorstand Martin Reichert gab die "Verpflichtung" eines ganzen "Trainer-Quartetts" bekannt: Jakub Sramek, Jan Trübenekr, Daniel Hora und Dominik Tobola werden nicht nur aktiv auf Torejagd gehen, sondern künftig auch die Übungseinheiten der "Hawks" unter der Woche abwechselnd leiten – nach Absprache mit Reichert, der die Mannschaft bei den einzelnen Partien als Teamchef betreut. "Jede Woche beschließen wir gemeinsam, wie wir trainieren. Wann immer ich kann, schaue ich zu oder bin dabei", machte der Sylbacher deutlich und sprach von einer "sehr guten Lösung für diese Saison. Es bringt noch einmal mehr Teamspirit herein."

Den konnten die Zuschauer auch während der 60 Minuten des Derbys erleben, das zumindest lautstärkemäßig an frühere Zeiten erinnerte. Und erstmals steigerte sich das Stimmungsbarometer, als Youngster Emil Krein den Landesligisten auf Vorlage von Kapitän Christian Dietrich mit 1:0 in Führung brachte (10.).

 


Beste Laune im Lager der "Hawks"

Dass die aufgrund ihrer Ligenzugehörigkeit gegen die "Mighty Dogs" immer noch als Außenseiter einzustufenden Haßfurter das erste Spieldrittel nach einem Doppelpack von Jan Trübenekr (15./18.) letztlich mit einem 3:0 beendeten, sorgte einerseits für beste Laune im Haßfurter Lager, während auf der Gästeseite verständlicherweise Ernüchterung überwog.
Auch im zweiten Abschnitt hielt die Mannschaft von Dogs-Trainer Andreas Kleider nur kämpferisch dagegen, erarbeitete sich Chancen, konnte aber weder Timo Jung noch den zur "Halbzeit" eingewechselten Nicolas Hetzel im ESC-Kasten überwinden. Im Gegenteil: Nach einer tollen Vorarbeit von Daniel Hora hatte Michael Stach keine Mühe, auf 4:0 zu erhöhen (33.).


Andi Kleider trotz der Niederlage nicht unzufrieden

Erst im Schlussabschnitt zeigten die Gäste mehr Engagement und drückten nach ihren Anschlusstreffern zum 4:1 (Torschütze war Ewald Leonardo, 46.) sowie 4:2 (Kevin Heckenberger, 52.) gegen zunehmend müde wirkende Hausherren vehement auf weitere Ergebniskosmetik. Vergeblich. Jakub Sramek brachte mit dem 5:2 in der Schlussminute aber einen weiteren Derbysieg für die "Hawks" unter Dach und Fach (60.).


Während sich Martin Reichert gerade von den jungen Spielern ("die haben gezeigt, dass sie unbedingt wollen") sowie der Stimmung auf den Tribünen begeistert zeigte ("gefühlt nach 15 Jahren Pause ein wunderbares Erlebnis"), war Andreas Kleider trotz der erneuten Derbyniederlage nicht unzufrieden. "Es war das erste Spiel. Wir hatten einige Abstimmungsfehler, individuelle Fehler. Wir waren aber nicht komplett, waren erst sechs Mal auf dem Eis. Wir sind im Soll. Alles gut", lautete das Fazit des langjährigen Verteidigers, der in dieser Saison die sportliche Leitung bei den "Mighty Dogs" übernommen hat.
 


Bereits am kommenden Freitag findet das nächste ein Derby zwischen beiden Mannschaften statt. Spielort ist erneut Haßfurt.
 

 

 


Statistik des Spiels

Eishockey, Vorbereitungsspiel

ESC Haßfurt – Schweinfurt "Mighty Dogs" 5:2 (3:0; 1:0; 1:2)

Haßfurt: Hetzel, Jung – Hora, Thebus, Stahl, Marx, Hertwich, Müller, Finger – Stach. Krein, Sramek, Trübenekr, Tobola, Büchner, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Finger.

Schweinfurt: Pöhlmann, Roßberg – Kleider, Kröber, Hegenbarth, Akers – Bourne, Heckenberger, Schlick, Manger, Bär, Asmus, Masel, Ewald, Melchior, Marquardt, Ackers.

Schiedsrichter: Bauer – Müller-Ohlsen/Schnabl. Zuschauer: 604. Tore: 1:0 (10.) Krein (Dietrich,Kratschmer), 2:0 (14.) Trübenekr (Sramek, Hora) 4-4, 3:0 (18.) Trübenekr (Hora, Stahl), 4:0 (33.) Stach (Hora, Sramek), 4:1 (46.) Ewald (Masel, Melchior), 4:2 (52.) Heckenberger (Melchior, Ewald), 5:2 (56.) Sramek (Trübenekr, Müller).