Nach zwei Siegen am Wochenende: Die Haßfurter Hawks sind der neuer Spitzenreiter der Landesliga-Gruppe A

Die Haßfurter Hawks haben sich an die Spitze der Gruppe A der Eishockey-Landesliga gespielt. Zum einen, weil sie am Freitag ihre Pflichtaufgabe gegen den ERSC Ottobrunn mit einem deutlichen 8:1-Erfolg erfüllt haben. Ausschlaggebend war dann aber die "Kür" in Germering: Nach einem "Hammerspiel mit hoher Qualität", so ESC-Kapitän Christian Dietrich, gingen sie am Sonntag im "Polarium" als 7:5-Sieger vom Eis.

Auch Trainer Petr Sikora war noch lange mit seinen Gedanken bei der "sehr attraktiven" und gleichzeitig "sehr spannenden" Partie. Attraktiv, weil beide Kontrahenten den 211 Germeringer sowie den etwa 70 mitgereisten Haßfurter Fans Eishockey vom Feinsten boten. Selbst ein 1:4-Rückstand schockte die Hausherren nur vorübergehend. Im Gegenteil: Bis vier Minuten vor dem Ende lagen sie auf einmal mit 5:4 vorne. "Da wollten die Jungs die Führung nur verteidigen", ärgerte sich Sikora über das Verspielen der bereits sicher geglaubten Punkte. Doch sein Lob fügte er gleich an: "Aber dann haben wir weiter an uns geglaubt und wollten unbedingt den Ausgleich erzielen." Und das ist auch "verdient gelungen", denn Daniel Hora markierte das umjubelte 5:5. Erst zehn und schließlich zwei Sekunden vor der vermeintlichen Verlängerung sorgten schließlich Jakub Sramek und noch einmal Jan Trübenekr für den Sieg.

Dass "die Jungs" die Freitagspartie gegen stark ersatzgeschwächte Ottobrunner schon im Vorfeld gewonnen hatten und das Match deshalb "vielleicht schon ein bisschen" auf die leichte Schulter genommen hatten, räumte selbst Sikora ein. Dennoch: "Ich konnte nicht sauer sein", so der Tscheche, der laut eigener Aussage "immer versucht, sich in die Spieler hineinzuversetzen" und deshalb "Verständnis" hatte.

Zumindest mit dem zwar nicht erneut zweistelligen, aber doch sehr deutlichen, 8:1-Erfolg konnten die 404 Zuschauenden zufrieden sein. Dieser hätte jedoch knapper ausfallen können.