5:2-Heimsieg gegen Bayreuth: Die Haßfurter Hawks bleiben in der Erfolgsspur

Dank des 7. Erfolgs im 7. Heimspiel, für Trainer Petr Sikora "sehr verdient", bleibt nicht nur die blütenweiße Heimweste ohne Flecken. Die Haßfurter Hawks festigten mit dem 5:2 gegen den EHC Bayreuth am Freitagabend zugleich die Tabellenspitze. Dass sich die 621 Zuschauenden wie zuletzt beim Auftakt gegen Selb mit "nur" fünf eigenen Treffern begnügen mussten, spielte angesichts der Stärke der Wagnerstädter freilich keine Rolle.

"Das haben die Jungs gut gemacht. Es war in Ordnung, ein gutes Spiel", bilanzierte Sikora nach der Partie, in der wieder einmal Torjäger Jakub Sramek frühzeitig die Weichen Richtung Punkte 31 bis 33 stellte. Mit einem Doppelpack brachte der Tscheche seine Mannschaft in Führung (6./12.), ehe Sturmpartner Jan Trübenekr mit seinem Treffer zum 3:0 (15.) die komfortable Drittelpausenführung perfekt machte.

"Heute war es zwar nicht so anstrengend wie letztes Jahr", erinnerte sich Landsmann Dominik Tobola an die Begegnung mit Bayreuth vor einem Jahr (6:4). Das "aber" fügte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 4:0 (24.) jedoch gleich hinzu: "Trotzdem war es schwierig." Ein Grund war für ihn die Unterstützung der lautstarken Bayreuther Anhänger, fast schon traditionell von ihren eigenen Ordnern begleitet. Die peitschten das Team von Florian Müller trotz des Rückstandes immer wieder nach vorne – teils nach dem Motto "Eins, zwei, drei – Oberkörper frei".

Allerdings war der zählbare Erfolg nur mäßig. Auch weil die Hawks gerade in der Abwehr nur wenig zuließen. Und wenn es dann der DEL2-erfahrene Haudegen Andreas Geigenmüller und Co. bis vor das ESC-Gehäuse geschafft hatten, stand ihnen mit Nicolas Hetzel erneut ein bestens aufgelegter Schlussmann im Weg. Am Ende gab es sowohl für die Gelb-Schwarzen als auch deren Fans nur zwei Mal Grund zum Jubeln – jeweils in Überzahl: der ehemalige Schweinfurter Stephan Trolda markierte den 4:1-Anschluss, ehe Tom Schwarz für den 5:2-Endstand verantwortlich war (58.). Zuvor erzielte der zum "Spieler des Abends" gewählte Jakub Sramek nach tollem Zusammenspiel mit Jan Trübenekr den wohl schönsten Treffer der Partie zum 5:1 (53.).

Sikora sagte nach der Partie, dass er "Die Tigers" bislang nur auf dem Papier kannte und deshalb nur theoretisch wusste, wie gefährlich sie sind. "Das hat sich ja auch bestätigt. Und wer schon in Dingolfing punktet, kann nicht so schlecht sein", steckte in seiner Analyse auch ein bisschen Erleichterung über die vermeintliche Pflichtaufgabe. "Die waren läuferisch schon gut unterwegs. Eine junge Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern", freute sich auch Tobola über den geglückten Ausgang. "Wir sind zufrieden, dass wir drei Punkte geholt und wir diese anstrengende Zeit der vergangenen Wochen so abgeschlossen haben. Jetzt können wir uns am Sonntag etwas erholen."

Petr Sikora hätte derweil lieber nicht spielfrei gehabt, um im Rhythmus zu bleiben. Ob er jetzt den freien Abend vor dem Fernseher verbringt und der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien die Daumen drückt? "Ja, wahrscheinlich", lachte der 52-Jährige abschließend. Spätestens am Montag richtet sich sein Augenmerk dann aber auf das anstehende "Hawks-Megawochenende" mit den zwei letzten Heimpartien der Vorrunde: Der Spitzenreiter empfängt am Freitagabend im Stadion Am Großen Anger Verfolger EV Dingolfing, während zwei Tage später dann der Tabellendritte Germering seine Visitenkarte abgibt.