Haßfurter "Hawks" senden ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz

Mit einem 11:3-Kantersieg fegt der ESC Haßfurt seinen schärfsten Verfolger aus dem Stadion. Warum Verteidiger Tomas Pribyl optimistisch in Richtung Playoffs blickt.

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Eigentlich sei es "schon ein schwieriges Spiel" gewesen. Immerhin trafen die Haßfurter "Hawks" als Spitzenreiter auf den Tabellenzweiten EV Moosburg, bei dem sie zwei Wochen zuvor noch eine ihrer bisher zwei Niederlagen kassierten. Doch ESC-Verteidiger Tomas Pribyl und seine Teamkollegen machten bereits in der Anfangsphase klar, wer diesmal im Stadion am Großen Anger als Sieger die Eisfläche verlassen würde – und wie.

"Wir waren einfach schon gut im ersten Drittel", sah der 22-jährige Tscheche bereits nach dem schnellen 1:0-Führungstreffer seines Landsmannes Jakub Sramek (3.), dass es erneut ein erfolgreicher Abend für den Tabellenführer der Gruppe 1 der Landesliga werden würde.

Engagement, Einsatz und Willen

Und er sollte recht behalten mit seiner Einschätzung, denn anders als gegen Waldkirchen zeigten die Haßfurter von der ersten Sekunde an Engagement, Einsatz und viel Willen, um für das Zwischenziel "Playoffs" weitere Punkte einzufahren. Erneut Sramek (8.) sowie Jan Trübenekr (13.) und Timo Zürcher (19.) sorgten bis zur ersten Pause schon für eine Vorentscheidung gegen einen Moosburger Gegner, der zwei Tage zuvor noch bei der Überraschungsmannschaft TSV Trostberg gewonnen hatte. "Wir haben schon in Moosburg nicht so schlecht gespielt, aber heute war es sehr gut", fasste Pribyl auch die Abschnitte zwei und drei zusammen, in denen gerade er und seine Abwehrkollegen sowie Torhüter Timo Jung ein wenig mehr Arbeit zu verrichten hatten. Mehr als drei Gegentore ließen sie aber nicht zu.

Und weil der Puck im Moosburger Gehäuse noch drei (im zweiten Drittel) beziehungsweise vier Mal (im Schlussabschnitt) einschlug, gelang gegen die Dreirosenstädter ein im Vorfeld sicher nicht zu erwartender 11:3-Kantersieg. Klar, dass die 341 Fans auf den Rängen nach der Schlusssirene bestens gelaunt ihre Mannschaft feierten. Mit "ich hoffe es und ich glaube es", beantwortete Tomas Pribyl indes die Frage, ob die "Hawks" fit für die Aufstiegsrunde sind. Er jedenfalls sei bereit dafür, weitere Siege mit seinen Teamkollegen einzufahren.

Gedanken über die nähere Zukunft

"Ich fühle mich einfach gut hier. Ich liebe die Fans, die Stadt. Alles ist gut", ist der gebürtige Karlsbader, der vor zwei Jahren erstmals beim EV Pegnitz Erfahrungen mit dem deutschen Landesliga-Eishockey sammelte, persönlich gut gerüstet für weitere Aufgaben.Andererseits macht er sich aufgrund der immer angespannteren Situation auch Gedanken, wie es jetzt weitergeht. Finden die terminierten Auswärtspartien am kommenden Wochenende in Bayreuth (Freitag) und Trostberg (Sonntag) statt? "Ich glaube schon", überwiegt jedenfalls sein Optimismus, wenngleich er zugibt: "Na ja, Corona ist schon sehr schlecht."