Warum sich die "Hawks"-Niederlage bereits im Bus andeutete
Die gute Leistung beim 8:2 über Selb konnte der ESC Haßfurt in Moosburg nicht bestätigen. Trotz der 2:4-Niederlage behaupten sich die Unterfranken aber an der Tabellenspitze.

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8:2 über den VER Selb 1b, 2:4 beim EV Moosburg: Die Haßfurter "Hawks" haben ein durchwachsenes Wochenende hinter sich. Da aber auch die Konkurrenz Federn ließ, bleibt der ESC Haßfurt trotz der zweiten Saisonniederlage an der Tabellenspitze der Landesliga Gruppe 1.

"Moosburg war ein sehr starker Gegner", gibt Haßfurts Pascal Marx unumwunden zu, dass die Oberbayern die Partie am Sonntagabend verdient für sich entschieden haben. "Wir haben uns schwer getan, Abschlüsse zu generieren. Und wenn wir mal Chancen hatten, hat der letzte Wille gefehlt. Wir waren oft zu verspielt, wollten den Puck ins Tor zu tragen", kommentierte der Verteidiger die magere Offensivausbeute der Mannschaft.

Zwei Gegentreffer in Überzahl

Dabei konnte Jakub Sramek die Moosburger Führung durch Mmiloslav Horava (10.) nur vier Minuten später ausgleichen. "Das 1:1 haben wir uns erkämpft", beobachtete Marx, "beim 2:1 war dann aber auch ein bisschen Glück dabei". Die Haßfurter Führung im Mittelabschnitt gelang Jan Trübenekr (35.). Für Marx und Sportvorstand Andreas Kurz war dann der Beginn des dritten Abschnitts der Genickbruch für die Haßfurter. Jeweils in eigener Überzahl kassierten die "Hawks" erneut durch Horava zwei Gegentreffer. "Da haben uns dumme Fehler um den Lohn gebracht", so Kurz.

Suboptimale Vorbereitung

Der Sportvorstand hatte aber schon vor dem ersten Bully geahnt, dass in Moosburg nur wenig zu holen sein würde. "Es gibt so Tage, da geht einfach nichts. Da merkst du schon beim Aussteigen aus dem Bus, dass es nur schief gehen kann. Da ist ein Teil der Ausrüstung vergessen oder ein Schlittschuh kaputt", zeigte sich Kurz enttäuscht. Auch die Vorbereitung auf der Hinfahrt sei eher suboptimal gelaufen. "Da wurde kaum über das Spiel geredet, sondern nur über die Corona-Situation und ihre Folgen." An der verdienten Niederlage wollte Kurz aber nicht rütteln: "Moosburg war ein Gegner, der den Sieg unbedingt wollte. Die waren bissiger, läuferisch besser und haben auch weniger dumme Fehler gemacht", sprach er die beiden frühen Gegentore im Schlussabschnitt an.  Für Pascal Marx  waren die 60 Minuten in Moosburg "sicher nicht eines unserer besten, aber auch nicht das schlechteste Spiel von uns. Wir waren im Spiel drin, einige Sachen haben aber einfach nicht so funktioniert, wie wir das wollten". Und darüber ist auf der Rückfahrt sicherlich geredet worden.