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ESC Hassfurt
Newsarchiv

SB Dingo

Pleiten-Wochenende sorgt für lange Gesichter bei den Hawks
23.01.23

Der Blick für die Haßfurter Hawks nach ganz oben wird allmählich immer verschwommener. Nach den zwei weiteren Niederlagen in der Landesliga-Meisterrunde gegen Dingolfing (4:7) und beim ESV Burgau (5:8) beträgt der Abstand zur Spitze der auf den letzten Rang abgerutschten Mannschaft von Trainer Petr Sikora mittlerweile zwölf Zähler. Zumindest Platz vier ist nur sechs Punkte entfernt und noch aus eigener Kraft erreichbar.Was natürlich nichts an der derzeitigen Situation beim souveränen Vorrundenmeister ändert. "Ja, wir spielen im Moment nicht gut", so der sehr enttäuschte Petr Sikora nach dem bereits zweiten Doppel-Pleiten-Wochenende in der Aufstiegsrunde. "Wir machen oft grobe Fehler", bedauert er und verweist zunächst auf die zwar korrekte, gleichzeitig aber unnötige Heimschlappe gegen die Isarrats.

Zweifelsohne übte Dingolfing von Beginn an viel Druck auf das von ESC-Tor aus. Doch dazu bekamen die Gäste unfreiwillig Hilfe in Form individueller Fehler, nicht nur beim ersten Gegentreffer zum 0:1 (6.). Erst beim Stand von 0:3 keimte unter den 754 Zuschauenden, die für eine neue Rekordkulisse in der Saison sorgten, dann leichte Hoffnung auf, als Jan Trübenekr erfolgreich war (29.). Letztlich zogen die Gäste aber bis zum Ende des Mitteldrittels auf 1:5 davon. Die Treffer von Daniel Vlach, Jan Trübenekr und Kapitän Christian Dietrich (41./51./55.) konnte der aktuelle Spitzenreiter entweder gleich oder mit etwas Verzögerung beantworten. Und nach einer Auszeit kurz vor dem Ende brachte Dingolfing mit einem Empty-Net-Goal den "Dreier" endgültig unter Dach und Fach (60.).

Als "Sonntagsausflug zum Vergessen" bezeichnete Abteilungsleiter Andreas Kurz die Fahrt und den sonntäglichen Auftritt in Burgau. Nach einer durchaus ansehnlichen Anfangsphase kassierte Nicolas Hetzel den ersten Gegentreffer des Abends (7.). "Danach hat man direkt wieder gemerkt, dass die Unsicherheit in der Mannschaft zurückgekehrt. Woran dies liegt? Da bin auch ich momentan etwas ratlos", räumte Kurz ein. Mit dem Rückstand begann jedenfalls wieder das Spielchen vom Freitag: die Eisbären erzielten weitere Treffer, Haßfurts Daniel Vlach ließ mit seinem 3:1 (18.) kurz Hoffnung aufkeimen. Und es stand es nach zwei Dritteln bereits 7:3, als Jan Trübenekr (50.) und nach einer Auszeit Tomas Pribyl (57.) – Nicolas Hetzel hatte seinen Platz freigemacht – die längst mit geänderten Reihenzusammenstellungen agierenden Hawks bis drei Minuten vor dem Ende nochmal auf 7:5 heranbrachten.Wie schon am Freitag setzte aber der Gegner den Schlusspunkt." Das war leider immer wieder ein Schlag auf die Psyche. Immer, wenn wir gedacht haben, wir sind wieder dran, haben wir noch ein Gegentor bekommen", fordert Kurz jetzt unter der Woche jetzt "Tacheles. Keine lockeren Gespräche. Jetzt muss die Kuh beim Namen genannt werden."

"Solange wir eine Chance habe es zu schaffen, glaube ich daran, dass wir Platz vier noch erreichen", ist Petr Sikora von einer Kehrtwende noch überzeugt. Insgesamt haben die Hawks in den nächsten Wochen noch acht Gelegenheiten. Eigentlich müssten alle acht dreifach genutzt werden, um am Spiel "Aufstieg in die Bayernliga" weiterhin teilnehmen zu können.

GD Dingoling

Thomas Heinisch: Hoffen und Bangen hinter der Haßfurter Eishockey-Bande

Thomas Heinisch war am Sonntagabend verständlicherweise gut gelaunt und vor allem erleichtert. Ebenso wie Trainer Petr Sikora und natürlich die Spieler auf der Rückfahrt der Haßfurt Hawks Richtung Heimat. Heinisch, seit dem Tod von Herbert Lutz 2018 neben seinen Kollegen Sebastian Brehm und Abteilungsleiter Andreas Kurz quasi der "Chef"-Betreuer der Hawks aktiv, freute sich sehr über den 6:1-Erfolg in ESV Waldkirchen. "Dort hat einfach jeder einzelne Spieler an sich geglaubt und bis zum Schluss gekämpft", nennt er einen Grund für den wichtigen "Dreier". Den zweiten schließt er sofort an: "Nico Hetzel hat uns über weite Strecken im Spiel gehalten", lobt er den jungen Schlussmann der Hawks.

Natürlich weiß der 54-Jährige, hauptberuflich als Einsteller im Drei-Schichtbetrieb im Einsatz, dass mit diesem ersten Sieg lediglich der erste Schritt in Richtung "Platz 4" der Meisterrunde geschafft wurde und Kapitän Christian Dietrich und Co. "am Wochenende ihren Aufwärtstrend bestätigen müssen." Leichter gesagt, als getan. Zum zweiten Heimspiel gastiert am Freitag (19.30 Uhr) immerhin der aktuelle Tabellenführer der Landesliga-Meisterrunde im Stadion am Großen Anger, der EV Dingolfing (1./9). "Dingolfing ist für mich mit das stärkste Team in der Aufstiegsrunde", zeigt Thomas Heinisch großen Respekt vor den Isarrats, die bereits das Hinspiel gegen Haßfurt mit 6:4 für sich entschieden und auch in Burgau (4:8) sowie zuletzt sogar zweistellig gegen Sonthofen (10:1) die Oberhand behielten.

Und leichter wird das Auswärtsspiel der Hawks am Sonntagabend beim Tabellennachbarn ESV Burgau 2000 (3./3, 18 Uhr), in der Vorrunde Zweiter hinter Sonthofen, vermutlich auch nicht. "Burgau ist für mich schwer einzuschätzen", hofft Heinisch trotz allem auf einen weiteren Erfolg. Insgesamt rechnet er erneut mit "zwei sehr schweren Spiele, wie alle in der Aufstiegsrunde." Mit einer ähnlichen Leistung wie in Waldkirchen sei es "realistisch", zwei weitere harte Nüsse zu knacken.

Warum hat es seiner Sicht eigentlich in den ersten drei Partien nicht geklappt, obwohl die Haßfurter doch fast alle Hindernisse – zumindest in der Vorrunde – fast problemlos aus dem Weg geräumt hatten? "Reichersbeuern und Dingolfing sind wahrscheinlich die besten Mannschaften in dieser Aufstiegsrunde", meint Heinisch.

Hinzu kämen die Ausfälle von Jakub Sramek und Lukas Kratschmer, "zwei ganz wichtige Spieler." Diese seien durch die Verpflichtungen von Georg Lang und zuletzt Daniel Vlach aktuell wieder kompensiert. Es dauere aber einfach, bis sich Neuzugänge mit der Mannschaft eingespielt hätten.

Knapp zehn Stunden pro Woche verbringt Thomas Heinisch derweil in der Eishalle. Außerdem noch viele weitere Stunden bei den Spielen. Und nicht zu vergessen die Auswärtsfahrten. "Reichersbeuern und Dingolfing zusammengerechnet zirka 30 Stunden", sagt er. Dennoch: dem Haßfurter, der sich unter anderem um die Ausgabe der Ausrüstung, der Tapes oder der Trinkflaschen kümmert, ebenso um Spielerpässe und Meldebögen bei Spieltagen, gefällt sein zeitaufwendiges Hobby: "Es macht Spaß, Teil des Teams zu sein. Wir haben zusammen viel Spaß in und außerhalb der Kabine".

SB Reicherseuern/Waldkirchn

Erster Sieg im vierten Spiel der Aufstiegsrunde: Die Hawks können doch noch gewinnen
16.01.23


"Gott sei Dank", schnaufte nicht nur Andreas Kurz am Sonntagabend kräftig durch. Auch die gut 30 mitgereisten Fans der Haßfurter Hawks waren sichtlich erleichtert, dass es endlich geklappt hatte: Nach zuvor drei Pleiten gewann die Mannschaft von Trainer Petr Sikora im vierten Spiel der Aufstiegsrunde mit 6:1 beim ESV Waldkirchen. "Ich hoffe jetzt mal, dass dieser sogenannte gordische Knoten geplatzt ist für den Rest der Aufstiegsrunde", sagte der ESC-Abteilungsleiter.

Spätestens im Schlussdrittel, als die Tore-Gala von Jan Trübenekr begann, war die schmerzhafte 3:5-Heimniederlage zwei Tage zuvor im Rückspiel gegen Reichersbeuern vergessen. Nach Treffern von Daniel Hora (20.) und Dominik Tobola (29.) sowie dem 1:2-Anschlusstreffer (31.) schoss der Tscheche quasi den Frust der ganzen Mannschaft von der Seele. Mit einem "Viererpack" innerhalb von zehn Minuten (gleich zweimal 48. sowie 53./58.) setzte er das Vorhaben der Hawks in beeindruckender Art und Weise um. "Man hat von Anfang an gemerkt, dass dieses Spiel nicht nur auf dem Eis stattfindet, sondern auch ganz viel in den Köpfen. Der Wille, endlich den ersten Sieg einzufahren, war von der ersten Sekunde an zu spüren", freute sich Kurz.

Lob gab es von Trainer Petr Sikora zudem für Schlussmann Nicolas Hetzel: "Der Gegner hatte ein paar sehr gefährliche Chancen, unter anderem ein paar Alleingänge. Der Nico hat sehr gut gespielt." Entscheidend fand Sikora allerdings die Abgebrühtheit von Jan Trübenekr bei dessen Doppelpack in der 48. Minute, als er eine Überzahlsituation innerhalb von 36 Sekunden zwei Mal eiskalt ausnutzte. "Das hat die Jungs beruhigt. Danach haben wir wieder unser Eishockey gespielt."

Gekämpft hatten die Hawks auch schon am Freitag. Dennoch kassierten sie gegen Reichersbeuern im mittlerweile fünften Vergleich innerhalb der letzten zehn Monate zum vierten Mal eine Niederlage. "Wir haben es selber aus der Hand gegeben", sagte Kapitän Christian Dietrich verärgert. Er ärgerte sich vor allem über die letzten fünf Minuten der Partie, als die Hawks "wieder einmal durch individuelle Fehler" die ersten drei wichtigen Punkte für ihr noch leeres Guthabenkonto aus der Hand gaben. Als Daniel Hora den 2:2-Ausgleich erzielt hatte (47.) und Teamkollege Jan Trübenekr wenige Minuten später die Partie zum zweiten Mal auf Sieg drehte (51.), waren die 624 Zuschauenden aus dem Häuschen. "Da haben wir ja so einen Druck ausgeübt. Das war ja der Wahnsinn", machte Dietrich deutlich. "Es wäre vielleicht nicht schlecht gewesen, wenn dann noch eines hinterher gefallen wäre." Tat es aber nicht. Vielmehr drehten die Gäste das Ergebnis erneut in die aus Haßfurter Sicht falsche Richtung. Der fünfte Treffer für Reichersbeuern (59.) fiel nicht mehr ins Gewicht: ESC-Torhüter Nicolas Hetzel hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seinen Kasten für einen weiteren Feldspieler verlassen.

Derweil feierte Daniel Vlach, der von der 1b-Mannschaft des EHC Straubing aufgrund einer Privatinitiative überraschend verpflichtete Neuzugang der Haßfurter, einen guten Einstand. Die schnelle 1:0-Führung, für die der 28-jährige Tscheche (er stürmte bereits in Pegnitz und in Amberg) nach zuvor lediglich drei Trainingseinheiten verantwortlich war (4.), schockte die Gäste aber keineswegs.

GD Reichersbeurn

Hawk-Neuling Lukas Gref glaubt fest an den Aufstieg in die Bayernliga

13.01.23

Woran es gelegen hat und was falsch lief? "Den Jungs haben, glaube ich, die Beine gefehlt", benennt Lukas Gref einen Grund, warum der Haßfurter Auftakt in die Meisterrunde der Eishockey-Landesliga in die Hose ging und in den ersten beiden Partien keine Punkte eingefahrenen wurden. Dingolfing und Reichersbeuern hätten die Hawks "überlaufen" und diese seien "zu spät aufgewacht", fügt der 24-Jährige hinzu. Am Wochenende sollen nun aber die Weichen wieder in die richtige Richtung gedreht werden.

Der Verteidiger glaubt für den ersten Heimauftritt nach fünf Wochen am Freitagabend fest an eine erfolgreiche Revanche im Rückspiel gegen den SC Reichersbeuern. Und auch beim ebenfalls noch punktlosen ESV Waldkirchen sollen nach der 5:8-Niederlage zum Abschluss der Vorrunde im Dezember die Punkte diesmal mit nach Hause genommen werden. Der aktuell in Coburg lebende Lukas Gref warnt aber gleichzeitig vor den Gegnern und fordert von sich und seinen Mitspielern wieder Einsatz von der ersten bis zur letzten Sekunde: "Das ist Playoff-Hockey. Das muss uns klar sein. Jedes Spiel wird ein Kampf und wir müssen jetzt mit Herzblut um jeden Meter fighten", betont der gebürtige Krefelder.

Bei den dortigen "Pinguins" begann er mit fünf Jahren auch das Eishockeyspielen. Bis er von 2011 an eine mehrjährige Zwangspause einlegen musste. "Da es aber ohne Eishockey nicht ging, wechselte ich nach Neuss und spielte dort für zwei Jahre", macht Gref deutlich. Für seine Ausbildung zog er 2019 dann nach München und spielte für zweieinhalb Jahre für den ESC Geretsried. Beruflich ist Lukas Gref seit ein paar Monaten nun hauptberuflich als Notfallsanitäter im Rettungsdienst rund um Coburg im Einsatz. "Ich will in den nächsten Jahren erst einmal hierbleiben", strebt er ab Oktober zusätzlich ein Architekturstudium an. "Und da bietet sich Haßfurt natürlich bestens an", hofft der Wahl-Franke auf eine Fortführung seines sportlichen Hobbys bei den Hawks.

Zwar bestritt Gref seit seiner "Premiere" Anfang Dezember 2022 erst wenige Partien für den Landesligisten, aber eines war ihm schnell klar: "Das Niveau ist hoch und jeder im Team will gutes Eishockey spielen und gewinnen. Das macht ehrlich viel Spaß", hat er seine Entscheidung pro Haßfurt nicht bereut. "Mir gefällt es echt gut", lautet sein erstes Fazit.

In den nächsten Wochen möchte er mit guten Leistungen "natürlich" zum Ziel der gesamten Mannschaft beitragen: dem Aufstieg in die Bayernliga. "Wenn nicht das ganze Team daran glaubt, dann wird das auch nichts. Solange der Spaß nicht verloren geht, steht dem aber nichts im Wege", ist der 24-Jährige von der vorhandenen Chance überzeugt.

Am Ende fällt Gref unterdessen doch noch ein Nachteil seines Engagements bei den Hawks ein: die Pendelei zwischen Coburg und Haßfurt. Warum? Weil er mit dem Zug fährt, "nachdem ich kein Auto habe", lacht der sympathische Defensivspezialist. Eine Stunde Hinfahrt und aufgrund der für ihn unvorteilhaften Verbindung sogar 134 Minuten – wenn alle Züge pünktlich sind – zurück nach dem Training, "sind halt einfach lang. Aber es gibt ja so viele andere Dinge, die einfach Spaß machen", nimmt er diese zusätzliche Anstrengung gerne in Kauf.

SP Reichersbeuern

Zwei Nullnummern zum Auftakt:

Den Start in die Meisterrunde hat der ESC Haßfurt verbockt

10.01.23

Holten sie im Vorjahr zum Start in die Aufstiegsrunde zumindest vier Punkte nach jeweiligen Erfolgen nach Penaltyschießen, gingen die Haßfurter Hawks am ersten Meisterrunden-Wochenende der Saison 2022/2023 gänzlich leer aus. Sowohl am Freitagabend beim SC Reichersbeuern (5:3) als auch am Sonntagabend beim EV Dingolfing (6:4) wurden die langen Fahrten nicht belohnt.

Für Petr Sikora war der sportliche Auftakt ins neue Jahr zwar "sehr unbefriedigend." Von einer Vorentscheidung nach zwei Partien wollte der ESC-Trainer aber nichts wissen. Er richtet seinen Focus nun auf die kommenden Partien: sowohl beim Rückspiel gegen Reichersbeuern an diesem Freitag als auch zwei Tage später in Waldkirchen solle der Schalter unbedingt umgedreht werden. "Da müssen zwei Siege her", machte der Tscheche deutlich.


Auch Abteilungsleiter Andreas Kurz empfand die Niederlagen als sehr ärgerlich: "Aber das hat meiner Meinung nach noch nichts zu sagen. In Summe ist noch nichts verloren. In dieser Gruppe kann wirklich Jeder Jeden schlagen. Es wird bis zum Ende spannend bleiben." Tatsache ist, dass die Hawks auch bei ihrem zweiten Auftritt in der Dingolfinger Marco Sturm-Eishalle das Nachsehen hatten. "Drei individuelle, dumme Fehler" (Kurz) führten zu drei Gegentoren. Und trotz eigener Chancen in Überzahl lagen die Hausherren bis zur 46. Minute mit 6:1 in Führung.

Jan Trübenekr sowie Lukas Gref sorgten dann mit ihren drei Treffern (47./54./55.) zumindest noch für ein achtbares Ergebnis. "Wir sind erst im letzten Drittel richtig aufgewacht. Das war leider zu spät", bezeichnete Andreas Kurz die ersten 40 Minuten als "nicht so gut von uns. Das hat irgendwie nicht zusammengepasst."

Ebenso erwies sich Reichersbeuern zwei Tage zuvor wieder einmal als "der erwartet starke Gegner". Für Kurz war der Tabellendritte der Vorrundengruppe B aber "nicht besser. Sie waren einfach effektiver", machte der 53-Jährige deutlich. "Die haben aus ihren Chancen einfach mehr gemacht als wir."

Zustimmung erhielt er von Petr Sikora: "Wir haben nervös angefangen und dann gemerkt, dass da doch was geht", ergänzte der Hawks-Trainer. Denn nach dem Anschluss bei eigener Unterzahl durch Dominik Tobola (35.), blieben die Gäste weiter am Drücker. Sein tschechischer Landsmann Jan Trübenekr schaffte noch vor der zweiten Pausensirene das 3:2 (37.), ehe er Tobola den Puck in der nun völlig offenen Begegnung fünf Minuten vor der Schlusssirene servierte und dieser zum 3:3-Ausgleich einnetzte (55.). Reicherbeuerns Lukas Stauffert machte aber mit der erneuten Führung für den SC noch einen Strich durch die Rechnung (58.). Dass die Hawks noch den fünften Gegentreffer kassierten, spielte keine Rolle mehr: Sie hatten zu diesem Zeitpunkt Torwart Nicolas Hetzel für einen weiteren Feldspieler vom Eis genommen.

Derweil stand mit Georg Lang überraschend ein altbekannter Haudegen in den beiden Partien im ESC-Kader. Der frischgebackene Papa wollte nach seinem Weggang Ende November 2021 zu seinem Heimatverein Schweinfurt eigentlich kürzertreten beziehungsweise ganz aufhören. Dass der 32-Jährige, der ab der Saison 2015/2016 sechs Jahre für Haßfurt stürmte, seinen "Ruhestandsplan" nun vertagt, freut auch Andreas Kurz: "Nach den Ausfällen von Lukas Kratschmer und Jakub Sramek hilft es uns natürlich ein bisschen, dass wir so einen erfahrenen Spieler dazu bekommen haben."

Gameday SC Reichrsbeuern

Jetzt wird es ernst: Die Haßfurter Hawks starten in die Aufstiegsrunde zur Bayernliga

05.01.23

Auch Lucas-Andreas Thebus musste nach der Bekanntgabe der Termine für die am Wochenende beginnende Aufstiegsrunde der Eishockey-Landesliga erst einmal schlucken. "Es wäre besser gewesen, auch ein Heimspiel zu haben. Denn mit unseren Fans im Rücken sind wir zuhause die Saison ungeschlagen", betont der Verteidiger der Haßfurter Hawks. Es wäre nicht nur für ihn "ein leichterer Start gewesen. Umso wichtiger ist es jetzt, auswärts gleich die Punkte einzufahren."

Gleich zweimal müssen er und seine Teamkollegen zum Auftakt längere Fahrten auf sich nehmen. Und gleich zwei Mal hängen die Trauben für den Vorrundensieger der Gruppe A recht hoch: Sowohl beim SC Reichersbeuern an diesem Freitag (19.30 Uhr) als auch am Sonntagabend beim EV Dingolfing (18 Uhr) wird es wohl sehr anstrengend werden.

"Es ist gleich ein hartes Programm", räumt der 26-Jährige ein. Er ist aber gleichzeitig der festen Überzeugung, dass es eigentlich egal ist, auf wen man in der Aufstiegsrunde zuerst trifft. "Es wird keine leichten Gegner mehr geben. Man muss jeden Punkt hart erkämpfen. Wir sind motiviert und bereit dafür", gibt sich Lucas-Andreas Thebus sehr optimistisch hinsichtlich eines guten Starts. "Das sind natürlich gleich zwei starke Gegner", beurteilt er das Leistungsvermögen von Reichersbeuern und vor allem von Dingolfing. Gegen die am Ende zweitplatzierten Isarrats lieferten sich die Haßfurter schon in der Vorrunde zwei völlig unterschiedliche Schlagabtausche. "Dort hatten wir im Hinspiel noch Schwierigkeiten nach der kurzen Saisonvorbereitung", erinnert er sich nur ungern an die 3:7-Klatsche in der Marco Sturm-Eishalle der Niederbayern. "Aber im Rückspiel hat man gemerkt, dass wir besser eingespielt waren und so klar mit 5:2 gewinnen konnten. Ohnehin sei "die Abstimmung in der Mannschaft jetzt gut, die uns am Saisonanfang noch etwas gefehlt hat."

Reichersbeuern sei natürlich aus der Ferne "schwerer einzuschätzen." Tatsache ist, dass die Mannschaft, die nach dem Gewinn der Finalserie gegen Haßfurt im vergangenen März auf den Bayernliga-Aufstieg verzichtete, in der Vorrundengruppe B hinter Sonthofen und Burgau Platz 3 belegte. In 16 Partien kassierte Reichersbeuern sechs Niederlagen, zu Hause aber lediglich zwei. "Im letzten Jahr waren es drei knappe Spiele, und auch dieses Jahr erwarte ich sie wieder stark." Es sei aber wichtig, nicht mehr zurückzuschauen. "Wir müssen uns jetzt auf unser Spiel fokussieren. Wir haben in der Vorrunde gezeigt, dass wir jeden Gegner schlagen können. Wir müssen als Team zusammenarbeiten, so können wir alle schlagen", sagt Thebus selbstbewusst.

Wohin die Reise in diesem Jahr führt, könne er nicht sagen. Ziel der Hawks sei es, bis spätestens 26. Februar einen Platz unter den ersten Vier erreicht zu haben, um sich für die Play-Offs zu qualifizieren. Diese starten dann am 3. März mit dem Halbfinale (Modus: Best-of-3) sowie am 12. März mit der Finalserie (Best-of-5).

Und gerade bei den Play-offs könne er keine Prognose abgeben. Zunächst stünde freilich die "Gruppenphase" im Blickpunkt. Tagesform und natürlich die jeweilige Zusammensetzung der Mannschaft spiele hierbei eine große Rolle.

Diesbezüglich schmerze der aktuelle Ausfall von Torjäger Jakub Sramek "natürlich sehr. Jakub ist eine verlässliche Stütze der Mannschaft. Umso mehr müssen wir als Mannschaft enger zusammenrücken", betont er und fügt hinzu: "Wir haben auch letztes Jahr gezeigt, dass wir mit wenig Leuten starke Gegner wie Dingolfing schlagen können. Wir alle drücken ihm die Daumen für eine schnelle Genesung, dass er uns bald wieder mit uns spielen kann." 

Der Wunsch nach einer schnellen Genesung erreicht indes auch Lukas Kratschmer. Der Hawks-Stürmer hat sich die Hand gebrochen, dass er in dieser Saison noch einmal ins Geschehen eingreifen kann, ist eher unwahrscheinlich.

SB Waldkircen

Die Haßfurter Hawks waren schon bei der Anfahrt im Weihnachtsurlaub
27.12.22

Ob es mit dem bekannten Reim mit der "Fahrradkette" anders gelaufen wäre, sei dahingestellt. Offensichtlich war aber, dass sich das Fehlen von Jakub Sramek (verletzt), Dominik Tobola (privat verhindert) und Tomas Pribyl (gesperrt) beim Gastspiel der Haßfurter Hawks am Freitagabend in Waldkirchen negativ bemerkbar machte. "Beim Gegner hat man gemerkt, dass es noch um etwas geht. Bei uns war leider etwas die Luft raus", fasste ESC-Abteilungsleiter Andreas Kurz die 5:8-Niederlage des Spitzenreiters, der im ersten Aufeinandertreffen mit den Crocodiles noch mit 15:2 die Oberhand behielt, zusammen.

Dabei steckte die Mannschaft, die ohne ihren privat angereisten Trainer Petr Sikora am frühen Nachmittag die lange Anfahrt für die um 19.30 Uhr angesetzte Begegnung in Angriff nahm, die Hindernisse zunächst eigentlich gut weg: "Wir kamen leider erst um 19.35 Uhr an", so Kurz, der aufgrund noch anderer "Hindernisse" ("manchen war schlecht geworden, manche hatte sogar ihre Ausrüstung vergessen") erst nach der Schlusssirene wieder zum Scherzen aufgelegt war. Er machte letztlich schnell einen Haken an die letzte Auswärtsfahrt des Jahres sowie die Partie. "Wir haben uns gut gewehrt. Es hat leider nicht ganz gelangt", verwies er vor allem auf die beginnende Aufholjagd der Hawks eine viertel Stunde vor dem Ende, als die Hausherren in der äußerst fairen Partie (Waldkirchen kassierte nur sechs Strafminuten, Haßfurt sogar nur zwei) bereits mit 6:2 in Führung lagen.

Erst verkürzte Lukas Kratschmer, der zuvor schon für den zwischenzeitlichen 4:2-Anschlusstreffer in der 39. Minute erfolgreich war, auf 6:3 (45.), ehe der wiedergenesene Verteidiger Alexander Stahl gleich in seinem ersten Einsatz im Hawks-Trikot knapp sieben Wochen nach seinem Handgelenksbruch das 6:4 erzielte (50.).Und am meisten Hoffnung auf zumindest einen Teilerfolg schöpften die gut 110 mitgereisten Haßfurter Schlachtenbummler unter den 330 Zuschauenden, nachdem Jan Trübenekr mit seinem zweiten Treffer tatsächlich zum 6:5-Anschluss erfolgreich war (53.).In der anschließenden Waldkirchner Auszeit fand Crocodiles-Trainer Walter Moser aber offenbar die richtigen Worte: Nico Tolle (56.) und Petr Sulcik (58.) konnten den zusammengeschrumpften Vorsprung binnen drei Minuten wieder auf drei Tore ausbauen und sicherten so den für den Tabellenvierten wichtigen Erfolg, nachdem sich zeitgleich Verfolger EV Fürstenfeldbruck nach Verlängerung mit 6:5 in Moosburg durchgesetzt hatte."Verdienter Sieg.

Wir sehen uns in der Aufstiegsrunde wieder", gratulierte Andreas Kurz, der die Fahrt nach Waldkirchen trotz aller Erschwernisse als "letztlich wieder positiv" bezeichnete: "Wir wurden wieder hervorragend aufgenommen", bedankte er sich bei den Verantwortlichen des ESV. Und auch das Schiedsrichtertrio um Andreas Huber bekam "ein dickes Lob". Nachdem sich Trainer Petr Sikora sowie die Spieler nun für ein paar Tage "Weihnachtsauszeit" gönnen können, startet die Aufstiegsrunde dann am 6. Januar 2023. Die genauen Termine und Paarungen werden erst in der kommenden Woche bei einer Tagung des Bayerischen Eissportverbands (BEV) festgelegt.
Ob die Hawks dann als "Vorrundenmeister der Landesliga Gruppe A" ins Rennen gehen, entscheidet sich erst einen Tag vor Silvester: Verfolger EV Dingolfing könnte bei noch zwei ausstehenden Partien im Vilshofen und in Ottobrunn bei nur noch vier Punkten Rückstand die Haßfurter am Ende noch von Platz eins verdrängen.

 

GD Waldkirchen

Hawks-Kapitän Christian Dietrich gibt die Richtung für das letzte Spiel des Jahres vor
23.12.22

Nach 17 absolvierten Pflichtspielen ist Christian Dietrich mit seiner persönlichen Bilanz "ganz zufrieden". Zwei Tore und elf Vorlagen sind sein bisheriger aktiver Beitrag für die Haßfurter Hawks (1./45). Doch was für den langjährigen Kapitän viel wichtiger ist: "Jeder einzelne Spieler hat seine Aufgabe im Team, die zum Erfolg beiträgt. Ich bin froh, ein Teil der Mannschaft und des Vereins sein zu dürfen und ich werde weiterhin alles dafür geben", betont der 31-Jährige.

Solange seine "Familie hinter mir steht und die Zeit es zulässt", sei es "immer die richtige Entscheidung, für die Hawks aufs Eis zu gehen". Dementsprechend freut sich Dietrich auch auf das letzte Auswärtsspiel mit seinen Teamkollegen in diesem Jahr beim ESV Waldkirchen (4./26) an diesem Freitag um 19.30 Uhr.Bei einem Blick auf die aktuelle Tabelle ist ihm bewusst, dass sich die Crocodiles, die noch in Moosburg und Vilshofen antreten müssen, keinen Ausrutscher mehr erlauben dürfen. Immerhin sitzt ihnen der EV Fürstenfeldbruck mit nur einem Zähler weniger auf dem Konto im Genick. "Für Waldkirchen geht es um nicht weniger als die Qualifikation für die Aufstiegsrunde", erwartet der junge Familienvater, auch wenn er die Niederbayern "schlecht einschätzen" könne, deshalb einen heißen Tanz."

Zu Hause haben wir sie mit 15:2 geschlagen und am Wochenende haben sie Selb 1b mit 21:1 nach Hause geschickt. Sie haben gute namhafte Einzelspieler in ihren Reihen. Aber am Ende zählt der Erfolg des Teams", sagt Dietrich und gibt zugleich eine Kampfansage ab: "Wir wollen natürlich auch dort das Spiel gewinnen und die drei Punkte mit nach Haßfurt nehmen, egal wer uns auf den Fersen ist. Das sind wir uns und den Fans, die vor Ort sein werden, schuldig.

"
Ob die Hawks ihre dritte Auswärtspartie in Folge beziehungsweise ihre insgesamt siebte in dieser Saison gewinnen oder nicht: Für die anstehende Aufstiegsrunde sind sie längst qualifiziert. Und nach der kurzen Weihnachtspause gelte es dann, den nächsten Schritt zu machen: "Wir wollen natürlich wieder einen der ersten vier Plätze erreichen, um uns für die Play-offs zu qualifizieren", bringt der Spielführer sein Ziel auf den Punkt.

Dass dieses Vorhaben kein Selbstläufer wird, ist ihm nach vielen Jahren beim ESC, in denen die Tür zur Bayernliga mehrfach offen stand, bewusst. "Wie müssen von Spiel zu Spiel sehen und uns auf die Gegner vorbereiten", sagt er.Es würden mit – Stand jetzt – Burgau, Sonthofen, Trostberg und Reichersbeuern aus der Gruppe B auch vier neue Mannschaften hinzukommen, gegen die die Hawks in dieser Saison noch nicht gespielt haben. "Über den Aufstieg mache ich mir aktuell also noch keine Gedanken, da dieser noch ganz weit entfernt ist." Tatsache ist aber: nach dieser Saison steigt nur der Gewinner des Finales in die Bayernliga auf.


Im letzten Spiel des Jahres fehlen unterdessen einige wichtige Akteure. Während Tomas Pribyl nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe in Bayreuth gesperrt ist, steht auch Dominik Tobola aus privatem Grund nicht zur Verfügung. Und bei Torjäger Jakub Sramek fand mittlerweile eine MRT-Untersuchung an, eine endgültige Diagnose seiner Schulterverletzung stehe aber noch. "Zumindest scheint es kein Bruch zu sein, sondern eher etwas mit den Bändern", so Abteilungsleiter Andreas Kurz.

Spielbericht Bayreuth

Der Auswärtssieg in Bayreuth hinterlässt bei den Hawks einen bitteren Beigeschmack
19.12.22


Zwei Auswärtsspiele, zwei Siege. Soweit, so gut. Doch während der deutliche 9:5-Erfolg der Haßfurter Hawks am Freitagabend in der Selber "Kältekammer" in die Kategorie "verdienter Pflichtsieg" einzustufen ist, wurde der bis zum Schluss hartumkämpfte 5:3-Erfolg im nochmals kälteren Tigers-Eisstadion in Bayreuth nur 22 Stunden später teuer erkauft.Als "unfair" bezeichnete ESC-Trainer Petr Sikora das Auftreten der Wagnerstädter, die des Öfteren die rote Linie einer sportlich vertretbaren gesunden Härte überschritten hätten. "Das war auch bei uns schon zu sehen. Wieder versteckte Fouls. Leider hatten die Unparteiischen vieles nicht gepfiffen.

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Für den größten Aufreger bei den gut 100 mitgereisten Haßfurter Schlachtenbummlern im mit 348 Zuschauern gefüllten Rund, und der Haßfurter Spielerbank sorgte dabei Vinzenz Pfleger. Mitte des zweiten Abschnitts – zu diesem Zeitpunkt war in der äußerst zerfahrenen Partie noch kein Treffer gefallen – beförderte der EHC-Verteidiger Haßfurts Goalgetter Jakub Sramek nach einem verlorenen Duell neben dem Bayreuther Gehäuse zu Boden, sodass der Tscheche mit voller Wucht noch an die Bande knallte. Trotz sofortiger Behandlungsversuche musste Sramek mit schmerzverzerrtem Gesicht die Eisfläche verlassen, während sein Kontrahent von Hauptschiedsrichter Oliver Engmann eine zweiminütige Bankstrafe erhielt."Ich bin sehr traurig über die Verletzung von Jakub. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist. Aber es bleibt abzuwarten. Einfach ein ganz schlechter Zeitpunkt." Srameks Landsmann Tomas Pribyl ließ sich aufgrund permanenter Provokationen derweil zu einem Stockcheck sowie einer Boxeinlage hinreißen und kassierte eine Spieldauerdisziplinarstrafe.

Als Jean-Maurice Meixner die Bayreuther "Rumpftruppe", die von Beginn an nur zehn Feldspieler zur Verfügung hatte, wenig später in Führung brachte, war die anfänglich gute Laune der Haßfurter endgültig verflogen. Letztlich ließen sich die Hawks den Schneid aber nicht abkaufen: Nur 17 Sekunden später wurde Jan Trübenekr kurz vor dem Tor von den Beinen geholt und verwandelte den zugesprochenen Penalty selbst zum 1:1 (37.).Im Schlussdrittel kämpften die immer kraftloser werdenden Hawks dann wie die Löwen. Der Lohn: die erstmalige Führung durch Dominik Tobola (43.). Und nach dem Bayreuther Unterzahl-Ausgleich (46.) trumpfte Jan Trübenekr so richtig auf. Mit einem Doppelpack binnen 13 (!) Sekunden brachte der 28-Jährige den Spitzenreiter mit 4:2 nach vorne (jeweils 50.).Nach dem 3:4-Anschlusstreffer war es ebenso Trübenekr, der – nachdem die Tigers ihren Torhüter vom Eis genommen hatten – den Puck im eigenen Verteidigungsdrittel abfing und nach einem kurzen Sprint elf Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem vierten Treffer zum 5:3-Endstand ins verwaiste Bayreuther Gehäuse traf (60.)."Wir haben Charakter gezeigt und deswegen gewonnen" zeigte sich Dominik Tobola sehr erschöpft, aber "sehr glücklich. Wir waren am Ende einfach zwei Tore besser, auch wenn der Gegner mit nur zehn Leute gut gespielt hat.

"
Weniger spannend war es dagegen einen Tag zuvor beim VER Selb – zumindest am Ende. Immerhin lagen die Haßfurter nach gerade einmal 1:43 Minuten mit 3:0 in Führung ."Dann haben wir leider zu spielen aufgehört", begründete Betreuer Thomas Heinisch den weiteren torlosen Verlauf sowie vor allem die vermeintliche Aufholjagd der Gastgeber im zweiten Abschnitt.ESC-Coach Petr Sikora nahm nach dem 3:3-Ausgleich einen Torhüterwechsel vor, "um einfach ein Zeichen" zu setzen. Mit Erfolg: Der Favorit nahm wieder das Heft in seine Hände und zog bis zum Ende des Abschnittes wieder auf 7:3 davon. Das 2:2-Unentschieden während der letzten 20 Minuten sorgte schließlich für einen ungefährdeten 9:5-Endstand. "Gott sei Dank waren da nicht so viele Emotionen wie in Bayreuth", bilanzierte Sikora und freute sich in erster Linie über ein zumindest sportlich sehr erfolgreiches Auswärtswochenende.

Spielberich Selb

Warum Daniel Hora noch immer für die Haßfurter Hawks spielt

16.12.22

Durchschnittlich 2,4 Scorerpunkte pro Partie. Das ist die unglaubliche Ausbeute von Daniel Hora. Der 31-jährige Tscheche, seit fast sechs Jahren fester Baustein der Haßfurter Hawks, hat in seinen bislang 156 Einsätzen bereits 85 Treffer erzielt und war an weiteren 289 Toren aktiv beteiligt – und dies als Verteidiger.

Auch deshalb hat sich "unsere Nummer 3, Daniel …" "… Hora" – lautstark schreien die Fans seinen Nachnamen beim Verlesen der Mannschaftsaufstellung – schon nach kurzer Zeit ins Rampenlicht gespielt. Doch warum spielt er überhaupt noch für den Eishockey-Landesliga-Spitzenreiter? Er weckt schließlich mit seinen Leistungen von Jahr zu Jahr das Interesse zahlreicher höherklassiger Konkurrenten.

"Es gab natürlich Angebote anderer Vereine", sagt der in der Industriestadt Most geborene Hora und fügt das gerade für die Vereinsverantwortlichen beim ESC Haßfurt sowie die Anhänger wichtige "aber" gleich dazu: "Aber Haßfurt hatte stets Priorität, da ich hier arbeite und mich wirklich wohlfühle. Ich bin froh, dass es geklappt hat. Eishockey", betont er, "macht mir wirklich Spaß und es macht mir hier Spaß."

Weitere Gründe seien für ihn "ein tolles Stadion, ein gutes Team in der Kabine, tolle Fans – und wir spielen jedes Jahr um den Aufstieg in eine höhere Liga." Deshalb sei er mittlerweile in der sechsten Saison für die Hawks aktiv.

Am Wochenende stehen für ihn und seinen Teamkollegen innerhalb von 22 Stunden nun die beiden Auswärtspartien bei den Wölfen des VER Selb 1b (6. Platz/16 Punkte, Freitag, 19.30 Uhr) sowie bei den Tigers des EHC Bayreuth (7./16, Samstag, 17.30 Uhr) auf dem Spielplan. Und das werde "überhaupt nicht einfach. Beide Mannschaften spielen unangenehmes Eishockey", hat Hora großen Respekt vor den beiden Franken-Duellen. Er glaubt dennoch "fest daran, dass wir beide Spiele gewinnen können, wenn wir mit der passenden Einstellung auftreten." Dazu dürfen aber Fehler, wie sie vor einigen Tagen bei der 2:3-Niederlage in Fürstenfeldbruck gemacht wurden, nicht erneut auftreten. Beim letzten "Auswärtsdoppelpack" der Hawks in der laufenden Vorrunde geht es schließlich auch darum, sich schon spielerisch auf die im Januar startende Aufstiegsrunde einzustellen und erneut für die "Play-offs" der besten vier Mannschaften zu qualifizieren.

"Play-off ist etwas, was wir spielen wollen. Mein persönliches Ziel ist es, mit unserem Team in eine höhere Liga aufzusteigen."

Darauf fiebert Daniel Hora ganz besonders hin. Der Traum von der Bayernliga soll nach vielen vergeblichen Versuchen zuvor endlich gelingen. "Haßfurt hat sich einen Aufstieg verdient. Die Fans, das Management und vor allem die Spieler, die nach so vielen Jahren des Wartens ihr Bestes geben, damit es endlich gelingt."

Für dieses Vorhaben bringt der Defensivspezialist, der in seinem Heimatland lange für den HC Litvinov und den HC Most spielte, viel Energie auf. Seinen Terminkalender bezeichnet er als "sehr anstrengend. Ich stehe jeden Tag um 5 Uhr auf, um mit Jan Trübenekr zur Arbeit zu gehen", erzählt der in der Haßfurter Innenstadt wohnende Hora, der seit seiner Verpflichtung im Herbst 2017 in Sand arbeitet. "Ich komme gegen 16 Uhr nach Hause, dann esse ich und entspanne mich oder schlafe vor dem Training. Und so ist es jede Woche", erzählt er und ergänzt grinsend: "Der einzige Tag, an dem ich Kraft sammeln kann, ist normalerweise Samstag. Ehrlich gesagt freue ich mich schon auf die Weihnachtsferien."

Hoffnung auf einen weiteren Verbleib bei den Hawks, egal in welcher Liga sie 2023/2024 dann antreten, will und – vor allem – kann Hora derzeit nicht machen. "Ich denke noch nicht an die nächste Saison. Ich konzentriere mich auf ein Ziel und das ist, gut zu spielen. "Der Familienvater lebt derzeit zwangsweise fernab von seiner Frau und seiner kleinen Tochter. "Wir haben in Tschechien die Corona-Zeit genutzt und ein Haus gebaut. Also ist es in dieser Saison schwieriger, weil meine Frau dort wohnt und die restlichen Arbeiten steuert und ich hier bin", erklärt er. Immerhin bekommt er von seinen Liebsten "zwei bis drei Mal im Monat" Besuch.

Die für ihn als Sportler sehr schwierige Corona-Zeit kann er derweil immer besser verdrängen. "Das habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt, dass nicht gespielt wurde. Zum Glück spielt Corona derzeit keine beeinflussende Rolle und wir können in vollen Zügen Hockey spielen."

Spielbericht FFB

Unter freiem Himmel können es die Hawks einfach nicht
12.12.22


Einige der Hawks haben vielleicht gar nicht mehr gewusst, wie sich eine Niederlage anfühlt. Ihre bislang letzte kassierten sie immerhin am 23. Oktober. Am Sonntagabend aber war es wieder einmal soweit – mit 2:3 unterlagen sie beim EV Fürstenfeldbruck. ESC-Abteilungsleiter Andreas Kurz brachte den Auftritt der Haßfurter, die dennoch weiterhin an der Tabellenspitze der Gruppe A der Landesliga stehen, ohne jegliche Ausreden auf den Punkt: Es sei "ein typisches offenes Stadion-Spiel" gewesen. "Und das können wir einfach nicht wirklich."Trainer Petr Sikora empfand die Partie sogar als "irgendwie komisch.

Heute war es nicht unser Spiel", räumte der ehemalige Stürmer ein. Vor allem wurme ihn, dass "die Einstellung" seiner Mannschaft in vielen Phasen "nicht gestimmt" habe. Dabei waren die Voraussetzungen für einen Ausbau der Siegesserie, abgesehen von den zwei personellen Ausfällen (Lukas Kratschmer war gesperrt, Lucas-Andreas Thebus krank), nicht schlecht, schließlich sorgten die mitgereisten Schlachtenbummler für "Heimspiel-Atmosphäre": Knapp 30 der lediglich 44 Zuschauenden waren aus Haßfurt mitgekommen.
Warum es dennoch nicht geklappt hat? "Keiner weiß, warum. Aber damit haben wir eigentlich immer unsere Probleme", gab Kurz zu Protokoll und sprach vom "schlechtesten Spiel der Saison. Aber solche Spiele hat doch jeder einmal. Schade vor allem für die Fans vor Ort."

Die Haßfurter, die während der Partie noch auf den ausgewechselten Dominik Tobola (der Tscheche erlitt vermutlich einen Hexenschuss) verzichten mussten und somit gezwungen waren, ihre Sturmreihen neu zu formieren, taten sich einfach sehr schwer – auch im Duell mit EV-Torwart Valentin Mohr. "Der gegnerische Torwart war wirklich sehr stark", sagte Sikora.
Nach noch torlosen ersten 20 Minuten musste dessen ebenfalls sehr gut aufgelegter Gegenüber Nicolas Hetzel ("der hat noch einige weitere gute Chancen des Gegners vereitelt") im Mitteldrittel zwei Gegentreffer verarbeiten. Kresimir Schildhabel (27.) sowie Teamkollege Andreas Kilian (37.) sorgten für die zu diesem Zeitpunkt nicht überraschende 2:0-Führung.Und nachdem erneut Schildhabel im Schlussabschnitt Hetzel zum dritten Mal das Nachsehen gab (46.), war die Entscheidung im Grunde gefallen.

Erst in der 51. Minute brachte Jakub Sramek mit dem 3:1 letztlich doch noch einmal etwas Spannung in das Freiluftstadion. Als der tschechische Toptorjäger nach einer Auszeit der Hawks und der Herausnahme von Hetzel zugunsten eines weiteren Feldspielers zu Beginn der Schlussminute zum zweiten Mal erfolgreich war, keimte zumindest für weitere 50 Sekunden bis zur Schlusssirene noch einmal die Hoffnung auf eine Verlängerung auf.
"Das wäre heute aber nicht mehr verdient gewesen", zeigte sich Kurz als fairer Sportsmann und gratulierte stattdessen den Hausherren zu ihrem knappen Erfolg. "Sie waren einfach bissiger, sehr, sehr clever, scheinbar gut eingestellt von ihrem Trainer", fasste er zusammen. "Unsere Anschlusstore kamen einfach zu spät", bilanzierte Petr Sikora und wollte die 60 Minuten während der Rückfahrt schnell wieder aus seinem Kopf streichen. "Es geht weiter. Die Jungs müssen davon lernen. Die Saison dauert noch lange."

Gamedy FFB

Bier brauen und Tore verhindern: Die Doppelrolle von Hawks-Eigengewächs Tobias Hertwich
08.12.22

"Es macht mir Spaß, in der Ersten Mannschaft zu spielen", lautet die Antwort auf die Frage, wie es ihm sportlich derzeit geht. Für Tobias Hertwich ist es einerseits "ein großer Aufwand", seinen Beruf als Elektroniker und sein Hobby als Eishockeyspieler der Haßfurter Hawks unter den Hut zu bekommen. "Aber es lohnt sich", grinst er zufrieden. Kein Wunder, denn der 23-Jährige ist seit zwei Jahren – wie auch einige andere Eigengewächse – Stammspieler beim aktuellen Landesliga-Spitzenreiter (1./39) und auch – "wenn es der Spielplan zulässt" – für die 1b-Mannschaft im Einsatz.

Seit der Handverletzung seines Verteidigerkollegen Alexander Stahl bildet er des Öfteren sogar mit Daniel Hora das Abwehrbollwerk im ersten Block .
"Ich finde es cool, wie ruhig er spielt und immer die Übersicht behält", ist Hertwich für diese Erfahrung mit dem Tschechen sehr dankbar und ergänzt: "Da kann man als junger Spieler noch viel lernen." Eine weitere Möglichkeit für eigene Fortschritte hat der Unfindener am späten Sonntagnachmittag, wenn um 17.15 Uhr das diesmal einzige Wochenendspiel der Hawks beim EV Fürstenfeldbruck (5./19) startet. Und er kann sich schon einmal auf viel Arbeit einstellen, schließlich dürfen sich die Münchner Vorstädter eigentlich keinen Ausrutscher mehr erlauben, um doch noch in die "Top 4" zu kommen und somit an der im Januar beginnenden Aufstiegsrunde teilnehmen zu können. Vier Punkte beträgt der Rückstand der von Roman Mucha trainierten Fürstenfeldbrucker, die jedoch schon ein Spiel mehr absolviert haben als die momentan vierplatzierten Krocodiles aus Waldkirchen. "In erster Linie dürfen wir den Gegner nicht unterschätzen und müssen uns von der Strafbank fernhalten", stehen für Tobias Hertwich deshalb Disziplin und Einsatz von der ersten Minute an ganz oben auf der Tagesordnung. Er ist sich sicher, dass die Angriffsabteilung um Toptorjäger Jakub Sramek die notwendigen Tore für einen weiteren Auswärtssieg "schon macht.

"
Mit einem ähnlich hohen Abschneiden wie beim 8:3-Hinspielsieg im Stadion Am Großen Anger rechnet er derweil nicht. Vielmehr damit, dass die Hausherren vor ihren eigenen Fans alles in die Waagschale werfen werden. Für den Unfindener, der in seinem Wohnort auch der 1. Vorsitzende des örtlichen Brauvereins ist, soll es sportlich insgesamt so weitergehen wie in den letzten erfolgreichen Wochen. Und zu seinem bislang einzigen Tor (in Germering) sowie den sieben Assists, dürften ruhig weitere dazukommen. Am wichtigsten ist ihm aber der Erfolg mit der Mannschaft, erst recht in der Aufstiegsrunde. Sein persönliches Ziel, Stammspieler zu bleiben, möchte er mit guten und engagierten Leistungen untermauern und diese Trainer Petr Sikora zeigen. "Ich möchte mich stetig weiterentwickeln", betont der Verteidiger.

SB Dingolfing/Germering

Die Haßfurter Hawks lassen sich auch durch viele versteckte Fouls nicht bremsen

05.12.22

Zehn Spiele, zehn Siege: Die Haßfurter Hawks haben es geschafft, mit einer blütenweisen Weste ihre Vorrundenauftritte im Stadion Am Großen Anger zu beenden. Und dies, obwohl es der Spitzenreiter am Doppelspieltag mit den zwei engsten Verfolgern zu tun hatte. Doch nach dem 5:2-Erfolg am Freitagabend gegen den EV Dingolfing gab es zwei Tage später gegen die Germering Wanderers noch eine Zugabe: die Oberbayern wurden gleich mit 8:1 bezwungen.

"Souverän gewonnen, was das Ergebnis betrifft", strahlte Petr Sikora nach der Sonntagspartie. Der ESC-Trainer wusste aber auch, bei wem er sich besonders bedanken konnte: "Ich glaube, dass uns der Hetzi (Torwart Nicolas Hetzel) sehr geholfen hat." Wahrlich erwischte der ESC-Schlussmann gegen die Wanderers wieder einmal einen Sahnetag und hielt seinen Kasten trotz vieler Großchancen der Gäste meist sauber. Selbst einen von Patrick Czajka geschossenen Penalty machte der 23-Jährige zunichte (37.).

Tatsache ist aber auch, dass die Hawks vor allem im ersten Abschnitt auch aufgrund einer äußerst effektiven Chancenverwertung bis zum Drittelende auf 4:0 davonzogen. Offener war die Partie dann erst während des weiteren Verlaufs. Den einzigen Treffer kassierte aber wieder Hetzels ebenfalls gut aufgelegte Kollegin Franziska Albl im Germeringer Tor: Jakub Sramek erhöhte auf 5:0 (30.). Und erst nachdem der Tscheche im Schlussabschnitt mit dem 6:0 das halbe Duzend vollgemacht hatte (50.), erzielte Louis Kolb den Ehrentreffer für Germering (55.). Dominik Tobola sowie Dominik Finzel schraubten das Ergebnis dann noch ein bisschen in die Höhe (58./59.).


Bereits nach der Partie am Freitagabend war indes klar: Die Haßfurter Hawks würden selbst nach einer Niederlage gegen Germering als Spitzenreiter zum ersten der vier noch ausstehenden Auswärtsspiele fahren. Gegen den Tabellenzweiten EV Dingolfing gingen sie schließlich als 5:2-Sieger vom Eis. Die geglückte Revanche für die 3:7-Klatsche beim ersten Aufeinandertreffen sorgte freilich nicht nur für Jubel, Trubel, Heiterkeit. Viele versteckte Fouls, zahlreiche Nickligkeiten wie Stockschläge oder Beinstellen sowie ganz offene Tätlichkeiten auf Dingolfinger Seite sorgten in der ansonsten hochklassigen Auseinandersetzung zweier Titelaspiranten für einen faden Beigeschmack.

Negativer Höhepunkt war ein mit lediglich einer zweiminütigen Bankstrafe geahndeter Crossscheck von Oliver Ferstl: Nachdem Tomas Pribyl mit einem platzierten Schuss in der 33. Minute für die 4:2-Führung sorgte, stieß der offensichtlich frustrierte Angreifer des EVD reflexartig seinen Schläger an den Hals des jubelnd vorbeifahrenden Dominik Tobala.

"Es war insgesamt auf jeden Fall ein Spitzenspiel, aber trotzdem sehr unfair", fiel deshalb das Gesamturteil der Begegnung auch für Dominik Finzel nicht völlig zufrieden aus. Ihn störten ebenso "viele Stockschläge, Beinstellen oder permanentes Haken. Einfach unfair. Letztlich haben beide Mannschaften aber gut gespielt. Wir waren aber am Ende die bessere", sagte der exakt zwei Meter große ESC-Verteidiger. "Wir haben letztlich gut gekämpft hinten heraus und gut verteidigt. Vom Kopf her geistig gescheit runter gespielt." Nicht nur der 20-Jährige ist derzeit mit der sportlichen Situation deshalb vollkommen einverstanden. "Es macht momentan viel Spaß. Wenn es so weitergeht, ist es gut."

Einen Wermutstropfen gab es derweil am Sonntag: Lukas Kratschmer bekam nach einer Boxeinlage ebenso wie sein Germeringer "Kampfgegner" Konstantin Kolb eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt und fehlt somit im anstehenden Auswärtsspiel.

Gameday Dingolfing

Wie sich die Haßfurter Hawks die inoffizielle Landesliga-"Vorrundenmeisterschaft" sichern wollen

Nun zählt's – für die Haßfurter Hawks und Tomas Pribyl: Der Verteidiger hält beide Gegner, auf welche die Haßfurter (1. Platz/33 Punkte) auch in der im Januar beginnenden Eishockey-Landesliga-Aufstiegsrunde treffen werden, für "qualitativ sehr hochwertig". Es werde deshalb am "Super-Wochenende" eine "Herausforderung für uns." Pribyl freut sich gerade deshalb auf die anstehenden Heimpartien gegen Verfolger EV Dingolfing (2./32) am Freitag ab 19.30 Uhr und den Drittplatzierten Wanderers Germering (3./30) am Sonntag (18.30 Uhr).

Und dies, obwohl dem 23-jährigen Tschechen bewusst ist, dass gerade ihm und der gesamten Abwehrabteilung sehr viel Arbeit bevorsteht. Immerhin gastieren mit den Nieder- und den Oberbayern auch die nach Haßfurt besten Angriffsreihen im Stadion am Großen Anger. "Wir müssen aus der Abwehr heraus diszipliniert spielen und unsere Chancen nutzen", beantwortet Pribyl die Frage, wie die Hawks die Punkte zu Hause behalten und ihre Spitzenposition in der Tabelle festigen wollen, sehr schnell. Gerade gegen den EV Dingolfing, der im ersten Aufeinandertreffen deutlich mit 7:3 die Oberhand behielt und somit für die bislang einzige ESC-Niederlage verantwortlich ist, sollen die Fehler von damals – vor allem die individuellen – nicht wiederholt werden.

Wie Germering bezwungen werden kann, ist Pribyl und seinen Teamkollegen dagegen bekannt, nachdem sie bereits vor zwei Wochen in deren "Polariom" beim knappen, aber verdienten 7:5-Erfolg das Eis als Sieger verlassen haben. Auch daran hatte der in Ostrov geborene Defensivspezialist großen Anteil. Mit fünf Jahren begann Tomas Pribyl mit dem Eishockey. "Ursprünglich sollte ich Fußball spielen, weil mein Vater Fußballschiedsrichter war. Aber nachdem ich Hockey ausprobiert hatte, blieb ich dabei." Er durchlief zunächst das Jugendsystem in Karlovy Vary, startete vor knapp fünf Jahren dann im Männer-Hockey für den HC Sokolov in der dritten Liga seines Heimatlandes, mit dem prompt der Aufstieg gelang. Dennoch wechselte er auf Leihbasis den Verein. "Ich wollte es einfach im Ausland versuchen und spielte bis zum Saisonende in Pegnitz."

Aufgrund eines Probetrainings landete Pribyl letztlich vor zwei Jahren beim ESC Haßfurt und machte gleich bei seinem ersten Einsatz äußerst positiv auf sich aufmerksam: Beim 5:2-Derbysieg im Schweinfurter Icedome gegen die Mighty Dogs in der Vorbereitung auf die letztlich dann abgesagte Corona-Saison 2020/2021 erzielte der Tscheche zwei Treffer. Nach mittlerweile 39 absolvierten Pflichtspielen im Hawks-Trikot (17 Tore und insgesamt 30 Assists) ist er längst fester Bestandteil des Teams. "Ich bin sehr glücklich hier und sehr zufrieden von A bis Z", begründet Pribyl seinen Verbleib in der Kreisstadt. Was derweil nicht nur mit seinem persönlichen Erfolg und dem der gesamten Mannschaft zu tun hat. Auch außerhalb der Eisfläche hat er seit geraumer Zeit mit Eishockey zu tun. "Ich habe dieses Jahr einen neuen Job hier im Hockey-Shop, das ist für mich ein angenehmer Job", sagt er und will ein ganz wichtiges Argument für Haßfurt unbedingt noch loswerden: "Ich freue mich immer auf die Fans hier. Das ist der Motor, der uns antreibt", zeigt sich Pribyl begeistert von der lautstarken und zuverlässigen Unterstützung – sowohl bei den Heim- als auch bei den Auswärtsspielen.

Jetzt hofft der junge Tscheche erst einmal auf ein erfolgreiches Wochenende, auch wenn das Abschneiden nicht mehr ausschlaggebend für das erste Saisonziel ist: Die Aufstiegsrunde haben sowohl Haßfurt als auch Dingolfing und Germering bereits erreicht. Doch für das Selbstvertrauen innerhalb der Mannschaft, bei Trainer Petr Sikora – und für die Stimmung bei den Fans wäre die inoffizielle "Vorrundenmeisterschaft" natürlich Gold wert. Danach freut sich Tomas Pribyl auf einen weiteren Aufstiegskampf. Und wie geht es dann nach dieser Saison weiter? "Ich möchte mein Deutsch verbessern und die nächsten Jahre in Haßfurt bleiben." Eine klare Aussage, über die sich sicher nicht nur die Fans freuen.

Spielbericht Bayreuth

5:2-Heimsieg gegen Bayreuth: Die Haßfurter Hawks bleiben in der Erfolgsspur

Dank des 7. Erfolgs im 7. Heimspiel, für Trainer Petr Sikora "sehr verdient", bleibt nicht nur die blütenweiße Heimweste ohne Flecken. Die Haßfurter Hawks festigten mit dem 5:2 gegen den EHC Bayreuth am Freitagabend zugleich die Tabellenspitze. Dass sich die 621 Zuschauenden wie zuletzt beim Auftakt gegen Selb mit "nur" fünf eigenen Treffern begnügen mussten, spielte angesichts der Stärke der Wagnerstädter freilich keine Rolle.

"Das haben die Jungs gut gemacht. Es war in Ordnung, ein gutes Spiel", bilanzierte Sikora nach der Partie, in der wieder einmal Torjäger Jakub Sramek frühzeitig die Weichen Richtung Punkte 31 bis 33 stellte. Mit einem Doppelpack brachte der Tscheche seine Mannschaft in Führung (6./12.), ehe Sturmpartner Jan Trübenekr mit seinem Treffer zum 3:0 (15.) die komfortable Drittelpausenführung perfekt machte.

"Heute war es zwar nicht so anstrengend wie letztes Jahr", erinnerte sich Landsmann Dominik Tobola an die Begegnung mit Bayreuth vor einem Jahr (6:4). Das "aber" fügte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 4:0 (24.) jedoch gleich hinzu: "Trotzdem war es schwierig." Ein Grund war für ihn die Unterstützung der lautstarken Bayreuther Anhänger, fast schon traditionell von ihren eigenen Ordnern begleitet. Die peitschten das Team von Florian Müller trotz des Rückstandes immer wieder nach vorne – teils nach dem Motto "Eins, zwei, drei – Oberkörper frei".

Allerdings war der zählbare Erfolg nur mäßig. Auch weil die Hawks gerade in der Abwehr nur wenig zuließen. Und wenn es dann der DEL2-erfahrene Haudegen Andreas Geigenmüller und Co. bis vor das ESC-Gehäuse geschafft hatten, stand ihnen mit Nicolas Hetzel erneut ein bestens aufgelegter Schlussmann im Weg. Am Ende gab es sowohl für die Gelb-Schwarzen als auch deren Fans nur zwei Mal Grund zum Jubeln – jeweils in Überzahl: der ehemalige Schweinfurter Stephan Trolda markierte den 4:1-Anschluss, ehe Tom Schwarz für den 5:2-Endstand verantwortlich war (58.). Zuvor erzielte der zum "Spieler des Abends" gewählte Jakub Sramek nach tollem Zusammenspiel mit Jan Trübenekr den wohl schönsten Treffer der Partie zum 5:1 (53.).

Sikora sagte nach der Partie, dass er "Die Tigers" bislang nur auf dem Papier kannte und deshalb nur theoretisch wusste, wie gefährlich sie sind. "Das hat sich ja auch bestätigt. Und wer schon in Dingolfing punktet, kann nicht so schlecht sein", steckte in seiner Analyse auch ein bisschen Erleichterung über die vermeintliche Pflichtaufgabe. "Die waren läuferisch schon gut unterwegs. Eine junge Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern", freute sich auch Tobola über den geglückten Ausgang. "Wir sind zufrieden, dass wir drei Punkte geholt und wir diese anstrengende Zeit der vergangenen Wochen so abgeschlossen haben. Jetzt können wir uns am Sonntag etwas erholen."

Petr Sikora hätte derweil lieber nicht spielfrei gehabt, um im Rhythmus zu bleiben. Ob er jetzt den freien Abend vor dem Fernseher verbringt und der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien die Daumen drückt? "Ja, wahrscheinlich", lachte der 52-Jährige abschließend. Spätestens am Montag richtet sich sein Augenmerk dann aber auf das anstehende "Hawks-Megawochenende" mit den zwei letzten Heimpartien der Vorrunde: Der Spitzenreiter empfängt am Freitagabend im Stadion Am Großen Anger Verfolger EV Dingolfing, während zwei Tage später dann der Tabellendritte Germering seine Visitenkarte abgibt. 

Gameday Bayreuth

Mit 16 Jahren schon ein fester Teil der Mannschaft: Für Tiago Schmauser läuft es beim ESC Haßfurt aktuell richtig gut

Der Hawks-Youngster ist der wohl jüngste Torschütze des Haßfurter Eishockey-Landesligisten. Seinem Debüt-Treffer sollen noch viele weitere im ESC-Trikot folgen. Tiago Schmauser hat allen Grund zum Grinsen: Mit (noch) 16 Jahren hat der aktuell jüngste Spieler der Haßfurter Hawks vor einer Woche gegen den ERSC Ottobrunn erstmals ins Schwarze getroffen."Tiago Schmauser. Du bist einer von uns". Sehr laut waren die Gesänge von den Tribünen im Haßfurter Eisstadion am vergangenen Freitag. Vor allem, als Stadionsprecher Herbert Graser im Spiel der Hawks gegen den ERSC Ottobrunn verkündete, wer für die zwischenzeitliche 6:1-Führung in der 38. Spielminute verantwortlich war. "Auf Zuspiel der Nummer 20, Noah Endres, war der Torschütze unsere Nummer 76, Tiago" – "Schmauser" hallte es anschließend durch das weite Rund. Der mit 16 Jahren aktuell jüngste Spieler in den Reihen der Ersten Mannschaft hatte in seinem 16. Einsatz erstmals in Schwarze getroffen.Für den Gymnasiasten, der die 12. Klasse absolviert, "ein sehr erleichterndes" Gefühl, das "auch noch ein bisschen Selbstbewusstsein und Aufschwung gegeben hat." Seit seinem dritten Lebensjahr steht Schmauser im Stadion Am Großen Anger auf Schlittschuhen. Alle Nachwuchsmannschaften hat er bislang durchlaufen und sich im Vorjahr erstmals durch seine Leistungen für die "großen" Hawks empfohlen. Und er bereut seinen schnellen sportlichen Aufstieg nicht. "Die Stimmung ist trotz harter Arbeit recht gut, und es macht auch sehr Spaß, ein Teil der Mannschaft sein zu dürfen", sagt er. Da nimmt er den wesentlich größeren Zeitaufwand, unter anderem für die langen Auswärtsfahren, gerne in Kauf.Zumindest dahingehend kann er noch einige Tage durchschnaufen, schließlich steht die nächste Auswärtspartie des Landesliga-Spitzenreiters beim EV Fürstenfeldbruck erst am 11. Dezember auf dem Spielplan.

Am Wochenende können er und seine Teamkollegen am spielfreien Sonntagabend sogar ganz die Füße hochlegen. Am Freitagabend dagegen steht um 19.30 Uhr der Einsatz gegen den EHC Bayreuth (7./10) an. Für Tiago Schmauser nach Ottobrunn eine weitere Pflichtaufgabe, schließlich soll die Heimweste weiterhin so blütenweiß bleiben, wie sie ist. Einen Spaziergang erwartet er aber nicht.
"Wir müssen auf jeden Fall wieder Gas geben und dürfen den Gegner nicht unterschätzen." Ein Blick auf die Ergebnisse der Wagnerstädter gibt ihm recht. Zwar ging die Mannschaft von Trainer Florian Müller und dessen "Co" Thorsten Steffens (1996/1997 bei den damaligen Sharks des ERC Haßfurt aktiv) bei sieben von zehn Begegnungen als Verlierer vom Eis, die Niederlagen fielen oft jedoch sehr knapp aus.Derweil ist Tiago Schmauser seinem Ziel, "den Aufstieg endlich zu schaffen und weiterhin erfolgreich zu sein" in seiner ersten kompletten Hawks-Saison schon ein gutes Stück näher gekommen. Und weil es trotz der sportlichen Herausforderungen – er ist zudem für die U 20 und die 1b im Einsatz – auch in der Schule gut läuft, scheint sich sein Wunsch auch zu erfüllen. Unter Druck will sich der 16-Jährige, der in einigen Wochen seinen 17. Geburtstag feiert, dabei aber nicht setzen: "Dann mal schauen, wie es weitergeht", ist für ihn die nahe Zukunft noch ein ganzes Stück weit weg. Zunächst einmal steht der Augenblick im Vordergrund.

SB Germering

Nach zwei Siegen am Wochenende: Die Haßfurter Hawks sind der neuer Spitzenreiter der Landesliga-Gruppe A

Die Haßfurter Hawks haben sich an die Spitze der Gruppe A der Eishockey-Landesliga gespielt. Zum einen, weil sie am Freitag ihre Pflichtaufgabe gegen den ERSC Ottobrunn mit einem deutlichen 8:1-Erfolg erfüllt haben. Ausschlaggebend war dann aber die "Kür" in Germering: Nach einem "Hammerspiel mit hoher Qualität", so ESC-Kapitän Christian Dietrich, gingen sie am Sonntag im "Polarium" als 7:5-Sieger vom Eis.

Auch Trainer Petr Sikora war noch lange mit seinen Gedanken bei der "sehr attraktiven" und gleichzeitig "sehr spannenden" Partie. Attraktiv, weil beide Kontrahenten den 211 Germeringer sowie den etwa 70 mitgereisten Haßfurter Fans Eishockey vom Feinsten boten. Selbst ein 1:4-Rückstand schockte die Hausherren nur vorübergehend. Im Gegenteil: Bis vier Minuten vor dem Ende lagen sie auf einmal mit 5:4 vorne. "Da wollten die Jungs die Führung nur verteidigen", ärgerte sich Sikora über das Verspielen der bereits sicher geglaubten Punkte. Doch sein Lob fügte er gleich an: "Aber dann haben wir weiter an uns geglaubt und wollten unbedingt den Ausgleich erzielen." Und das ist auch "verdient gelungen", denn Daniel Hora markierte das umjubelte 5:5. Erst zehn und schließlich zwei Sekunden vor der vermeintlichen Verlängerung sorgten schließlich Jakub Sramek und noch einmal Jan Trübenekr für den Sieg.

Dass "die Jungs" die Freitagspartie gegen stark ersatzgeschwächte Ottobrunner schon im Vorfeld gewonnen hatten und das Match deshalb "vielleicht schon ein bisschen" auf die leichte Schulter genommen hatten, räumte selbst Sikora ein. Dennoch: "Ich konnte nicht sauer sein", so der Tscheche, der laut eigener Aussage "immer versucht, sich in die Spieler hineinzuversetzen" und deshalb "Verständnis" hatte.

Zumindest mit dem zwar nicht erneut zweistelligen, aber doch sehr deutlichen, 8:1-Erfolg konnten die 404 Zuschauenden zufrieden sein. Dieser hätte jedoch knapper ausfallen können.

Ottobunn/Germering

ESC Haßfurt: Im Topspiel geht es für Louis Britsch gegen die Kumpel aus Kindheitstagen

"Nein". Schnell und klar beantwortet Louis Britsch die Frage, ob er seinen Wechsel zum ESC Haßfurt bereut. Sportlich gesehen hat der 22-jährige Verteidiger auch gar keinen Grund. Er liegt mit seinem neuen Verein derzeit auf Platz 2 der Landesliga, und die Aufstiegsrunde zur Bayernliga ist bei derzeit bereits 15 Punkten Vorsprung auf den fünftplatzierten VER Selb ebenfalls so gut wie sicher.

"Das Team ist nett und es herrscht eine entspannte Stimmung in der Kabine. Ich wurde von Anfang an herzlich aufgenommen", ergänzt der junge Neuzugang, der zu Saisonbeginn zu den Hawks stieß und bei mittlerweile acht der neun absolvierten Partien im Einsatz war.

Er freut sich allerdings nicht nur deshalb auf das anstehende Wochenende mit der Heimpartie gegen den ERSC Ottobrunn gegen die drei weitere Zähler für das Guthabenkonto fest eingeplant sind. "Gegen Ottobrunn sollten wir einfach weiter machen wie zuvor, uns an die Taktik des Trainers halten und unser Spiel durchziehen", sagt Britsch, der einen positiven Ausgang der Partie nach dem überzeugenden 15:3-Kantersieg im ersten Aufeinandertreffen Ende Oktober gerade vor den heimischen Fans in die Kategorie "Pflicht" einordnet.

Und am Sonntag könnte die "Kür" folgen, wenn das für ihn ganz besondere Spiel bei seinem langjährigen Verein folgt: "Ja, ich kenne sie sehr gut", fiebert der gelernte Altenpfleger und derzeitig Lehramtsstudent dem Gipfeltreffen der Hawks mit Spitzenreiter Germering Wanderers (1./27) am späten Sonntagnachmittag (17.45 Uhr) entgegen.

Mit vier Jahren sammelte der gebürtige Münchener seine ersten Eishockeyerfahrungen und spielte dann bis im Frühjahr 2022 in der im Landkreis Fürstenfeldbruck gelegenen Kreisstadt. "Ich kenne deshalb manche sozusagen schon fast lebenslang", lacht Britsch und warnt deshalb aus eigener Erfahrung von einer "starken Mannschaft mit einem starken Trainer, die als Ziel den Aufstieg hat." Dem Wanderers-Coach Florian Winthart steht wahrlich eine äußerst erfolgreiche Mannschaft zur Verfügung, die sich bislang lediglich gegen Dingolfing etwas schwerer tat und bei zwei Vergleichen drei Punkte abgeben musste. Ansonsten gewannen die Wanderers alle weiteren acht Partien. Teilweise ebenso souverän wie die Hawks.

Louis Britsch erwartet bei der Begegnung der beiden besten Angriffsabteilungen der Liga "ein spannendes Spiel auf Augenhöhe." Gleichzeitig freue er sich auf das Wiedersehen im Germeringer "Polarium" und will keinerlei Gastgeschenke verteilen. "Ich hoffe, dass wir drei Punkte mitnehmen."

In Haßfurt möchte der Oberbayer indes wichtige Schritte für sein persönliches Ziel machen. "Ich will einfach noch viel dazuzulernen, um ein kompletterer Verteidiger zu werden. Ich möchte gute und engagierte Trainingsleistungen zeigen sowie weiterhin Spielpraxis sammeln", betont er.

Spiebericht Vilshofen/Moosburg

Hawks feiern nächstes Torfestival

Zwei Drittel verloren, das Spiel aber gewonnen. Von Anfang an gezeigt, wer der Herr im eigenen Stadion ist. Mit diesen zwei kurzen Sätzen lassen sich die Wochenendpartien der Haßfurter Hawks zusammen fassen. Denn während Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen bei ihrem Gastauftritt in Vilshofen am Freitagabend viel Mühe hatten, um am Ende als Sieger nach Hause zu fahren, gab es im Heimspiel gegen den EV Moosburg von den ersten Sekunden an keine Zweifel, wer drei Punkte einfährt.
Exakt zwölf Sekunden waren am Sonntagabend gespielt, da klingelte es dank Jakub Sramek nämlich so schnell wie noch nie in dieser Saison im Kasten der Gäste. Und die schnelle 1:0-Führung des Tschechen nach dem ersten Angriff der Hawks war gleichzeitig der Startschuss für einen weiteren Gala-Auftritt der Hawks gegen allerdings dezimierte sowie erschreckend schwache Gäste, deren personeller Umbruch ähnliche Leistungen wie in den Vorjahren einfach nicht zulassen. Nachdem die Kreisstädter den 528 begeisterten Fans im Stadion am Großen Anger bis Ende des ersten Abschnittes mit sage und schreibe 7:0 das erfolgreichste Drittel bislang in dieser Saison ablieferten, verliefen die weiteren 40 Minuten schon fast wieder „normal“. Mit 3:1 beziehungsweise 4:1 behielten sie die Oberhand. Moosburgs realistischer Neu-Coach Benoit Doucet sprach in der Pressekonferenz von einer „Lehrstunde“ für seine neu zusammengesetzte junge Mannschaft, die „viel gelernt“ habe.
 
Dass der EVM nicht besser abschnitt lag aber auch wieder am hervorragend aufgelegten Nicolas Hetzel zwischen den ESC-Pfosten, der zahlreiche Chancen zunichte machte. „Der Torwart ist hervorragend“, lobte der ehemalige Nationalspieler das Auftreten des 23-Jährigen, der während der 60 Minuten nur zwei Mal den Puck aus dem Netz holen musste.
Haßfurts Jakub Sramek, der das weitere Tore-Spektakel für die Hawks nicht nur eröffnete, sondern mit dem Treffer zum 14:2 (58.) auch beendete, war sich vor dem Anpfiff nicht sicher, ob es im Heimspiel ein ähnliches Ergebnis gibt, wie ein Woche zuvor, als Moosburg im eigenen Stadion eine 3:13-Klatsche kassierte. „Moosburg ist eigentlich nicht so schlecht“, sagte der Topscorer, der sein Punktekonto wieder um sieben erhöhte. Warum es dann doch wieder geklappt hat? „Wir sind gerade zu Hause aktuell schon sehr stark“, fügte er hinzu. Es sei „für keinen Gegner einfach, in Haßfurt zu spielen.“
Dass sich die Hawks bei ihren bisherigen Gastauftritten im Vilshofen meist sehr schwer taten, war im Vorfeld bekannt. Verwunderlich war die 3:1-Führung der Wölfe, die dem Favoriten somit die erste Drittel-Niederlage seit seiner Pleite in Dingolfing zufügten, nicht. „Ja, das erste Drittel war ganz schlecht von uns“, redete Trainer Petr Sikora Klartext. Ebenso fiel aber die Zufriedenheit über das anschließende Aufbäumen aus. „Danach haben die Jungs ihre Beine wieder gefunden und wir haben langsam wieder unser Spiel gespielt“, freute sich der Tscheche vor allem darüber, dass seine Mannschaft „Bewegung und ihren Torhunger“ wieder an den Tag legten. Jakub Sramek mit einem Doppelpack (35./39.) sowie Dominik Tobola und Michael Stach innerhalb von 47 Sekunden in der Schlussminute des zweiten Abschnitts, drehten den Spies erstmals in die aus Haßfurter Sicht richtige Richtung. Und nachdem erneut Tobola (42.) sowie Jan Trübenekr (50.) in einer fünfminütigen Überzahlsituation auf 3:7 erhöht hatten, schien der dritte Auswärtssieg in Folge eingetütet. Zwar gaben sich die Niederbayern noch nicht geschlagen. Ihr letzter Treffer zum 6:7-Endstand fiel allerdings exakt eine Sekunde vor der Schlusssirene und bot ihnen dann keine weiteren Gelegenheiten mehr, um sich zumindest noch in die Verlängerung zu retten. „Wichtig war, dass die Jungs nach dem ersten Drittel nicht aufgehört haben, an den Sieg zu glauben“, betonte Sikora.
24 Punkte nach neun Partien, Platz 2, ein Torverhältnis von 89:21: Das Spitzenspiel bei Spitzenreiter Wanderers Germering am kommenden Sonntag kann nach der „Pflichthausaufgabe“ gegen den ERSC Ottobrunn (Freitag, 19.30 Uhr) kommen.
Gameday Vilshofen

Warum die Haßfurter Hawks an Jan Trübenekr derzeit so viel Freude haben

31 Scorerpunkte nach sieben Partien. Mit 18 erzielten Treffern hat er sogar einen mehr auf seinem persönlichen Konto als Sturmpartner und Freund Jakub Sramek. Und ebenso wie sein tschechischer Landsmann kassierte Jan Trübenekr bislang noch keine einzige Strafminute. Der 28-Jährige befindet sich derzeit einfach in einer ganz tollen Form und ist maßgeblich an den Erfolgen der Haßfurter Hawks (3. Platz/18 Zähler) mit drei Kantersiegen in den letzten vier Partien beteiligt.

Alleine am letzten Doppel-Wochenende bei den Partien in Moosburg und gegen Waldkirchen gelangen Trübenekr jeweils sieben Scorerpunkte. "Ich habe einfach sehr, sehr gute Mitspieler. Das macht es dann recht einfach", gibt sich der eher schüchterne Angreifer in einem seiner seltenen Gespräche bescheiden. Er ist halt ein Teamplayer, dem es nicht so wichtig ist, wer die Tore erzielt oder die Vorlagen dazu gibt.

Wichtig ist ihm vielmehr, dass die Mannschaft am Ende der Partie das Eis als Sieger verlässt. Deshalb hofft der in der tschechischen Kleinstadt Litvinov geborene Trübenekr am vierten Doppel-Spieltags-Wochenende auf den vierten Doppelerfolg. In den ersten beiden Rückspielen der Saison, am Freitagabend im offenen Eisstadion bei Schlusslicht ESC Vilshofen (10./3, 20:15 Uhr) sowie gegen den EV Moosburg (8./6) am Sonntagabend sollen weitere Siege eingefahren werden, um sich in den "Top 4" zu etablieren und den Einzug in die Aufstiegsrunde möglichst schnell perfekt zu machen.

Dass ihn und seinen Teamkollegen zwei andere Partien erwarten, als in den ersten beiden Begegnungen, ist dem Stürmer bewusst: "Wir sollten einfach von Spiel zu Spiel schauen und immer das Beste geben", lässt er sich deshalb nicht zu irgendwelchen Prognosen bewegen. Tatsache ist, dass sich die Hawks bei ihren Partien in Vilshofen, die ihre ersten geplanten Saisonheimspiele gegen Waldkirchen und Ottobrunn am vergangenen Wochenende aufgrund verschobener Eisaufbereitung seitens der Stadt absagen mussten, meist schwerer taten, als man es zuvor erwarten konnte. Sie gingen seit 2016 nach vier von fünf Begegnungen als Verlierer vom Eis. Ebenso ist der starke Auftritt bei schwachen Moosburgern vor einer Woche keine Garantie für eine Wiederholung im Rückspiel.

Jan Trübenekr, dem seit seiner Premiere im Hawks-Trikot im Laufe der Saison 2017/2018 in mittlerweile 141 Spielen beachtliche 359 Scorerpunkte gelangen (189 Tore, 170 Beihilfen), hofft natürlich, an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen zu können. "Wenn ich mit weiteren Toren dazu beitragen kann, weitere Siege und somit weitere Punkte zu holen, wäre das natürlich schön. Aber wichtiger ist, dass wir alle gewinnen", hebt der 28-Jährige nochmals den Mannschaftsgedanken ganz nach oben.

Eines ist ihm dann noch wichtig, zu erwähnen: "Ich habe es von Anfang an geliebt, in Haßfurt zu spielen. Eine schöne Stadt, gute Fans", sagt der sympathische Tscheche, an dem die Zuschauer ebenso wie an seinen Teamkollegen im Haßfurter Eisstadion derzeit große Freude haben.

Spielbericht Moosburg/Waldkirchen

Die Haßfurter Hawks schießen ihre Gegner förmlich vom Eis

07.11.22

Was für ein weiteres Wochenende für die Haßfurter Hawks, die aktuell von Niederlagen weit entfernt sind. Im Gegenteil: Sie fuhren gleich zwei weitere zweistellige Erfolge ein. Während Moosburg bereits am Freitagabend mit 13:3 aus der eigenen Halle gewirbelt wurde, erging es am zwei Tage später den hochgehandelten Krokodiles aus Waldkirchen nicht besser. Sie mussten nach einer 15:2-Klatsche die Heimreiseantreten. Den Kantersieg  im oberbayerischen Landkreis Freising sollte man aber "nicht überbewerten", so die Einschätzung von Abteilungsleiter Andreas Kurz. "Meiner Meinung nach war der Gegner schon ein wenig überfordert."

Nachdem mit Topscorer Jeremy Laframboise einer der beiden erst zu Saisonbeginn verpflichteten Kanadier den Verein bereits wieder verlassen hat, lief wahrlich nicht viel zusammen. Auch deshalb konnten die Hawks bis Ende des zweiten Abschnittes auf 8:1 davonziehen. Und die beiden weiteren Gegentreffer waren nichts weiter als Ergebniskosmetik.

Während Jakub Sramek erneut je drei Tore und drei Assists gelangen, konnte Jan Trübenekr EVM-Torwart Thomas Mende gleich sechs Mal überwinden. Wobei: Für die ESC-Führung in der 9. Spielminute sorgte Eigengewächs Dominik Finzel, denn der in den Spielberichtsbogen eingetragene Jakub Sramek stand zu diesem Zeitpunkt gar nicht auf dem Eis. Auch Tomas Pribyl (2), Lucas-Andreas Thebus und Dominik Tobola waren noch aktiv am Kantersieg beteiligt. "Ja, wir waren natürlich gut drauf. Es war aber phasenweise ein ziemliches Gestocher", freute sich Kurz am Ende über den deutlichen Sieg.

Der vierte Heimauftritt am Sonntag barg Disziplin, Willen, das notwendige Glück und ganz viel Können. Die mit lediglich zwölf Feldspielern angereisten Waldkirchener hatten über die gesamten 60 Spielminuten gesehen jedenfalls nur gelegentlich Möglichkeiten, die aber Torwart Nicolas Hetzel zunichte machte. Oder der Pfosten. Bis auf zwei "Schönheitsfehler" ließen er und seine Vorderleute jedenfalls nichts zu. Und weil auf der anderen Seite die "Torfabrik" erneut auf Hochtouren lief, fielen die Treffer fast wie reife Früchte. Jakub Sramek (2) Lucas-Andreas Thebus, Tomas Pribyl (2), Dominik Tobola, Lukas Kratschmer (3), Michael Stach, Daniel Hora sowie vor allem wieder Jan Trübenekr (4) ließen den ESV-Schlussleuten kaum Luft zum Atmen. Das von den Fans gesungene "Hier im Frankenland, spielen wir euch an die Wand" war am Sonntagabend genau das richtige Lied am richtigen Ort. "15 Tore geschossen, nur zwei Tore bekommen. Da brauche ich nicht viel reden. Die Jungs haben heute Spaß gehabt", sagte Trainer Petr Sikora.

Alexander Stahl hat sich indes im Training einen Bruch des Handgelenks zugezogen. Der 25-Jährige wird wohl mindestens vier Wochen ausfallen.

Gamday Moosburg/Waldkirche

Seit frühester Kindheit beim ESC Haßfurt: Noah Endres spielt sich bei den Hawks fest

04.11.22

Voll im Soll liegen die Haßfurter Hawks (3./12) nach bislang sechs absolvierten Partien in der Gruppe A der Landesliga. Damit dies auch so bleibt, sollen in den beiden Partien am Wochenende erneut so viele Punkte wie möglich eingefahren werden. Doch sowohl am Freitagabend beim EV Moosburg (8./3) wie auch im Heimspiel gegen den aktuell punktgleichen Tabellennachbarn ESV Waldkirchen (4./12) zwei Tage später prophezeit auch Noah Endres "sehr schwere Aufgaben".

Der 19-Jährige, der sich bereits im letzten Jahr insgesamt 19 Mal das Hawks-Trikot der "Ersten" überstreifen durfte, erwartet zwei "starke Gegner". Und er lässt sich auch nicht vom bislang dürftigen Abschneiden gerade der grün-gelben Moosburger blenden, die sich seiner Meinung nach "zur Zeit unter Wert" präsentieren.

Ganz anders dagegen die Situation im Bayerischen Wald, denn die Crocodiles aus Waldkirchen haben einen ebenso erfolgreichen Start hingelegt wie die Hawks. Bis auf die Niederlage in Selb (3:7) gab es Siege gegen Ottobrunn (10:2), Fürstenfeldbruck (9:7), Vilshofen (9:3) sowie zuletzt in Bayreuth (4:3).

Für Endres, der mit fünf Jahren erstmals auf Eishockeyschlittschuhen stand und in der Kreisstadt alle Nachwuchsmannschaften durchlief, stehen dennoch zwei Siege auf der Wunschliste: "Ich hoffe natürlich auf ein weiteres Sechs-Punkte-Wochenende" sagt er und bittet wie zuletzt auswärts sowie im heimischen Stadion Am Großen Anger auf die "lautstarke Unterstützung" der Fans.

Aufgrund von Gesprächen mit seinen Mannschaftskameraden und Trainer Petr Sikora sowie über das Internet sieht sich der Humprechtshäuser, der beim Kantersieg in Ottobrunn zur Freude des stolzen Papas Holger seinen ersten Treffer für die Hawks erzielte, gerüstet. Vor Rundenbeginn hatte der junge Angreifer darauf gehofft, fest dem Kader der Ersten Mannschaft anzugehören. Die Chancen dafür standen gut. Er hatte zu diesem Zeitpunkt immerhin schon einige Erfahrungen gesammelt, denn durch coronabedingte personelle Ausfälle in der Saison 2021/2022 rutschte Noah Endres in die Mannschaft und war vor allem in der letztjährigen Aufstiegsrunde fester Bestandteil des Teams.

Und es kam noch besser: "Durch das viele Training in der Jugend und in der Ersten Mannschaft habe ich gemerkt, dass ich gute Chancen habe. Denn mein großes Ziel war es schon immer in der Ersten zu spielen", freut sich der 19-jährige, dass sich sein Fleiß wohl auszahlt. Dass er weiter fest an sich arbeiten muss, ist ihm bewusst. Die Unterschiede von der Jugend und der 1b-Mannschaft in der Bezirksliga, in der er ebenso noch stürmt, seien freilich zu spüren. "Im Vergleich zum Jugendtraining ist die hohe Geschwindigkeit beim Laufen, Passen und die schnelle Umsetzung im Kopf ein wesentlicher Unterschied", betont er. Außerdem bei den Partien die Atmosphäre und die starken Gegner in der Landesliga.

"Im Prinzip aber einfach alles, da ich durch diese Spiele viel dazulerne, viel Input von meinen erfahrenen Mannschaftskollegen sowie dem Trainer bekomme und es mir einfach sehr viel Spaß macht."

Spielbericht FFB

Der ESC Haßfurt feiert in der Eishockey-Landesliga den nächsten Kantersieg

03.11.22

 

Die Hawks des ESC Haßfurt sind in der Eishockey-Landesliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt, denn nach dem Ausrutscher in Dingolfing fuhren die Kreisstädter am Wochenende nun zwei weitere "Dreier" ein. Zwei Tage nach dem 15:3-Kantersieg beim ERSC Ottobrunn bezwangen sie am Sonntagabend auch den EV Fürstenfeldbruck vor heimischer Kulisse mit 8:3. Für Trainer Petr Sikora war's sowohl ein gelungener Abend als auch ein gelungenes Wochenende: "Man will immer gewinnen, das ist uns zwei Mal gelungen. Von daher ist alles in Ordnung."Dass seine Mannschaft die Oberhand in einer weiteren Nebel-Partie behalten würde, erwarteten vor dem Beginn nahezu alle im Haßfurter Eisstadion. Trotzdem war das Ganze kein Selbstläufer.

 

Freilich gelang Verteidiger Alexander Stahl bereits nach 44 Sekunden die 1:0-Führung und somit ein Blitzstart. Doch auch nachdem der wieder glänzend aufgelegte Jakub Sramek sowie sein Sturmpartner Jan Trübenekr, die derweil für alle weiteren sieben Tore sorgten und zusammen bereits 40 Scorerpunkte markiert haben, mit ihren Treffern zum 2:0 (4.) und 3:0 (10.) nicht nur für eine klare Tendenz sorgten, sondern Fürstenfeldbrucks Trainer Roman Mucha zu einer Auszeit veranlassten, war die Gegenwehr längst nicht gebrochen.Mehr als das 3:1 (Torschütze war der Tscheche Michal Telesz, 17.) gelang den Gästen jedoch vorerst nicht. "Wenn die in ihrem eigenen Stadion spielen und mehr als nur einmal in der Woche trainieren können, dann können die sicher auch noch gegen einige Favoriten überraschen", war Sikora dennoch von der Leistung der Oberbayern, die sich weiterhin gute Chancen erarbeiteten, nach einem Gespräch mit Mucha, durchaus angetan. "Wir haben im Laufe des ersten Drittels aber auch ein bisschen nachgelassen. Es ist dann manchmal schwer, wieder ins Spiel zu finden", fügte er hinzu.Tatsache ist aber auch, dass die Fürstenfeldbrucker, die selbst noch kein Eis zur Verfügung haben und somit alle fünf bisherigen Partien auswärts bestreiten mussten, gerade bei numerischer Überlegenheit überfordert waren.

 

Trübenekr (18., 30.) sowie Sramek (31.) gaben bei einer vierminütigen Unterzahlsituation EVF-Schlussmann Valentin Mohr, sehr zur Freude der begeisterten Hawks-Anhänger, jedenfalls gleich drei Mal das Nachsehen und schraubten somit das Ergebnis auf 6:1 in die Höhe. Dass Julian Behmer mit seinem Treffer zum 6:2 (34.) erneut verkürzte, war eigentlich nur ein weiterer Schönheitsfehler. Ebenso wie der Umstand, dass Benedikt Pfeil ESC-Goalie Nicolas Hetzel zum 8:3-Endstand überwand (56.). 23 Tore selbst erzielt, nur vier Gegentreffer kassiert, sechs Punkte geholt: Sikora war mit den Ergebnissen am Wochenende natürlich sehr zufrieden. Noch mehr allerdings mit dem Start in die Saison insgesamt – mit vier Siegen aus fünf Begegnungen.

Spielbericht Ottobrunn

Ein Kantersieg mit sehr hohem Spaßfaktor für die Haßfurter Hawks

Der ESC Haßfurt feiert bei Aufsteiger ERSC Ottobrunn einen deutlichen 15:3-Auswärtssieg.

Stressige Anfahrt, viel Spaß beim Spiel, entspannte und vor allem bestens gelaunte Heimfahrt. So lässt sich der Freitagabend der Haßfurter Hawks wohl am besten umschreiben. Der Auswärtsauftritt beim ERSC Ottobrunn lässt angesichts des Ergebnisses von 15:3 jedenfalls keinerlei Spielraum für Fragen. Für Abteilungsleiter Andreas Kurz war die Partie "schon so, wie wir es erwartet haben, vielleicht sogar ein bisschen zu einfach."

Denn begonnen hat der fast frühlingshaft anmutende Abend für die Unterfranken mit einer Verspätung bei der Anreise in den Süden Münchens aufgrund einiger Staus. Selbstverständlich war es deswegen nicht, dass Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen nach nur wenig Vorbereitungszeit im offenen Stadion von Ottobrunn von Beginn an hellwach waren.

Sehr zur Freude der ca. 30 mitgereisten ESC-Fans unter den 127 Zuschauern, sorgte Jan Trübenekr bereits in der 5. Spielminute erstmals einen Grund zum Jubeln. Dass der Tscheche mit seinem frühen 0:1 eine regelrechte Torflut gegen den Landesliga-Aufsteiger eröffnete, daran dachten zu diesem Zeitpunkt nur die Wenigsten. Es ging danach in einem sehr fairen Spiel mit lediglich vier beziehungsweise zwei Strafminuten Schlag auf Schlag. Alexander Stahl, erneut Jan Trübenekr mit einem Doppelpack sowie Lukas Kratschmer und schließlich Jakub Sramek trugen sich bis zum Ende des ersten Abschnittes in die Torschützenliste der Hawks ein, die dadurch schon uneinholbar davon gezogen waren.

Während die Ottobrunner Puckjäger dem diesmal im ESC-Gehäuse stehenden Luca Feitl im zweiten Drittel nur einmal und während der letzten 20 Minuten zwei Mal überwinden konnten, musste ihr für Severin Dürr eingewechselter Schlussmann Severin Cesak weitere vier beziehungsweise fünf Mal die Scheibe aus seinem Netz holen. Der erste zweistellige Erfolg der Hawks war perfekt. "Das war hochverdient", zeigte sich Trainer Petr Sikora natürlich zufrieden mit dem zweiten Auswärtsspiel der Saison. "Wir haben vorher nicht gewusst, wie stark der Gegner ist. Gut, dass wir von Anfang an konzentriert waren und es nach dem ersten Drittel eigentlich klar war, dass wir die drei Punkte mit nach Hause bringen."

Ottobrunn erspielte sich nach dem 6:1-Anschluss noch einige Möglichkeiten, um weitere Treffer zu erzielen. "Aber danach sind wir dann wieder zurück ins Spiel gekommen und der Spaß war den Jungs förmlich anzumerken", meinte der 52-jährige ESC-Coach. "Sie haben nicht aufgehört. Das war positiv, dass sie weiter bis zum Ende Gas gegeben haben." "Es hat den Jungs wirklich Spaß gemacht, da zu spielen", bestätigte Andreas Kurz. "Manchmal ist es halt so, wenn es von Anfang an gut läuft und du auch das notwendige Glück hast."

Die Statistik des Spiels

Eishockey: Landesliga Gruppe A

ERSC Ottobrunn – ESC Haßfurt 3:15 (0:6, 1:4, 2:5)

Haßfurt: Feitl, Hetzel – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Britsch, Pribyl, Finzel, Marx – Sramek, Endres, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Schmauser, Kratschmer. Tore: 0:1 (5.) Trübenekr (Hora) 4-5, 0:2 (6.) Stahl (Sramek) 4-5, 0:3 (7.) Trübenekr (Stahl, Hora), 0:4 (9.) Trübenekr (Sramek), 0:5 (13.) Kratschmer (Tobola, Dietrich), 0:6 (14.) Sramek (Trübenekr), 1:6 (22.) Hulm (Zirngibl, Magg), 1:7 (27.) Pribyl (Büchner), 1:8 (28.) Sramek (Trübenekr), 1:9 (34.) Endres (Büchner), 1:10 (35.) Sramek, 2:10 (44.) Zirngibl (Hornak), 2:11 (48.) Sramek (Trübenekr), 3:11 (53.) Hulm (Hornak, Zirngibl), 3:12 (55.) Kratschmer, 3:13 (56.) Pribyl (Tobola), 3:14 (58.) Hora (Trübenekr), 3:15 (60.) Kratschmer (Dietrich). Schiedsrichter: van der Haydn (Gebidol). Strafminuten: 4/2. Zuschauende: 127 (35 aus Haßfurt).

Gameay Ottobrunn

ERSC Ottobrunn – ESC Haßfurt ESC (Freitag, 20:15 Uhr)

ESC Haßfurt – EV Fürstenfeldbruck (Sonntag, 18:30 Uhr)

27.10.22

Martin Reichert, der ehemalige und langjährige Teamchef der Haßfurter Hawks, kannte Lucas Büchner bereits, als er noch beim EHC 80 Nürnberg als Nachwuchstrainer aktiv war. „Bei uns hat er den Raum und die Zeit sich weiterzuentwickeln. Wir trauen ihm auf jeden Fall einiges zu, da er sehr flexibel spielt“, lobte er den 22-Jährigen im Vorjahr, nachdem er vom Ligakonkurrenten EV Pegnitz an den Main gekommen war.

Für Büchner persönlich hat sich der Wechsel gelohnt. „Ich habe sehr viel Freude mit den Jungs am Eis zu stehen und ich bin froh, ein Teil dieses Teams zu sein“, betont er und lobt gleich anschließend die Haßfurter Anhänger. „Auch die Unterstützung der Fans bei den Spielen ist unglaublich.“ Deshalb stand für ihn schon kurz nach dem Ende der letzten Saison fest, weiterhin das Hawks-Trikot mit der Nummer 43 zu tragen. In erster Linie möchte er sich weiterentwickeln. „Dabei möchte ich schon den ein oder anderen Scorerpunkt machen“, lacht Lucas Büchner, der dahingehend selbst „noch viel Luft nach oben“ sieht. Bislang gelangen dem gebürtigen Nürnberger in 38 Einsätzen für Haßfurt immerhin sieben Scorerpunkte (drei Tore). Idealerweise soll sich das bereits am Wochenende ändern, wenn die Partien beim derzeitigen Tabellen-5. ERSC Ottobrunn (Freitag, 20:15 Uhr) sowie gegen den Tabellen-8. EV Fürstenfeldbruck (Sonntag, 18:30 Uhr) auf dem Spielplan stehen. Außer den bisherigen Ergebnissen der beiden Gegner aus dem Raum München weiß Lucas Büchner jedoch wenig. „Wir sollten aber keinen von Beiden unterschätzen. Es werden zwei harte Spiele“, richtet er sich wieder auf harte Arbeit auf dem Eis ein. Um nach dem gelungenen Auftakt mit den Heimsiegen gegen Selb und Vilshofen sowie der weniger gelungenen Fortsetzung mit der Niederlage in Dingolfing nun nicht den Anschluss an die Spitze zu verlieren, müsse man „eigentlich sechs Punkte“ einfahren.

Tatsache ist, dass bereits die Aufgabe bei Aufsteiger Ottobrunn kein Zuckerschlecken wird. Selbstvertrauen und die Überzeugung bei Lucas Büchner sind jedenfalls vorhanden, das gesteckte Ziel zu erreichen. „Wir halten als Mannschaft zusammen, zeigen Teamgeist und unterstützen uns gegenseitig. Egal ob mal jemand einen schlechten Tag hat“, zeigt er sich „sehr optimistisch“, nach dem zweiten Doppel-Spielwochenende der Hawks in dieser Saison die bisherige Punktezahl auf der Guthabenseite verdoppelt zu haben.

SB Dinolfing

Da war deutlich mehr drin für die Haßfurter Hawks

24.10.22

Bei einer 3:7-Niederlage dürfte es eigentlich keine Diskussion geben. Doch so deutlich, wie es das Ergebnis aussagt, war es dann wohl doch nicht. Die Haßfurter Hawks boten den Dingolfinger Isar Rats am Sonntagabend in deren Marco-Sturm-Arena lange einen Kampf auf Augenhöhe. "Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen und auch nicht gerechtfertigt", zog Christian Dietrich ein ernüchterndes Fazit. "Dingolfing war keine Übermacht."

Auf der anderen Seite räumte der Kapitän der Haßfurter ebenso wie Trainer Petr Sikora als auch Abteilungsleiter Andreas Kurz ein, auch selbst zu der ersten Pflichtspielniederlage beigetragen zu haben: "Leider haben auch individuelle Fehler zu unseren Gegentreffern geführt. Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben", brachte es der 31-Jährige auf den Punkt.

Die Hausherren hatten in der über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung im ersten Abschnitt die Oberhand, während die Haßfurter am Ende als 3:2-Drittel-Sieger vom Eis gingen. Nachdem Toptorjäger Jakub Sramek zwei Mal für eine Führung sorgte (6./19.), konnte Dingolfing durch Waldemar Detterer (11.) und Alexander Janzen (20.) jeweils ausgleichen. Exakt 30 Sekunden nach dem 2:2 aber brachte Christian Dietrich mit seinem ersten Saisontor die Hawks doch noch einmal nach vorne (60.).

"Da war eigentlich Dingolfing besser, aber wir lagen in Führung. Im zweiten Drittel war es dann umgekehrt", ärgerte sich Petr Sikora zum einen über die anschließend verpassten Möglichkeiten seiner Mannschaft, die des Öfteren sowohl an EV-Schlussmann Dennis Jedrus, als auch an Pfosten und Latte scheiterte. Andererseits darüber, dass die Isar Rats zwei mal ESC-Torwart Nicolas Hetzel überwanden (36./39.). "Wir hatten wirklich drei, vier riesige Chancen, von denen man mindestens zwei verwandeln sollte."

Und in den letzten 20 Minuten versäumten es die Hawks, den durchaus möglichen Ausgleich zu markieren. "Da hatten wir weitere glasklare Gelegenheiten zum 4:4", bedauert Andreas Kurz. Stattdessen gerieten sie noch höher in Rückstand. "Wir hatten natürlich zu diesem Zeitpunkt auch etwas auf Risiko gespielt. Spätestens mit dem 6:3 war das Spiel ehrlich gesagt erledigt", sagte Sikora, der den siebten Gegentreffer zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene deshalb nicht mehr überbewerten wollte.

"Naja. Etwas unglücklich, aber am Ende wahrscheinlich verdient", lautete sein Fazit nach der Niederlage. "Mit der Leistung kann man meiner Meinung nach einverstanden sein. Wie gesagt: 7:3 klingt eigentlich deutlich, so war es aber nicht. Es war ein sehr gutes Landesligaspiel, wir haben uns sehr gut verkauft", fügte Andreas Kurz hinzu, während Christian Dietrich den Ausgang als "nicht gerechtfertigt" bezeichnete. "Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen."

Am kommenden Wochenende soll es beim ERSC Ottobrunn (Freitagabend) sowie im Heimspiel gegen Fürstenfeldbruck wieder positive Ergebnisse geben.

Die Statistik des Spiels

Eishockey: Landesliga, Männer

EV Dingolfing – ESC Haßfurt 7:3 (2:3, 2:0, 3:0)

Haßfurt: Feitl, Hetzel – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Britsch, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Kratschmer.

Tore: 0:1 (6.) Sramek, 1:1 (11.) Detterer (Schwarz), 1:2 (19.) Sramek (Hora), 2:2 (20.) Janzen (Detterer, Schander), 2:3 (20.) Dietrich (Tobola, Sramek), 3:3 (36.) Schindlbeck (Hofbauer), 4:3 (39.) Sedlar (Hofbauer), 5:3 (48.) Detterer (Schander), 6:3 (52.) Theberge (Schindlbeck), 7:3 (58.) Janzen (Detterer, Ohr). Schiedsrichter: Huber (Gawlik, Aschenbrenner). Zuschauende: 413, Strafminuten: 4/12.

GD Dingofing

Das erste Auswärtsspiel der Haßfurter Hawks in Dingolfing hat es gleich in sich

22.10.22

Auf die Frage, wie er den EV Dingolfing in dieser Saison einschätzt, antwortet Alexander Stahl kurz und knapp: "Sehr stark, stärker als letzte Saison." Bei einem genaueren Blick auf die Tabelle nach den ersten Partien scheint der Verteidiger der Haßfurter Hawks Recht zu haben, denn es zeigt sich eine klare Tendenz: Die Isar Rats werden wohl auch in diesem Jahr wieder ein gehöriges Wörtchen um den Einzug in die Playoffs sowie den Aufstieg in die Bayernliga mitreden.

Bislang drei Partien, allesamt in der heimischen Marco-Sturm-Arena, hat die Truppe Neu-Coach Bernie Engelbrecht (zuvor EV Moosburg) bestritten. Gegen den aktuellen Spitzenreiter Germering, gegen Selb und Fürstenfeldbruck gab es Siege. Kein Wunder, denn der ohnehin bestens besetzte Kader der vergangenen Jahre hat nochmals kräftig Verstärkung bekommen.

Während Stahl aus den zahlreichen Duellen der Vorjahre weiß, was auf ihn und seine Teamkollegen im vermeintlichen Spitzenspiel zwischen dem Zweiten und dem Dritten der Landesliga-Gruppe 1 am Sonntagabend um 18 Uhr zukommt, ist der EV Dingolfing für Trainer Petr Sikora völliges Neuland: "Ich bin gespannt. Ich kenne den Gegner nicht. Wir werden unser Spiel spielen, dann schaun wir mal", so der Tscheche relativ entspannt.

Eigengewächs Alexander Stahl, der seit seiner Premiere 2013 bislang 225 mal das ESC-Trikot der Ersten getragen hat (58 Scorerpunkte), rechnet mit einer offenen und ausgeglichenen Partie "Es wird sehr eng und sehr spannend, da Dingolfing eine gute Mannschaft hat", wiederholt er seinen großen Respekt vor den Niederbayern. Gleichzeitig hofft er auf ähnlich engagierte Auftritte wie in der Aufstiegsrunde der vergangenen Saison, als die Hawks sowohl in Dingolfing (5:4 nach Penaltyschießen) als auch vor heimischen Fans (4:0) die Oberhand behielten. Aus der Vorrunde bleibt derweil der überraschend deutliche 8:3-Erfolg in bester Erinnerung, während die 2:8-Klatsche im ersten Auswärtsspiel doch sehr schmerzte.

Mit dem diesjährigen Auftakt gegen Selb und Vilshofen  ist der 25-Jährige derweil bedingt einverstanden. "Sehr gut, dass die Punkte bei uns geblieben sind", lautet sein kurzer positiver Rückblick auf die "zwei Arbeitssiege". Andererseits gebe es "noch spielerisch Luft nach oben." Zwar laufe es gerade was den Aufbau oder das Unterzahlspiel betrifft seiner Einschätzung nach "schon recht gut." Verbessern müsse sich trotz der erzielten 14 Treffer weiter die Verwertung der Torchancen. Er ist aber guten Mutes, dass dies in den nächsten Wochen und Monaten weiter gelingt.

Und das auch dank Trainer Petr Sikora. "Sehr ruhig, sehr diszipliniert und ein netter Mensch, der weiß, was er tut", lobt Stahl, der nach einem erlittenen Bandencheck in der Partie mit Vilshofen vorzeitig das Eis verlassen musste. Er ist optimistisch, rechtzeitig wieder einsatzbereit zu sein. "Der Rücken schmerzt noch, aber ich bin guter Dinge, dass ich am Sonntag dabei bin".

Spielbericht Selb/Vilshofen

Die Haßfurter Hawks behalten trotz Nebel gegen Selb und Vilshofen den Durchblick

17.10.22

ESC Haßfurt – VER Selb 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)

ESC Haßfurt – ESC Vilshofen 9:4 (3:0, 4:1, 2:3)

Zwei Partien, zwei Siege, Auftakt vollauf gelungen. Verständlich, dass sich die Haßfurt Hawks nach der Schlusssirene am Sonntagabend von den Fans feiern ließen, weil sie sich gleich zwei Mal von "Wölfen" nicht den Schneid abkaufen ließen. Sowohl von denen des VER Selb 1b, die zwei Tage zuvor mit 5:1 die Heimreise wieder antreten durften, als auch des ESC Vilshofen, die mit 9:4 bezwungen wurden. "Mit den sechs Punkten bin ich natürlich hochzufrieden", sagte Petr Sikora nach seinem ersten Pflichtspielwochenende in der Pressekonferenz.

Und das kann der neue Trainer auch sein, denn in beiden Partien hatte seine Mannschaft neben den Gegnern noch mit einem weiteren "Hindernis" zu kämpfen: Teils dichter Nebel im Stadion Am Großen Anger machte es wahrlich nicht einfach. "Natürlich ist das sehr schwer", ärgerte sich Sikora über die widrigen Sichtverhältnisse, bei denen selbst die berühmte "Nebelrunde" der Spieler nur kurzzeitig Linderung brachte. "Aber da müssen wir durch. Die Bedingungen sind für beide Seiten gleich."

Hawks-Goalie Nicolas Hetzel behält den Durchblick

Einen ganz schweren Stand hatten die Torhüter. Nicolas Hetzel behielt aber jeweils meist den Durchblick, wenngleich auch die Nummer 49 im Gehäuse der Hawks mit den Sichtverhältnissen etwas haderte: "Der Nebel war natürlich sehr bescheiden, dass muss man ganz klar sagen. Das macht das Ganze noch einmal viel anstrengender", so der 23-jährige Schlussmann, der einräumte, dass bei solchen Spielen auch das Glück kräftig mitmischt. "Man sieht ja die Scheibe erst ganz spät."

Bei einem Schuss der Selber im ersten Heimauftritt ging sie beispielsweise an den Pfosten, was Hetzel ebenso wie seine Vorderleute sowie vor allem die "Zuschauenden" auf den Rängen nur anhand des Geräusches wahrnehmen konnten. Umso mehr galt ihm nach den Schlusssirenen der Dank, denn trotz der fast permanenten "Nebelwand" glänzte er doch mit sekundenschnellen Reaktionen.

Nachlässigkeiten im Schlussdrittel gegen Vilshofen

Nur ein einziges Mal hatte er gegen Selb das Nachsehen, als Gästeangreifer Tomas Bilek zu Beginn des zweiten Abschnittes den zwischenzeitlichen 2:1-Anschluss markierte (25.). Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren durch Treffer von Jakub Sramek sowie Dominik Tobola aber bereits mit 2:0 in Führung (5./10.). Und weil Daniel Hora mit einem Doppelpack bis zum Drittelende auf 4:1 erhöhte (33./40.), stand den ersten drei Punkten im ersten Spiel bereits nach 40 Minuten nichts mehr im Weg. Jan Trübenekr war bei seiner Rückkehr ins ESC-Dress schließlich zum 5:1-Endstand erfolgreich (45.).

Und auch gegen Vilshofen ließen die Hawks von Beginn an nichts anbrennen und erzielten in regelmäßigen Abständen ihre Tore. Eine 3:0-Führung im ersten Abschnitt wurde mit einem weiteren 4:1 im Mitteldrittel deutlich ausgebaut. Nachdem sie gar mit 9:1 vorne lagen, hatte Nicolas Hetzel aber noch drei Mal das Nachsehen.

"Es ist schon anstrengend, man kann aber spielen", wäre Haßfurts Schlussmann derweil gegen Spielverlegungen oder Abbrüche gewesen. "Da muss man jetzt durch. In ein paar Wochen sind die Verhältnisse dann hoffentlich wieder gut." Außerdem behielten die Hawks schließlich die Oberhand, weshalb der Bergrheinfelder "megazufrieden" war. "Wir haben meist superdefensiv gestanden, wenig Chancen für den Gegner zugelassen und vorne eiskalt Chancen verwertet. Da kann man nicht meckern."

Sein Trainer war dagegen nicht ganz zufrieden: "Ich habe ein paar Sachen gesehen, die wir unbedingt verbessern müssen und die ich ansprechen möchte." Dazu gehört aber sicher nicht die Trefferausbeute, denn mit fünf sowie neun erzielten Toren stellten Topscorer Jakub Sramek und Co. ihre Qualität wieder einmal unter Beweis. Sikora störte schon mehr die nachlassende Konzentration im Vilshofen-Spiel. Nachdem die Hausherren bereits mit 9:1 in Führung lagen, erzielten die Gäste relativ leicht noch drei weitere Treffer.

Die Statistik des Spiele

Eishockey, Landesliga, Männer

ESC Haßfurt – VER Selb 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)

Haßfurt: Feitl, Hetzel – Hora, Müller, Stahl, Britsch, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Endres, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Schmauser, Kratschmer.

Tore: 1:0 (5.) Sramek (Trübenekr), 2:0 (10.) Tobola (Pribyl), 2:1 (25.) Bilek (Wenisch, Schneider), 3:1 (33.) Hora (Sramek) 4-5, 4:1 (40.) Hora (Sramek), 5:1 (45.) Trübenekr (Sramek, Stahl). Schiedsrichter: M. Reitz, Postek. Zuschauende: 682. Strafminuten: 12/16.

ESC Haßfurt – ESC Vilshofen 9:4 (3:0, 4:1, 2:3)

Haßfurt: Feitl, Hetzel – Hora, Müller, Stahl, Britsch, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Düsel, Kratschmer.

Tore: 1:0 (3.) Sramek (Hora, Trübenekr), 2:0 (9.) Stach (Sramek, Trübenekr), 3:0 (9.) Kratschmer (Tobola), 4:0 (22.) Sramek (Stahl, Hora), 5:0 (22.) Tobola (Kratschmer, Dietrich), 5:1 (27.) Tejko (Geiger, Hackl), 6:1 (31.) Kratschmer (Marx), 7:1 (38.) Büchner (Hertwich), 8:1 (41.) Kratschmer (Tobola), 9:1 (43.) Stahl (Trübenekr, Stach), 9:2 (46.) Stern (Artmann, Grünwald), 9:3 (50.) Matys (Wolfgramm, Müller), 9:4 (52.) Müller (Bugla, Wolfgramm). Schiedsrichter: C. Reitz (M. Reitz, Müller). Zuschauende: 407. Strafminuten: 9/16.

Gameday Selb/Vilshofn

Die Haßfurter Hawks hoffen in der Eishockey-Landesliga erneut auf eine möglichst lange Reise

13.10.22

Am Ende war schlicht und einfach die Luft raus. Die Enttäuschung nach dem Ausscheiden gegen Reichersbeuern im dritten und entscheidenden Play-off-Halbfinale sowie vor allem nach dem dadurch wiederholt verpassten Bayernliga-Aufstieg war natürlich riesig. Knapp sieben Monate später sind die Hawks des ESC Haßfurt nun wieder bereit für die anstehenden Aufgaben in der Eishockey-Landesliga.

Und der erste Teil der Saison 2022/2023, die Vorrunde, soll erneut mit dem Einzug in die Aufstiegsrunde erfolgreich abgeschlossen werden. "Das ist zunächst einmal das Ziel", bekräftigt Frank Terhar, der sich als einer von drei Vorständen unter anderem um die erste Mannschaft kümmert. "Natürlich möchten wir auch unter den schwierigeren Bedingungen der völlig untypischen Vorbereitungsphase an den Erfolg des vergangenen Jahres anknüpfen. Danach wird man sehen, wo die Reise hingeht, da die Ligakonkurrenz stärker einzuschätzen ist", ist der 45-Jährige davon überzeugt, dass die Qualität insgesamt weiter zugenommen hat.

Die Haßfurter wollen die schwache Leistung in der Vorbereitung hinter sich lassen

Tatsächlich verliefen die vergangenen Wochen für die Hawks nicht nur aufgrund der vier Niederlagen in den vier absolvierten Testpartien sehr holprig. Vor allem waren die Bedingungen sehr strapaziös, denn die Trainingseinheiten fanden – nachdem im Stadion am Großen Anger aufgrund der Energieknappheit lange kein Eis zur Verfügung stand – ausschließlich teils weit außerhalb von Haßfurt, entweder in Schweinfurt oder sogar im hessischen Lauterbach, statt. "Das hat leider nicht nur zu erhöhten Kosten für den Verein geführt, sondern zudem zu einem erhöhten Stressfaktor für die Mannschaft", sagt Terhar. Gerade deshalb lobt er den Teamgeist, der "immer gut war und ist. Hier sollte die sportliche Entwicklung im Fokus bleiben."

Trotzdem steht vor den ersten Aufgaben am anstehenden "Doppel-Heimspiel-Wochenende" mit den Partien gegen den bereits zwei Mal aktiven und aktuellen Tabellenvierten VER Selb 1b (drei Punkte) am Freitag (19.30 Uhr) sowie gegen den ESC Vilshofen (Sonntag, 18.30 Uhr) die Frage im Blickpunkt: Ist die Mannschaft um Kapitän Christian Dietrich bereit? Immerhin ist der Optimismus, dass auch die Hawks wieder ein gewaltiges Wörtchen bei der Vergabe der vorderen Plätze mitreden, sehr groß. Dies liege wiederum am neuen Trainer. Der Eindruck von ihm und seinen Vorstandskollegen sei laut Terhar "kurz und knapp: sehr gut. Seine Trainingsmethoden und auch seine Ansprachen sind klar und unmissverständlich. Er verfügt über hervorragende Kompetenzen und passt auch menschlich zu den Hawks", gibt es nach wenigen Wochen der Zusammenarbeit ein großes Lob für Petr Sikora. "Das ist schon nett, so etwas zu hören", freut sich der Tscheche, dem es "sehr viel Spaß" bereitet, mit der Mannschaft zu arbeiten.

Wenngleich er sich gerade seinen Einstand schon anders vorgestellt hätte. "Die waren schon schwer, hart und anstrengend", blickt er auf die letzten Wochen zurück und bestätigt Terhar in seiner Einschätzung. "Aber wir haben das überstanden und die Jungs haben das einfach gut gemacht. Ich habe ihnen gesagt, dass sie stolz auf sich sein können, dass sie so gut mitgemacht haben", bilanziert Sikora.

Der neue Coach blickt freudig auf das Wochenende

Und nicht nur der neue Trainer hofft nun auf einen erfolgreichen Saisonstart. "Positiv wie immer" blickt er dem Wochenende entgegen. Er hofft auf der einen Seite, dass die Hawks gegen Selb sowie Vilshofen "erfolgreich und möglichst viele Punkte" einfahren werden, will die Mannschaft andererseits aber nicht unter Druck setzen. "Wir sollten einfach positiv und konzentriert an die Aufgaben herangehen und nicht zu weit nach vorne schauen. Jeder soll seinen Job machen. Dann schauen wir mal, was herauskommt."

Zumindest die personellen Voraussetzungen sind wieder gut. Neben den zuletzt fehlenden Dominik Tobola und Jan Trübenekr stehen Sikora vermutlich auch die Neuzugänge zur Verfügung. Ob allerdings alle zuletzt angeschlagenen Spieler wieder einsatzbereit sind – oder möglicherweise neue Ausfälle zu beklagen sind, steht erst an den jeweiligen Spieltagen fest.

 

Mit lautstarker sowie vor allem zahlreicher Unterstützung gleich am Freitag sollte es klappen, denn es könnte voll werden auf den Rängen im Eisstadion: Der Vorstand des ESC Haßfurt hat sich dazu entschieden, allen Freunden, Fans, Gönnern und Interessierten gegen Selb freien Eintritt zu gewähren. "Wir wollen unseren Fans in diesen schwierigen Zeiten etwas zurückgeben. Auch wollen wir uns für die Unterstützung in der vergangenen Saison auf diese Weise bedanken", heißt es dort.

Dass es eine "sinnvolle und früchtetragende" Vereinsarbeit nicht ohne Kinder und Jugendliche geben würde, macht Frank Terhar derweil am Ende deutlich. "Die erste Mannschaft ist nur ein kleiner Teil des ESC Haßfurt. Wie jedes Jahr liegt ein ganz großer Schwerpunkt auf Nachwuchsgewinnung und auf der Entwicklung in allen Altersklassen sowie dem Eiskunstlauf."

Saisonstrt

#InfosZumSaisonstart

11.10.22

Am Freitag zum ersten Heimspiel der Saison gegen den VER Selb erhalten ALLE Zuschauer freien Eintritt.

Der Vorstand des ESC Haßfurt hat sich, auf Grund der ungewöhnlichen Vorbereitung ohne Heimspiel, dazu entschieden, allen Freunden, Fans, Gönnern und Interessierten gegen den VER Selb freien Eintritt zu gewähren.

"Wir wollen unseren Fans in diesen schwierigen Zeiten etwas zurück geben. Auch wollen wir uns für die Unterstützung in der Vergangenen Saison auf diese Weise bedanken."

 

Desweiteren werden alle Mitglieder des ESC Hassfurt gebeten ihre Mitgliedsausweise an der Abendkasse abzuholen. Dieser wird benötigt um sich als Mitglied z.b. beim Kauf von seiner Eintrittskarte auszuweisen.

 

Der ESC Hassfurt hat auch seine Getränke- und Speisekarte für diese Saison überarbeitet.

Gerade in dieser Zeit ist es schwierig jedem gerecht zu werden. Bei der Getränkeauswahl sind wir bei der „alten“ Karte geblieben. Leider mussten wir hier die Preise etwas anpassen.

Bei der Speisekarte hat sich jedoch einiges geändert. Dank neu gewonnener Helfer, können wir diese Saison wieder Laugenstangen mit Gerupftenkäste anbieten. Zu den Freitagsheimspielen wird es leckere Leberkäsbrötchen geben. Bei Heimspielen am Sonntag gibt es Bockwürste und Frikadellen. Bei den Nachwuchspielen wird es, wie die letzten Jahre, unsere leckeren Lachsbrötchen und Bockwürste geben.

 

Danke an alle ehrenamtlichen Helfer für die Vorbereitung und den Verkauf.

Denkt bitte beim Kauf daran, dass das alle in ihrer Freizeit und mit viel Herzblut machen.

 

Auf eine schöne und erfolgreiche Saison! 

SpielberichtS

Die Schweinfurter Mighty Dogs entschieden am Freitagabend das dritte "Freundschaftsspiel"-Derby gegen die Haßfurter Hawks in Serie für sich. Knapp zwei Wochen nach dem ersten Aufeinandertreffen im Icedome gingen sie an gleicher Stelle diesmal als 6:3-Sieger vom Eis. Der Haßfurter Coach Petr Sikora hat noch gut anderthalb Wochen Zeit, um gemachte Fehler zu korrigieren.

Haßfurt war im ersten Drittel nur körperlich anwesend

"Da war Schweinfurt viel besser als wir", räumte Sikora die Überlegenheit der Hausherren ein, die, angetrieben von den prächtig gefüllten Rängen, am Ende der ersten 20 Minuten durch Treffer von Marcel Grüner (13.) und Christian Masel (16.) mit 2:0 in Führung lagen.

Mitte des zweiten Abschnitts erhöhte ERV-Neuzugang Joseph Sides in Unterzahl dann auf 3:0, doch die Freude darüber währte nur kurz: Unmittelbar nach dem Treffer ließ sich der letztjährige Topscorer Dylan Hood nämlich zu einem Stockschlag gegen Haßfurts Lukas Kratschmer hinreißen, was ihm eine Spieldauerdisziplinarstrafe einbrachte. "Eine sehr dumme Strafe", befand Schweinfurts Trainer Andreas Kleider.

Jakub Sramek nutzte die fünfminütige Unterzahl der Mighty Dogs gnadenlos aus und schlug binnen vier Minuten gleich drei Mal zu (28./30./31.). Zwei Minuten vor der zweiten Pausensirene aber beendete Dennis Ostertag die mögliche weitere Aufholjagd der Hawks und brachte seine Mannschaft mit 4:3 erneut in Führung (39.). Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich Marcel Grüner, als er zehn Minuten vor dem Ende eine doppelte Überzahlsituation eiskalt mit dem 5:3 abschloss (51.). Dass Leonardo Ewald noch auf 6:3 erhöhte (53.), fiel nicht mehr ins Gewicht.

"Wir haben erst jetzt angefangen, taktische Dinge zu trainieren. Da sind schon noch große Lücken, wo wir uns steigern müssen", schloss derweil Petr Sikora, der insgesamt jedoch "schon einige Verbesserungen" gegenüber der letzten Wochen gesehen hat. Indes wurde das für Sonntag geplante letzte Vorbereitungsspiel der Hawks in Darmstadt abgesagt.

Gameday SW

Mighty Dogs Schweinfurt – ESC Haßfurt (Freitag, 20 Uhr)

ESC Darmstadt – ESC Haßfurt (Sonntag, 18.30 Uhr)

 

Drei Vorbereitungsspiele haben unsere Hawks bereits bestritten. Dreimal zogen wir dabei den Kürzeren. Am anstehenden Wochenende hat wir jetzt noch zwei Mal die Gelegenheit uns Selbstvertrauen zu holen.

 

 „Natürlich habe ich das schon beim ersten Spiel vor zwei Wochen gemerkt, dass die Partie zwischen Schweinfurt und Haßfurt für die Fans beider Seiten weitaus mehr ist, als nur ein Vorbereitungsspiel“, sagt unser Trainer Petr Sikora. Er würde sich „natürlich über einen Erfolg, erst recht nach drei Niederlagen am Stück, sehr freuen.“ Trotzdem gilt sein Augenmerk dem Ligastart mit dem Start gegen Selb 1b. „Da wollen und werden wir topfit sein“. Es gehe nach wie vor darum, „dass sich die Mannschaft weiter einspielt und noch vorhandene Fehler abstellt.“ Und ebenso sieht der Coach auch das letzte Haßfurter Testspiel am Sonntagabend bei den Dukes des ESC Darmstadt (18.30 Uhr), die in der hessischen Landesliga beheimatet sind. „Auch dort will ich weitere körperliche und spielerische Verbesserungen sehen. Wenn nach 60 Minuten dann ein Sieg für uns auf der Anzeigetafel steht, würde mich das natürlich freuen“, so der 51-Jährige.

 

Dabei ist für ihn gar nicht leicht, dass sich die einzelnen Reihen einspielen. Immerhin fehlen die beiden Angreifern Jan Trübenekr und Dominik Tobola voraussichtlich bis zum Saisonstart. Verteidiger Alexander Stahl sollte nach überstandener Krankheit zumindest am Abschluss Training wieder teilnehmen. Ob er Fit genug für die beiden Spiele in Darmstadt und Schweinfurt ist wird sich zeigen. Louis Britsch hat diese Woche an zwei Trainings teilgenommen, einen guten Eindruck hinterlassen, und wird wohl in Darmstadt erstmals zum Einsatz kommen. Er steht dann ab Sonntag nach seinem Umzug nach Unterfranken komplett zur Verfügung. Lukas Gref wird zum ersten Training in Haßfurt eintreffen und danach voll zur Verfügung stehen. Benjamin Rakonic ist derweil noch erkrankt. Wann und wie oft der Nürnberger danach zur Verfügung steht wird sich zeigen. „Es war natürlich keine optimale Vorbereitung“ so die Verantwortlichen. „Verletzte, Kranke Spieler und die Fahrten in fremde Stadien zu später Stunde. Das zehrt an der Substanz und mach viele Dinge Schwieriger als es sein müsste. Deshalb freuen wir uns nun auf das Training in Haßfurt“ „Wir haben wie auch im vergangenen Jahr volles Vertrauen in die Mannschaft. Sie haben uns letztes Jahr nicht enttäuscht und werden uns hoffentlich auch heuer nicht enttäuschen“ so die Verantwortlichen.

 

Auf Grund der Tatsache, dass wir mit Jonas Manger einen fest eingeplanten Neuzugang wieder verloren haben strecken die Hawks nochmals die Fühler auf dem Transfermarkt aus. „Es gibt bereits Gespräche mit ein, zwei potentiellen Kandidaten. Es wird sich zeigen ob da was zustande kommt“ so der Trainer der Hawks.

SB Amberg/Lauterbach

Testspiel-Analyse: Der ESC Haßfurt hat noch einiges an Arbeit vor der Nase

In Amberg und in Lauterbach zeigen die Hawks bei ihren Niederlagen zwei unterschiedliche Auftritte. Am Freitag geht es erneut zu den Schweinfurter Mighty Dogs.

Zumindest ergebnistechnisch läuft die Vorbereitung der Haßfurter Hawks auf die anstehende Saison in der Landesliga noch nicht wirklich rund. In den Testspielen zwei und drei kassierte die Mannschaft von Petr Sikora am Wochenende nämlich weitere Niederlagen. Ganz unzufrieden ist der Neutrainer mit den Auftritten beim ERSC Amberg (3:6) und in Lauterbach (4:7) aber nicht.

Vor allem in der Oberpfalz zogen sich ESC-Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen über weite Strecken sehr gut aus der Affäre. "Das war ein sehr gutes Spiel. Läuferisch und vom Kampfgeist das beste Spiel bisher", lobte Sikora. "Auch wenn wir am Ende nicht viel davon hatten."

Hawks beklagen noch etliche Ausfälle

Doch immerhin hielten die Unterfranken, die  neben Dominik Tobola (Schulterverletzung), Jan Trübenekr (Arbeitsunfall), Alexander Stahl (krank) auch erneut auf die noch fehlenden Neuzugänge verzichten mussten, beim Bayernligisten über zwei Drittel lang sehr gut mit. Jakub Sramek sorgte mit einem Dreierpack sogar dafür, dass nach 40 Minuten eine 3:2-Führung zu Buche stand.

Erst im Schlussabschnitt ließen die Kräfte auch aufgrund der intensiven Trainingseinheiten, die nach wie vor aufgrund des noch fehlenden Eises im heimischen Stadion Am Großen Anger außerhalb stattfinden, mehr und mehr nach. Mit vier Treffern drehten die Wild Lions letztlich das Blatt zu ihren Gunsten.

Schwache Vorstellung in Lauterbach

Dagegen war Petr Sikora von der Partie am Sonntagabend in Lauterbach nicht angetan. "Das war heute das Gegenteil. Wir waren leider immer eine Sekunde oder einen Meter zu spät. Wir haben verdient verloren", bilanzierte der Tscheche.

Dabei gestalteten die Hawks, die erneut auf viele Stammspieler verzichten mussten, die Begegnung wie schon zwei Tage zuvor lange Zeit offen. Denn nach einem 3:3 im ersten Drittel (Torschützen für Haßfurt waren zwei Mal Jakub Sramek sowie Tomas Pribyl), lagen sie nach zwei Abschnitten lediglich mit 3:4 im Hintertreffen. Erst mit einem 3:1 im Schlussabschnitt machten die Luchse den Sack zu. "Der Gegner war ganz gut. Und am Ende ist uns wieder die Kraft ausgegangen. Aber es geht weiter", meinte Sikora, dessen Blick sich schon auf der Rückfahrt auf den kommenden Freitag richtete, wenn im Schweinfurter Icedome das zweite Vorbereitungsderby bei den Mighty Dogs steigt.

Die Statistik der Spiele

Eishockey: Vorbereitungsspiele

ERSC Amberg – ESC Haßfurt 6:3 (1:0, 1:3, 4:0)

Haßfurt: Feitl, Hetzel – Hora, Thebus, Müller, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Löffler, Endres, Büchner, Dietrich, Schmauser, Kratschmer. Zuschauende: 260. Tore für Haßfurt: Sramek (3). Strafzeiten: 15+20 / 14+10.

EC Lauterbach – ESC Haßfurt 7:4 (3:2, 1:0, 3:1)

Haßfurt: Hetzel – Hora, Thebus, Müller, Pribyl, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Löffler, Endres, Büchner, Dietrich, Schmauser, Kratschmer. Zuschauende: 94. Tore für Haßfurt: Sramek (3), Pribyl. Strafzeiten: 2 / 8.

GamedayAmberg

Trotz knapper Niederlage: Der Anfang war vielversprechend. "Die Jungs haben schon vieles richtig gut gemacht", sagt Petr Sikora. Für den neuen Trainer der Haßfurter Hawks geht es nach dem 6:5 vor fünf Tagen bei den Mighty Dogs Schweinfurt nun darum, in den weiteren Testpartien zur Vorbereitung auf die Eishockey-Landesliga weitere Fortschritte zu sehen.

Bei den Partien beim Bayernligisten ERSC Amberg (Freitag, 20 Uhr) sowie zwei Tage später in Lauterbach (Sonntag, 18.30 Uhr) hofft der 51-Jährige auf eine weitere Verbesserung der noch vorhandenen spielerischen Defizite sowie der Kondition.

Es fehlen weiterhin zahlreiche Spieler

"In den vergangenen zwei Wochen haben wir natürlich das Beste aus den derzeitig nicht idealen Möglichkeiten gemacht und intensiv trainiert. Ich will jetzt die Spieler weiter richtig kennenlernen, vor allem auch die Neuen, die jetzt nach und nach zu uns stoßen", verweist Sikora zum einen auf die derzeit nicht idealen Bedingungen, die weite Fahrten ins hessische Lauterbach sowie zuletzt nach Schweinfurt notwendig gemacht haben.

Zum anderen fehlten zum Auftakt im Icedome mit Alexander Stahl, Peter Finger, Nils Düsel sowie den Neuzugängen Alex Löffler, Benjamin Rakonic, Lukas Gref und Louis Britsch noch mehrere Akteure. "Aber wir machen das Beste draus. Ich bin guter Dinge, dass wir bis zum Saisonstart Mitte Oktober richtig gut drauf sind."

Für den neuen Trainer sind die Ergebnisse erst einmal zweitrangig

Bei den Wild Lions in Amberg und den Luchsen in Lauterbach, wo es im Vorjahr einen deutlichen 10:2-Sieg gab, soll die Mannschaft nach dem Willen des Trainers nun weiter zusammenfinden, weitere spielerische Fortschritte zeigen sowie ähnlich wie nach dem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand in Schweinfurt ihre kämpferische Einstellung über jeweils 60 Minuten beibehalten. "Dann sind auch die Ergebnisse für mich nur zweitrangig", so Sikora.

In Lauterbach treffen die Hawks derweil auf Jonas Manger. Der Angreifer, der in der Kreisstadt bereits als Neuzugang präsentiert wurde, hat den ESC bereits wieder verlassen. Manger, der aus beruflichem Grund nach Frankfurt gezogen ist, schloss sich den Mittelhessen an.

Britsch

„Noch ein junger wilder für die Hawks“

29.08.22

 

Mit dem 22jährigen Louis Britsch wechselt aus der U20 Bayernligamannschaft der Germering Wanderers ein gelernter Verteidiger zu den Hawks. „Louis kann uns weiterhelfen“ so die sportliche Leitung. Zumal der in München geborene bereits seit seinem 4. Lebensjahr Eishockey spielt und auch im Seniorenbereich der Wanderers schon Seniorenluft schnuppern durfte. „Louis studiert ab Oktober in Bamberg und wollte unbedingt weiter Eishockey spielen. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass dieser Kontakt zu Stande kam“ so Frank Terhar. „Wir hoffen er kann sich schnell akklimatisieren und zeigt sein ganzes Potential“ freuen sich die Verantwortlichen über die kurzfristige Verpflichtung.

Dietrich

Der Kapitän bleibt weiter am Steuer

17.08.22

Mit Christian Dietrich hat nun auch der Kapitän der Hassfurt Hawks seine Zusage für ein weiteres Jahr in Haßfurt gegeben.

Seit nunmehr 9 Jahren schnürt der 31-jährige gebürtige Bayreuther seine Schlittschuhe für die Hawks. „Christian ist seit einigen Jahren der Kapitän des Teams“ so Frank Terhar „und er bring alles mit was es für das Amt braucht.

Er ist absolut akzeptiert und sein Wort zählt. Wenn er eine Ansage macht folgen Ihm die anderen“ so der sportliche Leiter. „Das ist aber nur die eine Seite was Christian so symphytisch macht. Er identifiziert sich mit dem Verein und kennt die positiven und negativen Seiten des Hassfurter Eishockeys. Er gibt immer 100% und geht in Sachen Einstellung und Einsatz voran. Davon haben wir vor allem in den letzten Spielzeiten, welche durch Corona und andere Schwierigkeiten geprägt waren, profitiert“ ist Terhar voll des Lobes für den jungen Familienvater. „Wenn so erfahrene und verdiente Spieler Ihre Zusage geben freuen wir uns immer. Diddy, wie Dietrich in der Mannschaft genannt wird, hat in der vergangenen Saison den besten Punkteschnitt (6Tore, 11 Vorlagen) erzielt seit er in Haßfurt spielt.“ Fügt Terhar auch noch ein Lob im sportlichen Bereich hinzu. Augenzwinkernd ergänzt er „Da geht auch noch mehr, bin ich mir sicher“

Derweil könnte es doch noch eine Überraschung im Kader der Hawks geben. „Eigentlich sind unsere Planungen abgeschlossen. Es gibt mittlerweile aber noch Gespräche mit einem jungen Spieler aus Südbayern der in Bamberg ein Studium beginnt“ will der Vorstand nicht zu viel verraten. „Er würde passen. Wir werden sehen“.

Kadeplanung

Kaderplanungen vorerst abgeschlossen. Einen freien Platz gibt es allerdings noch zu vergeben.

08.08.22

Drei weitere Verlängerungen können die Haßfurt Hawks vermelden. Dazu kommen auch noch zwei Neuzugänge mit großem Potential.

In seine, mit kurzen Unterbrechungen, bereits achte Saison geht Timo Jung mit den Hassfurt Hawks. „Timo baut gerade für sich und seine junge Familie ein Haus. Deswegen sind wir umso glücklicher, dass er trotz allem weiter für uns aktiv bleibt. Auch wenn er auf Grund der privaten Situation das eine oder andere Training oder Spiel verpassen wird“ so die sportliche Leitung der Hawks. „Er wird da sein wenn er gebraucht wird und alles dafür geben möglichst wenig Einheiten zu verpassen. Das haben wir mit Timo auch so besprochen und vereinbart. Das ist es auch was wir so an Timo schätzen gelernt haben, auf Ihn kann man sich 100% verlassen.“ so Terhar weiter.

Mit Thiago Schmausser (16 Jahre) und Alex Löffler (17 Jahre) werden zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs langsam an die erste Mannschaft herangeführt. „Thiago hatte im letzten Jahr schon einige kurz Einsätze und hat gezeigt, dass er es schaffen kann.“ So Terhar, der in seiner Funktion als Nachwuchsleiter beide gut kennt. „Alex hatte zwar noch keine Einsätze bei den Spielen, hat aber bereits voll am Training der ersten teilgenommen. Wir hoffen beide entwickeln sich in diesem Tempo weiter, dann haben wir noch viel Spaß an den beiden Youngsters“ ist sich Terhar sicher.

Aber auch zwei komplett neue Spieler können die Hawks präsentieren. Benjamin Rakonic (23), der schon als 17 jähriger in Pegnitz Bayernliga Luft schnupperte und über die Mighty Dogs Schweinfurt und wieder Pegnitz nun zu den Hassfurt Hawks kommt können die Haßfurt den Kader in der Breite verstärken. Der 1,87 cm große Spieler bring auch die notwendige körperliche Komponente mit um das Spiel der Hawks variabler zu machen. „Beni, wie er genannt wird, war leider in der letzten Saison mit einer Verletzung fast komplett ausgefallen. Er ist jetzt wieder komplett fit und will bei uns wieder

angreifen. Dadurch, dass er den kompletten Nachwuchs in Nürnberg durchlaufen hat und dort sehr erfolgreich war bekommen wir einen gut ausgebildeten Spieler, der uns sicherlich weiterhilft“ so die Verantwortlichen. Der zweite neue kommt aus dem Süden Bayerns. Vom ESC Geretsried wechselt Lukas Gref zu den Hawks in die Kreisstadt. „Lukas hat in Krefeld das Hockey spielen gelernt. Auf Grund seiner Ausbildung konnte er nicht soviel Zeit bei den Senioren investieren wie er gerne wollte. Die Ausbildung endet nun und er zieht in die Nähe von Haßfurt. Deshalb freuen wir uns, dass wir seine erste Adresse waren um weiter Eishockey zu spielen. Seine Ausbildung endet leider erst Ende September. Er wird dann sofort voll einsteigen. Schauen wir mal wie lange er braucht um dann wieder voll im Saft zu stehen. Wir geben ihm auf jeden Fall die Zeit, weil wir überzeugt sind, dass er uns weiterhelfen kann.“ So die Verantwortlichen.

Damit ist der Kader der Hawks, bis auf einen Platz, erstmal vollständig, wie der Vorstand mitteilt. „Wir haben immer die Augen offen, vorerst sehen wir aber keinen Handlungsbedarf“

Büchner

Der Kader füllt sich weiter

27.07.22


Mit Lucas Büchner, Dominik Tobola und Jan Trübenekr können die Hawks drei weitere, wichtige, wie die Verantwortlichen anmerken, Verlängerungen melden.


„Lucas Büchner“ so sportlicher Leiter Frank Terhar „kam letztes Jahr zu uns. Hat sich super eingefügt und erledigt seine Aufgabe im Spiel immer mit 110% Einsatz“ und fügt ergänzend hinzu „Ein kompletter Spieler, der sowohl offensiv als auch defensiv alles mitbringt was man braucht um erfolgreich Eishockey zu spielen.“ „Auf jeden Fall ein Spieler der noch Potential
hat und wir hoffen, dass er den nächsten Entwicklungsschritt bei uns geht“.


Mit Dominik Tobola, ebenfalls ein offensiver Spieler, bauen die Hawks weiter an ihrem Kader. „Eine Stütze im Team“ wie die Verantwortlichen anmerken. „Er spricht schon mal das eine oder andere an, was gerade nicht passt. Wir sind froh, dass
Dominik sich wohl fühlt und weiter bei uns Eishockey spielt“ fügen aber mit einem Augenzwinkern hinzu „das eine oder andere Tor könnte er noch mehr machen und sich selber öfter belohnen.“


„Jan ist geht mittlerweile in das 6. Jahr bei den Hawks. Da braucht man sich nicht fragen ob er sich wohlfühlt“ so Terhar. „Sein Einsatz, seine Ansprachen im Team, seine Einstellung und seine Statistik passt. Da kann man nur voll des Lobes sein“ so der sportlich Verantwortliche weiter. „Wir sind sehr, sehr froh“ fällt der 44-jährige ein absolut positives Fazit über den 28-
jährigen gebürtigen Tschechen. Wenn Terhar über Statistik spricht, meint er nicht nur die 119 Treffer die Trübenekr bereits für die Hawks erzielt hat sondern auch und vor allem die 140 Tor Vorlagen in gerade mal 96 Spielen. „Ein absoluter Mannschaftsspieler und damit ein Gewinn für Haßfurt“.

Coach Sikor

Hawks haben einen Trainer Coup gelandet!

 

Der ESC Haßfurt hat die hauptamtliche Trainerposition mit einem absoluten Fachmann besetzt: Petr Sikora (51), seit über 20 Jahren ein bekanntes Gesicht im deutschen Eishockey.

 

Seine Erfahrungen als Trainer bzw. Co-Trainer sammelte er in Dresden und Memmingen sowie zuletzt beim EC Havirov als Hauptverantwortlicher Trainer in der 2. Tschechischen Liga.

So war der gebürtige Tscheche, der schon länger einen deutschen Pass hat z. B. aktiv in Memmingen, Sonthofen, Kaufbeuren, Kassel, Erfurt, Riessersee, Dresden und Peiting. „Wir freuen uns das wir einen absoluten Fachmann davon überzeugen konnten das sportliche Geschick der Hawks in der kommenden Saison zu lenken“ zeigen sich die Verantwortlichen sehr erfreut über die Verpflichtung des sympathischen Trainers. „Er wird auch im Nachwuchs unterstützen und unseren Nachwuchstrainer sein Fachwissen in geeigneter Weise weitergeben“ ergänzt Frank Terhar mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Er ergänzt gleich „Petr hat uns mit seiner Philosophie und der Art und Weise wie er spielen und trainieren lassen will sofort überzeugt. Auch deshalb, weil er für Veränderungen, angepasst an die Situation in Hassfurt, absolut offen ist.“ Somit konnten die Hawks zumindest eine Baustelle schließen. „Jetzt suchen wir für Petr, der noch in seiner Heimatstadt Karvina weilt, eine Wohnung in Haßfurt“ so Jens Amarell. „Dann kanns losgehen“.

Müler/Pribyl/Stach

Drei weitere ganz wichtige Verlängerungen können die Hawks bekannt geben.

 

Mit Philip Müller, Michael Stach und Tomas Pribyl sind drei weitere ganz, ganz, wichtige Spieler, wie die Verantwortlichen anmerken, mindestens ein weiteres Jahr bei den Hawks aktiv.

 

„Gerade Philip Müller hat in der letzten Saison einen enormen Schritt gemacht“ so sportlicher Leiter Frank Terhar und fügt ergänzend hinzu „In allen Bereichen hat er 100% zugelegt und ist damit in der Defensive der Hawks kaum noch wegzudenken. Das freut mich besonders weil er die Chancen die er bekommen hat auf jeden Fall genutzt hat, und auch als Torschütze bereits in Erscheinung tritt. Wir hoffen auf die gleichen Entwicklungsschritte in diesem Jahr.“ „Auf jeden Fall ein Spieler der noch großes leisten kann“ sind sich alle Verantwortlichen einig.

 

Mit Tomas Pribyl, ebenfalls ein defensiver Spieler, bauen die Hawks weiter an einer stabilen Abwehrreihe. Der erst 23-jährige gebürtige Karlsbader ist seit seinem ersten Tag bei den Hawks eine „absolute Stütze“ wie die Verantwortlichen anmerken. „Er ist ein junger Spieler bei dem es an nichts mangelt,“ so Terhar „Wenn er die Effektivität seiner Vorstöße noch verbessern kann haben wir nach Daniel Hora einen weiteren Punktestarken Verteidiger. Wobei 28 Scorrerpunkte in 26 Spielen, bei nur 20 Strafminuten, für einen Verteidiger jetzt schon eine deutliche Sprache sprechen“ so die Vorstandschaft. „Alles in allem für dieses Alter schon ein absoluter Leistungsträger mit viel Potential nach oben“.

 

„Ja der Stachi“ lacht Frank Terhar, „freut mich das Michael seinem Ausbildungsverein treu bleibt. Er hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und ist beim Sommertraining immer vorne dabei. Er hat sich vor allem in Sachen Effektivität und körperlicher Präsenz sehr deutlich verbessert. Er arbeitet hart und viel. Das zahlt sich aus“ ist Terhar voll des Lobes für den ebenfalls erst 24-jährigen Hassfurter. Recht hat Terhar, was an der Statistik der vergangenen Saison abzulesen ist. 8 Tore und 17 Vorlagen machen sehr gute 23 Punkte. Und das in nur 15 Spielen, da Stach das eine oder andere Spiel verletzungsbedingt verpasste. „Daran arbeitet er gerade hart“ spielt die sportliche Leitung auf die Verletzungsanfälligkeit an. „Er stählt seinen Körper um immer dabei sein zu können. Vorbildlich“ gibt es noch ein Sonderlob der Verantwortlichen.

Finzel/Finger/Düsel/Hertwch

Ein ganzer Block der jungen Wilden weiter für den ESC auf dem Eis

 

Dominik Finzel, Peter Finger, Nils Düsel und Tobias Hertwich gehen auch in der kommenden Saison für die Hawks auf Torejagd.

„Man kann nur immer wiederholen, dass es uns wahnsinnig freut, wenn sich junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in der ersten Mannschaft beweisen wollen“ so die sportlich Verantwortlichen der Hawks. „Leider hat Corona in der vergangenen Saison zumindest Peter und Nils etwas ausgebremst. Tobias und Dominik waren bereits zumeist ein fester Bestandteil der Mannschaft und konnten sich gut weiterentwickeln“ fügt der Vorstand weiter an. „Konstanter werden, läuferisch und technisch zulegen. Dann wird das schon“ schauen die Verantwortlichen positiv in die Zukunft der Nachwuchscracks der Hawks und fügen hinzu „Wir werden noch die eine oder andere positive Überraschung bei den Jungs erleben, da sind wir uns sicher“

Hora/Endres

Daniel Hora bleibt. Ein Junger schiebt nach.
 

Daniel Hora, Publikumsliebling und wohl der effektivste Verteidiger der Landesliga, der nun schon in sein 6. Jahr beim ESC Haßfurt geht, hat sein Engagement bei den Haßfurt Hawks verlängert. „Mit Daniel mussten wir uns besonders intensiv beschäftigen. Das Daniel noch eine Saison in Haßfurt spielt freut uns sehr“, zeigt sich die Abteilungsleitung und auch der gesamte Vorstand zufrieden und glücklich mit dem Verbleib.

„Es hat uns geholfen, dass sich der Hausbau der sympathischen Familie etwas verzögert hat.“ So die Verantwortlichen. „Da hat der Baustoffmangel auch mal sein gutes“ fügen die Beteiligten mit einem Augenzwinkern hinzu. Derweil sprechen die Zahlen des mittlerweile 31-jährigen Verteidigers eine deutliche Sprache warum Hora für die Hawks so wichtig ist. 170 Scorrerpunkte in den letzten 5 Jahren bei gerade einmal 14 Strafminuten !! im Schnitt pro Saison zeigen deutlich warum die Vorstandschaft glücklich über den Verbleib ist.

Ein Senkrechtstarter der letzten Saison will sich ebenfalls mit weiter guten Leistungen in der 1. Mannschaft der Hawks etablieren. Mit Noah Endres, gerade mal 18 Jahre alt drängt ein weiterer junger wilder nach. „Noah hat einen richtigen Schritt gemacht, den Ihm nur die wenigsten zugetraut hätten“ so die Vorstandschaft „Wir hoffen, dass seine Entwicklung in diesem Tempo weitergeht. Dann wird er sehr schnell ein fester Bestandteil der Mannschaft. Wir freuen uns immer sehr, wenn die jungen Spieler versuchen Ihre Möglichkeiten bei den Hawks auszuschöpfen. Zumal wenn sie auch noch aus dem eigenen Nachwuchs kommen.“

Derweil können sich die Fans demnächst Ihre Dauerkarte sichern. „einfach mal auf die Homepage oder in die sozialen Netzwerke schauen“ empfiehlt Finanzvorstand Jens Amarell

Marx/Stahl/Thebus

Mit Pascal Marx, Alexander Stahl und Lucas-Andreas Thebus haben drei weitere Eigengewächse für die in knapp drei Monaten startende Saison zugesagt.

 

"Alle drei Spielen meist unspektakulär, erfüllen aber Ihre vom Trainer vorgegebenen Aufgaben vorbildlich" so die neuen Verantwortlichen und kommen zum gleichen Statement wie der ehemalige sportliche Leiter Martin Reichert im vergangenen Jahr, ergänzen dann gleich noch: "Alle drei haben sich in der vergangenen Saison sportlich weiterentwickelt. Sie haben die Zeit genutzt und an Ihren Verbesserungspotentialen gearbeitet. Geholfen hat dabei sicherlich das letztjährige „Spezialtraining“ von Daniel Hora, speziell für die Verteidiger. "Erfreulich und eine Bestätigung der gemachten Arbeit und der Eigeninitiative der Spieler" ergänzt Frank Terhar, "dass sich alle drei wieder für den ESC entschieden haben freut mich und alle Verantwortlichen natürlich."

Stahl und Marx, beide mittlerweile 25 Jahre alt, spielen schon seit Ihrem 17 Lebensjahr in der „ersten“. „Darum und gerade auch deshalb mittlerweile „feste Größen“ in der Defensive der Hawks.

Thebus kam 2016 zurück zu den Hawks, nachdem The-Bus wie er genannt wird, im zarten Alter von 11 Jahren die Hawks in Richtung „Nachwuchs Bundesliga und DNL“ Weißwasser verließ und sich dort weiterentwickelte.

Kratschmer/Manger

Ein Neuer, eine Verlängerung, und eine Pause

 

Die Verantwortlichen der Haßfurt Hawks basteln weiter am Kader für die kommende Spielzeit.

 

Jetzt kann die nächste Vertragsverlängerung bekannt gegeben werden. Mit Lukas Kratschmer verlängert das 21 jährige Haßfurt Eigengewächs sein Engagement bei den Hawks. „Wir sind immer sehr froh wenn ein Haßfurter bei uns seine Zusage gibt. Bei Lukas besonders auch deshalb, weil er sich in den vergangenen Jahren phänomenal entwickelt hat und mittlerweile zu einem Leistungsträger geworden ist“ so die Zuständigen bei den Hawks. Recht haben Sie, so konnte Kratschmer in der Vergangenen Spielzeit mit 15 Toren und 7 Assists in 24 Spielen schon jede Menge Punkte sammeln. „Lukas zeigt Einsatz und Biss, genau was wir brauchen. Er wird seinen Weg gehen“ so der scheidende Vorstand Andreas Kurz. “Genau deshalb schmerzt es schon, dass Timo Zürcher pausiert und das kommende Jahr mit seiner Freundin in Kanada verbringt.“ So Kurz, fügt aber an „Er möchte das unbedingt und wir wünschen Ihm alles Gute und nur die besten Erfahrungen. Außerdem hat er uns ja schon für die Saison 2023 wieder zugesagt“ so Kurz mit einem Augenzwinkern weiter.

 

Mit Jonas Manger aus Schweinfurt können die Verantwortlichen bei den Hawks den ersten echten Neuzugang präsentieren. „Jonas sucht eine neue Herausforderung und will sich nochmal beweisen. Das passt zu unserer Philosophy. Daher sind wir sehr froh das er diese Herausforderung bei den Hawks gefunden hat. Wir erwarten uns viel. Er weiß wo das Tor steht, dass hat er die 7 Jahre in Schweinfurt bewiesen. Wir freuen uns das Jonas ein Teil unseres Teams geworden ist. Wir kennen Jonas noch aus Nachwuchszeiten und haben immer seinen Weg mitverfolgt. Mit 25 ist er außerdem im besten Eishockeyalter. Er kann in Haßfurt ein ganz, ganz wichtiger Spieler werden. Von der Art wie Jonas spielt haben wir nicht viele im Kader“. Die Statistiken bestätigen die Aussagen der Hawks Verantwortlichen. Mit Manger, der zukünftig mit der #92 aufläuft, können sich die Fans der Hawks auf einen kampfstarken und Torgefährlichen Angreifer freuen.

Mitgliederversammlung

Personelle Veränderungen im Vorstand der Hawks; bis Dato gut durch die Corona Pandemie gekommen.

 

Sehr gut besucht, trotz des Pfingstferienbeginns, war die Mitgliederversammlung des ESC Haßfurt e.V. am vergangenen Samstag. Die im Hawks Inn anwesenden Mitglieder und Gäste wurden pünktlich um kurz nach 18 Uhr von Versammlungsleiter Andreas Kurz begrüßt. Nach Verlesung der Tagesordnung und Feststellung der ordentlichen Einladung übernahmen die Bereichsvorstände den Rechenschaftsbericht des Vorstandes. Soweit gab es in den verschiedenen Berichten keine großen Überraschungen. Beim Thema Finanzen berichtete Finanzvorstand Jens Amarell von einem kleinen Minus in der vergangenen Saison. Er führte aber aus: „Da bin ich ganz entspannt. Das haben wir so erwartet und waren gut darauf vorbereitet. Nachdem wir in der Saison 20/21 z.B. bei den Dauerkarten und den Spartenbeiträgen Corona Rechnung getragen haben und den Mitgliedern und Fans finanziell deutlich entgegengekommen sind konnten wir das Minus beziffern und haben dementsprechend Rückstellungen gebildet, welche das Minus der Saison 21/22 abdecken. Deshalb alles nicht Überraschend und daher voll abgedeckt. Somit keine Probleme. Im Gegenteil, der ESC ist rückblickend bis Dato finanziell, trotz Zuschauerbegrenzung, Zahlungsausfällen und fehlender Einnahmen durch externe Feste an denen wir immer teilnehmen, sehr gut durch die Corona Pandemie gekommen“.

 

So entlastete die Versammlung auch einstimmig den aktuellen Vorstand, aus dem sich bekannterweise Martin Reichert, Holger Endres und Andreas Kurz nicht mehr zur Neuwahl stellten. Der von der Versammlung gewählte Wahlvorstand übernahm dann, nach einer kurzen Verabschiedung der scheidenden Vorstände, die Versammlungsleitung. Mit Jens Amarell und Frank Terhar wurden schnell zwei Vorstände in Ihren Ämtern bestätigt. Für den Bereich Sponsoring und Marketing konnte mit Andreas Beck aus Westheim dieser Bereich neu aufgestellt werden. Für den Bereich sportliche Leitung und 1. Mannschaft wurde Frank Terhar nochmals nominiert und auch gewählt. Somit war die neue Vorstandschaft des ESC komplett. „Natürlich“, fügte der neue Vorstand an „brauchen wir Unterstützung für unsere Aufgaben. Deshalb hat es im Vorfeld der Versammlung einige Gespräche gegeben.“ „Wir konnten für den Eishockeynachwuchs mit Andrea Finzel und Marc Schöpplein zwei Abteilungsleiter gewinnen. Auch für den Eiskunstlauf zeigt sich als Abteilungsleiterin Simone Süßmann verantwortlich“ ergänzte Terhar. „Für den Bereich 1. Mannschaft wird Kurz weiter, nicht mehr als Vorstand, aber als Abteilungsleiter Verantwortung übernehmen“ so Terhar weiter. Auch im Bereich Sponsoring unterstützt der scheidende Vorstand Holger Endres tatkräftig den neu gewählten Andy Beck. Komplett neu ist das Resort Kommunikation, für welches sich Andrea Henz verantwortlich zeigt. „Somit haben wir eine gute Basis um in die kommenden Jahre zu gehen“ war sich der Vorstand einig. Beim Punkt „Verschiedenes“ wurde vom neuen Vorstand darauf hingewiesen, dass für alle Bereiche im Verein dringend noch Unterstützer gebraucht werden. Nachdem es zu den Punkten unter verschiedenes keine weiteren Wortmeldungen gab schloss Frank Terhar nach gut zweieinhalb Stunden die Versammlung.

Sramek/Hetzel/Feitl

Eckpfeiler der Hawks auch in der kommenden Saison dabei

Die Verantwortlichen der Hassfurt Hawks haben in den vergangenen Wochen hart gearbeitet um für die kommende Landesligasaison wieder eine schlagkräftige Mannschaft an den Start zu bringen.

Als erstes Ergebnis kann die sportliche Leitung eine Einigung mit einigen Eckpfeilern der letzten Saison bekannt geben. Mit Jakub Sramek, Nicolas Hetzel und Back up Goalie Luca Feitl haben 3 der Garanten der letzten Saison Ihre Zusage für die im September beginnende Saison gegeben.

Der 29jährige Jakub Sramek geht mit einem Jahr Unterbrechung und einem Gastspiel beim Bayernligisten Königsbrunn in seine 5. Saison bei den Hawks. In diesen Spielzeiten sammelte der Angreifer sagenhafte 300 Scorrerpunkte.
„Jakub will sich noch stärker in den Verein einbringen, seine Fähigkeiten weitergeben und sich in diese Richtung weiterentwickeln“ so der sportliche Leiter Martin Reichert. „Deshalb haben wir mit Ihm vereinbart als Nachwuchstrainer für spezielle Trainingseinheiten wie Stickhandling, Powerskating, spezial Teams ab der kommenden Saison Nachwuchsleiter Frank Terhar zu unterstützen“. Darüber zeigt sich nicht nur Terhar begeistert. „Jakub wird uns sowohl sportlich als auch in der Art und Weise des Nachwuchstrainings auf eine neue Stufe heben. So einen Sportler im Trainerteam des Nachwuchses zu haben ist eine Aufwertung die sich sofort in Ergebnissen, sprich Entwicklung der Kiner, wiederspiegeln wird.“ Ist Terhar überzeugt.

Einer der wichtigsten Eckpfeiler in der letzten, erfolgreichen Landesligasaison bei der als i-Tüpfelchen nur der Aufstieg knapp verpasst wurde war zweifelsohne Nicolas Hetzel. Der erst 22jährige Schlussmann der Hawks brachte die Gegnerischen Stürmer reihenweise zur Verzweiflung. Unvergessen sein Shootout im Februar gegen den EV Dingolfing bei dem er Reihenweise „Weltklasse“ Paraden zeigte. „Die Stärke von Nico (wie der gebürtige Bergrheinfelder genannt wird) ist sicherlich die unheimliche Ruhe die er trotz seiner erst 22 Jahren ausstrahlt.“ So die sportlich Verantwortlichen die weiter ergänzen „Er schafft es immer wieder sich auf den Punkt genau zu fokussieren und zu konzentrieren. Sein Trainingseinsatz und die Art und Weise wie er das angeht sind vorbildlich. Deshalb sind wir sehr glücklich, dass Nico uns weiter zugesagt hat. Zusammen mit Jakub ein ganz wichtiger Baustein für die kommende Saison.“

Zu guter Letzt konnten die Verantwortlichen der Hawks auch Vollzug mit Luca Feitl melden.
Der Goalie, der in Erlangen geboren wurde und bei den Ice Tigers das Eishockeyspielen erlernte, kam im Dezember über Amberg und Pegnitz zu den Hawks. „Nach dem Ausfall von Timo Jung mussten wir auf dieser Position handeln“ so Andreas Kurz, „Und wir hätten nicht besser reagieren können. Selten habe ich einen Spieler gesehen der sich so schnell integriert hat und schon nach wenigen Tagen nicht mehr aus dem Team wegzudenken ist. Das sind auch die Stärken von Luca. Er hat die Fähigkeiten, sowohl sportlich als auch menschlich, mit seiner Art auch als eine Art Leader und Motivator aufzutreten. Deshalb sind wir erfreut Luca wieder in Haßfurt zu haben.“

Die Verantwortlichen der Hawks arbeiten derweil weiter an der Mannschaft für die kommende Saison, im Laufe des Sommers werden wir den weiteren Kader präsentieren.

SB Reichesbeuern HF§

SC Reichersbeuern – ESC Haßfurt 5:1 (0:0, 4:1, 1:0)

„In Summe der drei Spiele haben sie den Aufstieg verdient geholt“. „Die waren einfach besser und fertig“. „Die haben verdient gewonnen.“ Sowohl Haßfurts Vorstandsmitglied Andreas Kurz, ESC-Fanclub-Vorsitzender Lukas Heinl sowie Hawks-Kapitän Christian Dietrich zogen ein eindeutiges Fazit: Der Sieg SC Reichersbeuern im entscheidenden Playoff-Halbfinale am Freitagabend, gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Eishockeybayernliga, geht in Ordnung.

Und das sie wohl alle Recht haben, zeigt das deutliche Endergebnis: Mit 5:1 zwangen SCR-Kapitän Andreas Andrä ihre Haßfurter Kollegen in der Bad Tölzer Arena in die Knie, nachdem sie fünf Tage zuvor noch mit 3:2 nach einem Penaltykrimi unterlagen. Doch woran lag es, dass die Hawks, die durch einen Überzahltreffer von Tomas Pribyl nach einem völlig ausgeglichenen torlosen ersten Drittel in der 23. Minute sogar in Führung gingen, letztlich immer weiter ins Hintertreffen gelangten? Sicher nicht an mangelnder Unterstützung, denn die war einfach grandios. Knapp 240 mitgereiste Haßfurter Schlachtenbummler sorgten unter den knapp 1000 Zuschauern für eine tolle Atmosphäre, die einem Landesligafinale mehr als angemessen war. „Fünf Minuten Unkonzentriertheit“ waren für Christian Dietrich ausschlaggebend für den weiteren Verlauf. „Fünf Minuten, in denen wir nach der Führung vielleicht auch dachten, das Spiel fahren wir jetzt locker nach Hause.“ Es kam jedoch anders. Die Hausherren hatten nach dem Rückstand in der insgesamt fairen Partie schnell gleich mehrere passende Antworten parat hatten: Johannes Fischer (26.), Florian Barein (28.) Tobias Reiter (30.) sowie Maximilian Hirschberger (37.) drehten die Partie mit teils sehenswerten Toren bis zur zweiten Pausensirene vollends in ihre Richtung und hatten bis zu diesem Zeitpunkt die Aufstiegstür für sich und ihre Teamkollegen bereits weit geöffnet. Zählbares passierte dann lange Zeit nicht mehr, ehe erneut Tobias Reiter 67 Sekunden vor dem Ende den 5:1-Endstand erzielte. Dass Timo Zürcher ebenso krank verzichten musste wie Lucas-Andreas Thebus und dazu viele Haßfurter Spieler angeschlagen waren, war nicht mehr zu kompensieren. „Die Mannschaft hat wirklich gekämpft und alles rausgeholt, was noch im Akku drin war. Uns haben heute einfach ein paar Körner gefehlt“, verwies Vorstandsmitglied Andreas Kurz auf die bereits mangelhafte Vorbereitung. „Leider waren wir schon unter der Woche beim Training sehr dezimiert“, sagte er. Viele kranke und angeschlagene Spieler hätten sich weiter auskurieren müssen, um überhaupt mitspielen zu können. „70, 80 Prozent von der Mannschaft heute Abend waren nicht wirklich im Vollbesitz ihr Kräfte“, ergänzte Christian Dietrich. Mit dieser Feststellung wollte er ebenso wie Andreas Kurz freilich nichts entschuldigen, schließlich haben sich die Kreisstädter über weite Strecken „sehr gut“ geschlagen. „Reichersbeuern war einfach clever, stark. Das muss man neidlos anerkennen“, gratulierte Kurz.

Verständlich, dass unmittelbar nach der Niederlage die Stimmung bei allen ESC-Beteiligten am Boden war. Immerhin war die Chance auf den zweiten Bayernligaaufstieg nach neun Jahren so groß wie lange nicht. Mit einem Tag Abstand spricht Dietrich allerdings von einer „geilen Saison. Grundsätzlich hätte doch keiner gedacht, dass wir mit unserem ausgedünnten Kader so weit kommen“, so der 30-jährige Spielführer, der nach dem ersten Haßfurter Aufstieg 2013 aus Amberg zum damaligen neuen Bayernligisten wechselte. Die Mannschaft habe sich nie unterkriegen lassen. Weder durch den Abgang von Trainer Zdenek Vanc kurz vor Saisonbeginn noch durch Corona und die dadurch bedingten personellen Ausfälle oder den Spielverlegungen. Das erste Ziel, Erreichen der Aufstiegsrunde, sei letztlich souverän erreicht worden. Für die erste Zugabe, Erreichen des Playoff-Halbfinales, habe die  zusammengeschweißte Mannschaft seiner Meinung nach auch das notwendige Glück mitgespielt. Vor allem bei den hart umkämpften und sehr engen Partien in Dingolfing, Pegnitz oder in Moosburg. „Da sind wir auch auf einer Euphoriewelle mitgeschwommen“, sagt er und bedankt sich vor allem bei einem weiteren Mitspieler: „Nicolas Hetzel war ganz klar unser Rückhalt, in meinen Augen der beste Torwart der Liga. Das i-Tüpelchen ist seiner Meinung nicht erreicht worden, weil vor allem die Leistungsträger innerhalb der Mannschaft („wir haben einerseits Teamplayer in der Mannschaft, andererseits Leistungsträger“) am Ende aufgrund von Verletzungen und Krankheiten „nicht bei 100 Prozent“ waren. „Das war der Knackpunkt für mich. Und der hat schon angefangen bei unserer 3:6-Niederlage gegen Pegnitz. Das hat uns irgendwie einen Schlag gegeben.“

Nicht nur, weil die Kreisstädter noch auf den zweiten Platz rutschten und gleichzeitig das Heimrecht im ersten Halbfinale abgeben mussten. Ob es letztlich anders gelaufen wäre, hätte Haßfurt gegen den EV Germering zuerst vor heimischen Fans gespielt, bleibe aber Spekulation. „Vielleicht“, so Dietrich, „war der Druck doch ein bisschen zu groß. Vielleicht hat uns auch das Quäntchen Glück wieder verlassen.“

Gegen einen Vorwurf wehrt sich der junge Familienvater allerdings vehement: „Wir haben mit Sicherheit nicht absichtlich verloren. Wir haben bis zum Schluss alles versucht“, weist er Verdächtigungen einzelner Fans von sich, dass der Aufstieg am Ende nicht mehr das Ziel gewesen sei. „Das stimmt von hinten und vorne nicht. Die ganze Mannschaft wollte für den Verein aufsteigen. Die Leute hätten gerne zum Training kommen können und hätten dann gesehen, dass zuletzt fast keine Spieler mehr auf dem Eis standen, weil sie mit Fieber zu Hause lagen oder Verletzungen auskurieren mussten, um am Freitag überhaupt dabei sein zu können. Wir hatten in Reichersbeuern Spieler dabei, die hätten eigentlich gar nicht spielen dürfen.“

 

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Hetzel, Jung – Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Endres, Hertwich – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Krein, Dietrich, Tobola, Kratschmer. Tore: 0:1 (23.) Pribyl (Sramek, Trübenekr) 4-5, 1:1 (26.) J. Fischer (Friedl) 5-4, 2:1 (28.) Barein (P. Fischer, Hirschberger), 3:1 (30.) Reiter (P. Fischer), 4:1 (37.) Hirschberger (P. Fischer, Pfaff), 5:1 (59.) Reiter (P. Fischer). Strafzeiten: 12/10. Zuschauer: 959 (240 aus Haßfurt).

Gameday Reichersbeuer HF3

Gelingt dem ESC Haßfurt mit Unterstützung der Fans der Aufstieg?

Zahlreiche Haßfurter Schlachtenbummer begleiten das Team zum finalen Spiel um den Aufstieg in die Bayernliga nach Bad Tölz. Wie es derweil bei den Hawks aussieht.

Zwei, vielleicht zweieinhalb Stunden, trennen Nicolas Hetzel und die restlichen Haßfurter Hawks von der Eishockey-Bayernliga. Nur mit einem Sieg beim SC Reichersbeuern (Freitag, 19.30 Uhr) in Bad Tölz im bereits dritten und diesmal wirklich entscheidenden Aufeinandertreffen könnten sie in der Saison 2022/2023 wieder ein Pflichtspiel-Derby gegen die Schweinfurter Mighty Dogs bestreiten. Den wollen sie auch einfahren. Doch der Schlussmann rechnet mit einem "ganz schweren Spiel".

Hetzel ist sich nach den beiden vorangegangenen Begegnungen mit den Oberbayern bewusst, dass die Mannschaft nochmals an ihre Grenzen und darüber hinaus gehen muss, um zu bestehen. Doch er weiß auch um die Leistungsfähigkeit und den Willen. "Ich bin überzeugt, dass wir, wenn wir so auftreten wie heute, das schaffen", sagte er unmittelbar nach dem Schlusspfiff am Sonntagabend, als die 3:5-Niederlage im ersten Spiel im Bad Tölzer Eisstadion aufgrund des 3:2-Siegs vor heimischen Fans wettgemacht wurde.

Muss Haßfurt noch gegen Pegnitz ran?

Apropos Fans: Auf diese können sich der 22-Jährige und seine Vorderleute auch diesmal wieder verlassen. Dank eines Sponsors, der die anfallenden Fahrtkosten übernimmt, machen sich gleich zwei Doppeldeckerbusse aus dem Haßbergkreis mit zahlreichen "Rot-Weißen" an Bord auf den Weg. Zahlreiche Anhängerinnen und Anhänger werden zudem mit ihren Privat-Pkw nach Bad Tölz fahren, um die Hawks des ESC Haßfurt vor Ort lautstark zu unterstützen. Mit schätzungsweise über 200 Schlachtenbummlern im Rücken ist also die bestmögliche Unterstützung gewährleistet.

Unterdessen wird am Freitagabend auch der Gegner der bereits aufgestiegenen Pegnitzer Ice Dogs ermittelt – um den Titel des bayerischen Landesliga-Meisters geht es nämlich auch noch. Nachdem der EV Pegnitz, der im zweiten Halbfinale zweimal gegen die Germering Wanderers gewann, selbst kein Eis mehr in seinem Freiluftstadion zur Verfügung hat, ist die erste Partie am Sonntag, 20. März, in Weiden (18 Uhr) angesetzt worden. Das Rückspiel würde dann, falls sich Haßfurt gegen Reichersbeuern durchsetzt, am Freitag, 25. März, im Stadion am Großen Anger ausgetragen (19.30 Uhr).

SB Reichersbeuern HS

Auf der Zielgeraden rettet sich der ESC Haßfurt ins entscheidende dritte Spiel. Nach der ersten Niederlage im Halbfinale der Aufstiegsrunde gewinnt das Team auf den letzten Drücker.
 


Um 22 Uhr am Freitagabend stand fest: Eine Aufstiegsfeier wird es zwei Tage später im Haßfurter Eisstadion am Großen Anger nicht geben. Dafür hätten die Hawks des ESC Haßfurt das erste Halbfinalspiel beim SC Reichersbeuern in der Eishockey-Landesliga-Aufstiegsrunde gewinnen müssen, um dann im Rückspiel nachzulegen. Die Kreisstädter verloren jedoch die Partie, die im Bad Tölzer Eisstadion ausgetragen wurde, mit 3:5.

Zumindest aber ist der große Traum vom zweiten Bayernliga-Aufstieg nach 2013 noch am Leben, denn am Sonntagabend gingen sie diesmal als Sieger vom Eis. Mit 3:2 entschieden sie das Spiel im Penaltyschießen für sich. Damit fällt die endgültige Entscheidung nun am Freitag, wenn sich beide Kontrahenten erneut in Bad Tölz gegenüberstehen. Tatsache ist, dass für die Hawks bereits am Freitag mehr drin gewesen wäre. Immerhin gelang es ihnen, einen 0:2-Rückstand – die beiden Treffer für Reichersbeuern fielen jeweils in Überzahl (3., 13.), nachdem Haßfurter Spieler acht der ersten zwölf Minuten auf der Strafbank verbringen mussten – im zweiten Abschnitt zu drehen.

Der ESC kämpft sich zurück

Erst schafften Lukas Kratschmer (25.) sowie Jakub Sramek (32.), ebenfalls bei numerischer Überlegenheit, den Anschluss sowie den Ausgleich. Und als dann Tomas Pribyl eine 5-3-Überzahlsituation wenig später mit der erstmaligen Führung abschloss (34.), schien sich das Blatt zugunsten der Gäste gewendet zu haben.

Sehr zur Freude der 120 mitgereisten ESC-Fans unter den 429 Zuschauerinnen und Zuschauern. "Da war scheinbar der Knoten ein wenig geplatzt", war nicht nur ESC-Kapitän Christian Dietrich zu diesem Zeitpunkt voller Hoffnung hinsichtlich eines weiteren positiven Verlaufs. Diese Hoffnung zerschlug sich aber zusehends.

Nachdem Jakub Sramek aufgrund einer Erkrankung ohnehin nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, sich aber dennoch in den Dienst der Mannschaft stellte, erfolgten weitere Schwächungen: Verteidiger Alexander Stahl verließ zwangsweise bereits Mitte des ersten Drittels aufgrund von Problemen mit seinen Schlittschuhen die Eisfläche und Lukas Kratschmer konnte ebenso wie Lucas Büchner nach genähten Platzwunden nur noch gehandicapt weiterspielen.

Hora muss nach Check vom Feld

Ganz hart traf es aber Abwehrchef Daniel Hora, der nach einem Check von Gegenspieler Johannes Fischer ganz das Eis verlassen musste (36.). Die Diagnose: Rippenbruch. Dass der Reichersbeuerer für seinen harten Einsatz eine fünfminütige Bankstrafe erhielt, tröstete niemanden im ESC-Lager. Für Haßfurts Nummer drei dürfte die Saison nach dieser Verletzung vorzeitig beendet sein.

Ob all diese Rückschläge in den letzten 20 Minuten eine vielleicht doch größere negative Rolle bei den Hawks spielten, bleibt dahingestellt. Sie schafften es aufgrund von notwendigen Umstellungen der Reihen und Unstimmigkeiten bei den einzelnen Wechseln jedenfalls nicht mehr, an die zuvor gezeigte Leistung anzuknüpfen. Stattdessen gelang Peter Fischer in der 48. Minute der 3:3-Ausgleich für den SC, während Alexander Nicolaus knapp fünf Minuten vor der Schlusssirene die 4:3-Führung erzielte (55.).

Gegenstände fliegen Richtung Eisfläche

Eine Haßfurter Auszeit sowie die anschließende Herausnahme von Torwart Nicolas Hetzel für einen weiteren Feldspieler brachten nicht mehr den gewünschten Effekt. Im Gegenteil: Maximilian Hirschberger markierte mit einem Schuss ins verwaiste ESC-Gehäuse 25 Sekunden vor dem Ende den 5:3-Endstand. Scheinbar wurde unmittelbar zuvor ein Haßfurter Spieler noch gefoult, denn die Fans der "Rot-Weißen" zeigten sich sehr lautstark und aufgebracht.

Und nachdem sogar einige Gegenstände Richtung Eisfläche flogen und dabei möglicherweise einen Mitarbeiter in der Sprecherkabine trafen, unterbrach Hauptschiedsrichter Alain Kretschmer, der das vermeintliche Vergehen möglicherweise nicht gesehen hat, die Partie für insgesamt zehn Minuten, um die aufgeheizte Atmosphäre auf den Rängen zu beruhigen.

Revanche auf den letzten Drücker

"Wir haben Reichersbeuern leider wieder in Spiel kommen lassen", ärgerte sich Dietrich über die verpasste große Chance, die zwischenzeitlich erkämpfte 3:2-Führung nicht weiter auszubauen. "Letztendlich hat Reichersbeuern verdient gewonnen", zeigte sich Andreas Kurz als zwar enttäuschter, aber sportlich fairer Verlierer. "Sie waren letztlich das eine Tor, das Empty-Net-Goal zähle ich nicht, besser als wir. Das muss man leider akzeptieren", so das für die erste Mannschaft zuständige Vorstandsmitglied.

Im Rückspiel geriet der ESC in der eigenen Eishalle erneut schnell in Rückstand, doch Dominik Tobola und Jan Trübenekr drehten die umkämpfte Partie zunächst, die bis zum 2:2 am Ende stets spannend blieb, aber nicht gerade hochklassig war. Es ging also in eine zehnminütige Verlängerung – ohne weiteren Treffer. Das Penaltyschießen entschied der ESC für sich, Kratschmer und Trübenekr trafen, während Reichersbeuern bei einem Penalty-Erfolg blieb. "Das war ein reines Kampfspiel", erklärte der Haßfurter Teamchef Martin Reichert hernach, der einen "großen Kampf am Freitag" erwartet. "Heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen."

Gameday Reichersbeuern

Timo Jung glaubt fest an seinen zweiten Bayernligaaufstieg mit den Haßfurter Hawks

Die derzeitige Nummer 2 beim ESC Haßfurt warnt aber vor dem Halbfinalgegner SC Reichersbeuern. Der Grundstein soll bereits beim Auswärtsspiel am Freitag gelegt werden

 

SC Reichersbeuern – ESC Haßfurt (Freitag, 19.30 Uhr)

ESC Haßfurt – SC Reichersbeuern (Sonntag, 18.30 Uhr)

"Von Anfang an wollte das Team von ESC-Trainer Frank Genßler mit unbändigem Einsatz die 7:5-Niederlage vom Hinspiel in Schongau wettmachen. Mit Erfolg: "Es ist einfach richtig geil", strahlte nicht nur Rafael Popek nach dem hochverdienten 5:2-Erfolg." So stand es vor knapp neun Jahren beim ersten Aufstieg der Haßfurter Eishockeymannschaft in der Zeitung. Sorgen die Haßfurter Hawks jetzt zum zweiten Mal in der mittlerweile 17-jährigen Vereinsgeschichte des Eissportclubs der Kreisstadt für Furore? Der zweite Aufstieg in die Eishockeybayerliga ist jedenfalls nur noch maximal drei Spiele entfernt.

Die Haßfurter Hawks sorgen mit ihrem 3:6 noch einmal für Spannung

Zwei Siege gegen den SC Reichersbeuern, egal in welcher Höhe, wären notwendig. Nach Rafael Popek, Martin Dürr, Philip Bates, David Franek, Martin "Hexer" Hildenbrand, Matthias Brahmer oder auch Ilja Kinereisch wollen am Wochenende nun Jakub Sramek, Christian Dietrich, Lukas Kratschmer, Pascal Marx, "The Wall" Nicolas Hetzel sowie ihre Teamkollegen für ein weiteres sportliches Glanzlicht in Haßfurt sorgen. Eine große Feier im Stadion "Am großen Anger" würde es am Sonntag aber nur dann geben, wenn die Hawks bereits das Auswärtsspiel am Freitag für sich entscheiden und nachlegen. Bei einer Niederlage in Bad Tölz, wo Reichersbeuern seine Heimspiele austrägt, würde eine Entscheidung möglicherweise – falls Haßfurt das Sonntagsspiel gewinnt  – erst im dritten Anlauf am 18. März, wieder in Bad Tölz, fallen.

Timo Jung trug schon 2013 das Hawks-Trikot

Einer, der bereits vor neun Jahren das Hawks-Trikot anhatte, verschwendet daran freilich keinen Gedanken. Timo Jung ist optimistisch, dass der Sieger bereits am Sonntagabend "gekrönt" wird und aus Haßfurt kommt. "Ich denke, dass wir es in dieser Saison schaffen", glaubt er fest an den zweiten ESC-Aufstieg seiner Karriere. "Die ganzen Ereignisse, sei es die Trainerfrage, oder wieder mal Corona, haben uns als Mannschaft zusammenwachsen lassen. Es ist eine ganz andere Stimmung in der Kabine, als die Jahre davor, als wir in den Play-offs waren", erinnert sich der 31-jährige Bergrheinfelder an einige vergebliche Anläufe zurück.

Für ihn spielt auch die Unterstützung von außerhalb eine große Rolle. "Die Stimmung der Fans ist diese Saison eine andere. Sie helfen uns, dass wir alles aus uns herausholen." Dennoch sieht er "mehr Parallelen als Unterschiede" zu 2013. "Natürlich haben wir heute beispielsweise mehr Kontingentspieler. Aber auch damals waren wir eine super Mannschaft, ohne einen einzelnen Star zu haben. Genau wie aktuell. Wenn eine Reihe einen schlechten Tag hat, ist eine andere da, welche die Tore macht", betont Jung.

Jung warnt vor vermeintlich leichtem Gegner

Er warnt indes vor dem vermeintlich leichten Gegner, nachdem die gesamte Landesligagruppe 2 schon von Saisonbeginn an als "einfacher" eingestuft wurde. "lch denke einfach, dass auch in dieser Gruppe die Mannschaften, die in die Play-offs gekommen sind, nicht ohne Grund da sind", appelliert Timo Jung eindringlich an seine Teamkollegen, den Gegner nicht eine Minute zu unterschätzen. Er hält beide vermeintlichen Außenseiter, Reichersbeuern ebenso wie die Germering Wanderers, mit denen sich Pegnitz auseinandersetzen muss, für "starke Mannschaften, die sehr körperbetont spielen und somit immer für eine Überraschung gut sind."

Tatsache ist, dass Reichersbeuern nach der Vorrunde bei 15 Erfolgen und drei Niederlagen 45 Punkte auf dem Konto hatte. Auch in der Aufstiegsrunde gingen sie in sieben Partien lediglich einmal als Verlierer vom Eis. Zu guter Letzt sagen die jeweiligen Tordifferenzen von 53 (111:58) sowie 28 (39:11) viel über die Gefährlichkeit des Gegners aus, der im Angriff (unter anderem mit den Topscorern Maximilian Hirschberger, Johannes Fischer und Lukas Stauffert) sowie in der Abwehr nicht nur über viel Quantität, sondern über noch mehr Qualität verfügt.

Kein Neid auf die Nummer 1 im Tor

Dass er sich aktuell mit der zweiten Reihe zufrieden geben muss, ist für Timo Jung derweil kein Problem. Er wünscht sich, dass Nicolas Hetzel am Wochenende seine herausragende Form in den Partien gegen Reichersbeuern beibehalten kann. "Er hat sich das über die Saison erarbeitet und zeigt immer eine gute Leistung. Natürlich möchte jeder gerne spielen, keine Frage. Aber es war ja auch meine Entscheidung, mich auf das Private etwas mehr zu fokussieren", sagt der junge Familienvater, der "absolut nicht neidisch" auf die derzeitige Nummer 1 ist. Er freut sich jetzt erst einmal auf die Play-offs und dann an die kommende Saison, in der er "hoffentlich in der Bayernliga wieder angreifen" will.

SB Pegnitz

Die Haßfurter Hawks sorgen mit ihrem 3:6 noch einmal für Spannung

Gegen den Pegnitz gab es die erste Heimniederlage der Saison. Die Kreisstädter stehen zwar immer noch auf Platz eins, können von den Ice Dogs aber noch abgefangen werden.

 

Es war alles angerichtet für eine weitere Party der Rot-Weißen. Es hätte so schön sein können. Doch das Spiel zwischen dem ESC Haßfurt und dem EV Pegnitz in der Eishockey-Landesliga-Aufstiegsrunde verlief anders, als es sich die meisten der 665 Zuschauerinnen und Zuschauer im Haßfurter Eisstadion erwünscht hatten. Einzig die etwa 50 mitgereisten Fans der Ice Dogs jubelten am Freitagabend lautstark, denn ihre Mannschaft schaffte das, was in den vorangegangenen Pflicht-Heimspielen der Hawks keinem Gegner gelang: Sie ging als Sieger vom Eis.

Defensivmann Pribyl spricht Klartext

"Das war einfach eine schlechte Leistung von uns", suchte Verteidiger Tomas Pribyl keine Ausreden für das zumeist glücklose Auftreten. Zwar beträgt Rückstand der Oberfranken auf die Hawks trotz des Erfolges immer noch fünf Punkte. Diese haben aber noch zwei ausstehende Partien. Ob die noch ausgetragen werden können – oder ob am Ende die Quotientenregelung zur Anwendung kommt, bleibt abzuwarten. Sollte Pegnitz aber tatsächlich noch an die Tabellenspitze rücken, wäre die Austragung des Halbfinals für Haßfurt ungemein wichtig für den weiteren Verlauf der Aufstiegsrunde. Teamchef Martin Reichert geht "weiterhin ganz fest" davon aus, dass die Hawks am kommenden Wochenende an einem der beiden Semifinals teilnehmen. "Die Regeln sind ganz klar festgelegt. Ich sehe keinen Grund, warum sich das jetzt ändern sollte", so Reichert, der nach wie vor fest mit einem Sieg im Halbfinale rechnet.

Zum Erfolg von Pegnitz hatte er natürlich auch seine sportlich faire Meinung: "Das war heute nicht unser Spiel", sagte der Teamchef nach der Schlusssirene. Enttäuscht ja, sauer auf die Mannschaft, die immerhin alles versucht hatte, war er nicht. "Die Jungs haben sich heute einfach schwergetan gegen gute Pegnitzer. Stockfehler, Fehlpässe und so weiter. Außerdem hat Pegnitz einige geniale Tore erzielt", analysierte der Sylbacher die erste Heimpleite.

Wahrlich hatten die Hawks gegen unheimlich willige und engagiert auftretende Ice Dogs von der ersten Sekunde an ihre Probleme. Und der Zwischenspurt im sehr starken und effektiven Mittdrittel, als Jan Trübenekr mit einem Doppelschlag (21., 22.) sowie Jakub Sramek (30.) die Gästeführung aus Abschnitt eins (Torschütze war Roman Navarra, 13.) drehten, brachte keine Sicherheit. Im Gegenteil: Pegnitz schaffte durch einen verwandelten Penalty von Stefan Hagen den 3:2-Anschluss (34.) und nahm während den letzten 20 Minuten ganz das Zepter in die Hand. Gleich vier Mal gaben sie ESC-Schlussmann Nicolas Hetzel noch das Nachsehen und revanchierten sich so eindrucksvoll für die 3:4-Hinspielniederlage.

"So ein Spiel muss man auch hinnehmen", gab es von Reichert keinerlei Kritik für eine Leistung, die ein anderes Ergebnis wohl nicht gerechtfertigt hätte. "Wir hatten bislang eine grandiose Saison, die gesamte Mannschaft hat Überragendes geleistet. Und wenn dann, natürlich ausgerechnet heute, so ein Spiel dabei ist, dann spiegelt das einfach das Leben wieder", meinte er und fügte hinzu: "Ich denke trotzdem, dass wir mit der Saison bisher sehr sehr gut leben können."

 

Eishockey, Landesliga-Aufstiegsrunde, Gruppe 1

ESC Haßfurt – EV Pegnitz 3:6 (0:1, 3:1, 0:4)

Haßfurt: Hetzel, Jung – Hora, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich, Endres – Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore: 0:1 (13.) Roman Navarra (Patrik Dzemla, Mark Meier), 1:1 (21.) Jan Trübenekr (Daniel Hora, Jakub Sramek 5-4), 2:1 (22.) Trübenekr (Sramek, Hora), 3:1 (30.) Sramek (Trübenekr), 3:2 (34.) Stefan Hagen (Penalty), 3:3 (42.) Navarra, 3:4 (46.) Paul Wolf (Hagen, Ralf Skarupa), 3:5 (49.) Skarupa (Jannek Gerstner), 3:6 (53.) Christopher Schuster (Gerstner, Michael Breyer 4-5). Strafminuten: 12/12. Schiedsrichter: Feist (Herath/Worodnikow). Zuschauer: 665.

Gamedy Pegnitz

Wie sieht es in Sachen Aufstieg für den ESC Haßfurt aus?

Vor dem Duell mit Pegnitz haben die Hawks das Halbfinale um den Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga bereits sicher. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Endspurt gibt es hier.

 

Das Playoff-Halbfinale ist erreicht. Am Freitag geht es für den Eishockey-Landesligisten ESC Haßfurt im letzten regulären Aufstiegsrunden-Spiel gegen den EV Pegnitz (19.30 Uhr), was quasi einer Generalprobe gleichkommt, nur noch darum, ob man als Spitzenreiter der Gruppe 1 eine Woche später gegen den derzeitigen Tabellenzweiten der Gruppe 2, den SC Reichersbeuren, um den Bayernliga-Aufstieg kämpft. Oder müssen die Hawks sich am Ende doch mit Rang zwei begnügen? Dann käme der Gegner eventuell aus Germering.

Unabhängig davon strebt nicht nur ESC-Teamchef Martin Reichert den 13. Sieg im 13. Pflicht-Heimspiel an und danach das "absolute i-Tüpfelchen einer bislang sportlich grandiosen Saison", wie es der 58-Jährige auf den Punkt bringt. Wie kam es aber zum Höhenflug der Hawks und wie sieht der weitere Fahrplan Richtung Bayernliga aus?

Was läuft in dieser Saison besser als in der vergangenen?

Ein großer Faktor ist der Zusammenhalt. Für Sportvorstand Andreas Kurz führten "die schwierigen Wochen zu Saisonbeginn" und die daraus resultierenden "vielen Gespräche innerhalb der Mannschaft sowie mit der sportlichen Leitung" dazu, dass das Team "viel, viel enger zusammengerückt" sei. "Das sieht man auf dem Eis, wo jeder für jeden arbeitet und alles raushaut, was geht", so Kurz. Zudem haben sich laut Reichert die jungen Spieler "zum Teil sehr gut entwickelt. Und die anderen werden noch folgen."

Hinsichtlich verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle waren die Hawks letztlich "nicht so stark betroffen" und alle Spieler hätten in der bisherigen Saison "eine tolle Leistung" gezeigt, lobt Reichert das Team. Und das, obwohl aufgrund der Pandemie Partien immer wieder abgesagt oder verlegt werden mussten. Ebenfalls wichtig: Die Topscorer Jan Trübenekr (bislang 35 Tore und 37 Assists) und Jakub Sramek (38/28) sowie ihre Teamkollegen schlugen oftmals im richtigen Augenblick zu.

Was haben die spielenden Trainer bewirkt?

Die Tschechen Dominik Tobola, Jakub Sramek, Daniel Hora und Jan Trübenekr (zusammen mit Landsmann Tomas Pribyl mit einer Scorerbilanz von bisher 97 Treffern und 153 Vorlagen) haben zum einen die Last von allen Beteiligten genommen, nachdem Trainer Zdenek Vanc plötzlich nicht mehr zur Verfügung stand. Zum anderen sorgten sie für die Stabilität im Trainingsbetrieb.

Wie hat die Mannschaft die chaotische Runde weggesteckt?

Sehr gut. "Die wirklich oftmals nicht einfache Saison hat uns noch mehr zusammengeschweißt", betont Kapitän Christian Dietrich. "Wenn du in wichtigen Phasen so viele Krankheitsfälle zu verkraften hast oder auf nicht geimpfte Spieler verzichten musst und deshalb nur einen kleinen Kader zur Verfügung hast, dann wächst du als Team einfach noch mehr zusammen. Und genau das hat uns so erfolgreich gemacht."

Wie hoch ist der Anteil der Fans am Höhenflug?

Enorm hoch. Sie stehen geschlossen hinter den Hawks. Die durchschnittlich 430 Zuschauerinnen und Zuschauer in den bisherigen zwölf Pflichtspielen – ebenfalls Spitze in der Landesliga – sind aufgrund ihrer Anfeuerung sicher mitverantwortlich, dass der ein oder andere Punkt mehr in Haßfurt geblieben ist, oder – wie etwa bei den Auswärtspartien zuletzt in Dingolfing, Pegnitz, Moosburg und Waldkirchen, als ebenfalls meist "Rot-Weiß" dominierte, mit nach Hause genommen wurde. Bei den Auswärtsauftritten ist die Unterstützung zuletzt stetig angewachsen. Es ist wieder eine echte Euphorie im Haßfurter Eishockey zu spüren.

Wie stehen die Chancen in Richtung Bayernliga?

"Ich weiß nicht, wer uns schlagen sollte", sagte Schlussmann Nicolas Hetzel, seit Wochen in blendender Verfassung, selbstbewusst und optimistisch schon vor längerer Zeit. Ein Blick auf die Statistiken zeigt: Die Hawks treten schon in der ganzen Saison als stabiles Team auf.

Alle bisherigen Partien im Stadion Am Großen Anger wurden gewonnen. Seit dem 7:1-Erfolg in Freising ist zudem die anfängliche Schwäche in der Fremde passé. Alle vier Auswärtspartien in der Aufstiegsrunde haben die ESCler für sich entschieden.

Bestes Beispiel für den immer vorhandenen Siegeswillen war der 8:3-Kantersieg einer Haßfurter "Rumpftruppe" gegen die favorisierten Isarrats aus Dingolfing Mitte Dezember.

Zudem sprechen die beste Abwehrabteilung und der beste Angriff, sowohl in der Vor- (103:64 Tore) als auch in der Aufstiegsrunde (bislang 39:20 Tore), eine deutliche Sprache. Den besten Rückhalt der Liga nicht zu vergessen: Hetzel hat sich mittlerweile über die Landesliga hinaus einen Namen gemacht. Sollte alles normal laufen, werden die Hawks wohl aufsteigen.

Wie laufen die weiteren Aufstiegsspiele ab?

Unterdessen hat Ligenobmann Frank Butz vom Bayerischen Eissport-Verband (BEV) nochmals betont, die beiden Bayernliga-Aufsteiger "falls möglich" mittels Halbfinale (Überkreuzspiele der beiden Gruppen) und einem anschließendem Endspiel (beide Finalisten wären Aufsteiger) im Play-off-Modus "Best-of-Three" zu ermitteln. Voraussetzung hierfür sei, dass alle Meisterschaftsspiele bis zum Beginn der Play-off Runden am 11. März sportlich ausgetragen wurden oder die Quotientenregel kein anderes Tabellenbild zulassen würde.

"Sollte ein Halbfinale aus Termingründen nicht gespielt werden können, da zum Beispiel offene Spiele nachzuholen sind, ist der jeweils Erstplatzierte der Aufstiegsrunde der sportliche Aufsteiger in die Bayernliga", macht Butz deutlich. Möglich ist dann noch, den Meister der Landesliga in Hin- und Rückspiel zu ermitteln. Und: Sollten sich beide Vereine nur auf einen Spieltermin verständigen, wäre auch dies nach vorheriger Absprache mit dem zuständigen Spielgruppenleiter möglich. "Bei einer Austragung mit Hin- und Rückspiel wird der Modus in Absprache mit den teilnehmenden Vereinen festgelegt", so Butz.

SB Dingolfng/Waldkirchen

Zwei Siege am Wochenende

Sie haben es tatsächlich geschafft: Nach zwei weiteren Erfolgen am Wochenende gegen den EV Dingolfing (4:0) am Freitag, sowie beim ESV Waldkirchen (6:9) am Sonntag, stehen die Haßfurter Hawks im Playoff-Halbfinale und kämpfen, so der derzeitige Plan des Bayerischen Eissport-Verbandes (BEV), ab dem 11. März um den sportlichen Aufstieg von der Landes- in die Eishockeybayernliga.

Ob Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen letztlich als Tabellenerster ins Rennen gehen, entscheidet sich möglicherweise beim Frankenderby am kommenden Freitag, wenn zur letzten Partie der Aufstiegsrunde nochmals die Pegnitzer Ice Dogs im Stadion am Großen Anger gastieren. 

Tatsache ist, dass die Hawks die Türe dank eines grandiosen 4:0-Erfolges über Verfolger Dingolfing weit aufgestoßen haben. Die bis auf den immer noch verletzten Michael Stach doch mit kompletter Besatzung angetretenen Kreisstädter mussten sich den zwölften Heimsieg im zwölften Pflichtspiel der laufenden Saison allerdings hart erarbeiten. Die ebenfalls mit einer 20-Mann-„Kapelle“ angetretenen Niederbayern versuchten während der 60 Minuten alles, um ihrerseits den Drei-Punkte-Abstand auf den Spitzenreiter zu verkürzen. Doch ihnen stand zum einen wieder einmal „The Wall“ Nicolas Hetzel im Weg, der sich seinen ersten Shutout redlich verdiente. Zum anderen ein äußerst effektiver Gegner, der einfach immer zum richtigen Zeitpunkt ins Schwarze traf. Nach dem 1:0-Führungstreffer von Dominik Tobola (8.) im ersten Abschnitt erzielte mitten in einer Dingolfinger Drangphase im Mitteldrittel Youngster Lukas Kratschmer dann das immens wichtige 2:0 (35.). „Ja, das war ein ganz wichtiges Tor. Aber vor allem ein ganz wichtiger Sieg heute für uns“, freute sich der sichtlich erschöpfte ESC-Angreifer, dessen leicht blutverschmiertes Gesicht auf eine harte Auseinandersetzung auf dem Eis hinwies. Gut für Haßfurt, dass Jakub Sramek sechs Sekunden vor der zweiten Pausensirene auf 3:0 erhöhte, während Christian Dietrich den Puck in der 59. Minute nach einem Pass von Daniel Hora ins inzwischen verwaiste EV-Gehäuse zum 4:0-Endstand unterbrachte. „Es war halt ein richtiges Playoff-Spiel. Man hat gemerkt, dass es um den ersten Platz geht. Und jeder hat alles gegeben und wir hatten auch das notwendige Scheibenglück“, räumte Lukas Kratschmer nach der Schlusssirene ein, ehe er noch Nicolas Hetzel dankte: „Unser Torwart war heute wieder Weltklasse.“

Mit ihrem hohen Auswärtssieg bei der torreichsten Partie der Saison vor sage und schreibe 220 mitgereisten ESC-Fans, die gleich in zwei Bussen und vielen Privat-Pkw in den Bayerischen Wald gereist sind, machten die Hawks den Einzug dann perfekt. Bereits im ersten Abschnitt stellten Jan Trübenekr, Christian Dietrich und Jakub Sramek (3./17./18.) vor insgesamt 305 Zuschauern die Weichen auf Auswärtssieg Nummer 4 in der laufenden Aufstiegsrunde. Nach einem toremäßig ausgeglichenen 3:3-Mitteldrittel erzielte Torjäger Jakub Sramek, der auch zum zwischenzeitlichen 1:5 verantwortlich war, dank eines Doppelpacks binnen 72 Sekunden seine Saisontore 37 und 38 und erhöhte auf 3:8 (47./48.). Am Ende stand einem weiteren 3:3 ein dickes 6:9 auf der Anzeigentafel im Waldkirchener Eisstadion. Der Sieg des Spitzenreiters, der phasenweise fünf Tore Vorsprung hatte, war in einem turbulenten Spiel zu keiner Zeit gefährdet. Ein Dank ging während der Begegnung an die Gastgeber in Waldkirchen. Eine hervorragende Stimmung wurde von den Fans und Verantwortlichen in Waldkirchen unterstützt und führte zu einem tollen Abend als Werbung für das gesamte Eishockey. Selbst eine Schnupftabak Teststation wurde eingerichtet :-)

 

Statistik der Spiele

ESC Haßfurt gegen Dingolfing: Hetzel, Jung – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich, Endres – Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore: 1:0 (8.) Tobola (Pribyl, Sramek, 2:0 (35.) Kratschmer (Zürcher, Büchner), 3:0 (40.) Sramek (Trübenekr, Pribyl), 4:0 (59.) Dietrich (Hora) Empty-net. Strafzeiten: 4/12. Schiedsrichter: Feist (Laudenbach/Beigel. Zuschauer: 628.

 

ESC Haßfurt in Waldkirchen: Hetzel, Feitl – Hora, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich, Endres – Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore: 0:1 (3.) Trübenekr (Sramek), 0:2 (17.) Dietrich (Trübenekr, Stahl) 4-5, 0:3 (18.) Sramek (Büchner), 1:3 (21.) Böhm (Paule, Vezina), 1:4 (22.) Tobola (Pribyl, Kratschmer), 1:5 (26.) Sramek, 1:6 (29.) Trübenekr (Müller, Sramek), 2:6 (34.) Ober (Tolle), 5-4, 3:6 (35.) Vezina (Böhm, Ober), 3:7 (46.) Sramek, 3:8 (47.) Sramek (Trübenekr, Marx), 4:8 (48.) Böhm (Vezina, Daschinger), 5:8 (57.) Vezina (Bähm, Daschinger), 5:9 (58.) Dietrich (Müller, Trübenekr), 6:9 (58.) Ober (Vezina, Daschinger) 5-4. Strafzeiten: 8/16. Schiedsrichter: Ober (Lobanov/Zimbelmann). Zuschauer: 305 (davon 220 aus Haßfurt).

Gameday Dingolfig

Das Halbfinale ist für die Hawks zum Greifen nah

Die Haßfurter Puckjäger können mit Siegen gegen Dingolfing und in Waldkirchen der Bayernliga wieder ein Stückchen näher kommen. Doch ist der Kader ausgerechnet jetzt dezimiert.

Sie können sowohl den Einzug in ein mögliches Playoff-Halbfinale als auch Platz 1 an diesem Wochenende bereits perfekt machen: Wenn die Haßfurter Hawks (1./13) am Freitag (19.30 Uhr) nach knapp zweiwöchiger Pause den aktuell zweitplatzierten EV Dingolfing (9 Punkte) bezwingen, würden sie sich für einen möglichen großen "Showdown" mit den "Top 2" der anderen Landesliga-Gruppe qualifizieren. Doch auch zwei Tage (17.30 Uhr) später will der Spitzenreiter beim Tabellenvierten ESV Waldkirchen nicht mit leeren Händen nach Hause fahren.

"Die Chancen stehen natürlich jetzt sehr gut", räumt Vorstandsmitglied Andreas Kurz ein, dass die Ausgangslage für die in der Aufstiegsrunde noch ungeschlagenen Kreisstädter nach der erfolgreichen "Vorarbeit" in den ersten fünf Partien kaum besser sein könnte.

Zuhause sind die Hawks noch ungeschlagen

Denn selbst wenn die aktuell drittplatzierten Pegnitzer Ice Dogs, Gegner im letzten Heimspiel am 4. März, ihre beiden bislang weniger ausgetragenen Partien für sich entscheiden, würde der Vorsprung der Hawks weiterhin komfortable vier Zähler betragen.

Doch wie schon in den vergangenen Jahren wollen sich Kurz, wie auch Teamchef Martin Reichert und die Spieler selbst, nicht mit dem Rechenschieber beschäftigen. "Die Jungs haben es weiterhin in ihren Händen und können am Wochenende für klare Verhältnisse sorgen", ergänzt Reichert und hofft bereits gegen die Isar Rats am Freitag auf ein weiteres Erfolgserlebnis, denn gerade zu Hause stehe es "an erster Stelle", ungeschlagen zu bleiben und den Abstand nach Minuspunkten zum EV Dingolfing zu vergrößern.

Waldkirchen steht gewaltig unter Zugzwang

Doch Reichert warnt vor den Niederbayern: "Natürlich wird es wieder kein Selbstläufer, sondern wie im Hinspiel harte Arbeit", lautet seine Einschätzung. "Nur wenn die Mannschaft wieder bereit und in der Lage ist, über ihre Grenzen zu gehen und Jeder für den Anderen da ist, werden wir auch wieder als Sieger vom Eis gehen. Mit diesem Gefühl im Rücken sind auch die Vorzeichen für das Auswärtsspiel in Waldkirchen wesentlich höher, Punkte einzusammeln."

Die "Crocodiles" aus Waldkirchen dürfen hingegen keine ihrer verbleibenden fünf Partien mehr verlieren und müssen gleichzeitig auf Ausrutscher der Konkurrenten hoffen, um überhaupt noch eine Chance auf Platz 2 zu bekommen.

Ein größeres Problem könnte der ESC-Kader sein, der ausgerechnet nach der letzten Heimpartie gegen Waldkirchen große Lücken aufwies. Der Einsatz von gleich neun Spielern steht auf der Kippe. "Bleibt nur zu hoffen, dass alle kranken und angeschlagenen Spieler dann wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen", sagt Andreas Kurz.

SB Waldkirchen


Aufstiegsrunde: Wer soll die Hawks jetzt noch stoppen?
Nach zwei weiteren Erfolgen in der Meister- und Aufstiegsrunde der Landesliga steht der ESC Haßfurt dicht vor dem Einzug ins Halbfinale. Herausragend war dabei der Goalie.



Christian Dietrich auf die Frage nach seiner Zufriedenheit über das Doppelspieltag-Wochenende der Haßfurter Hawks. Was hätte er auch kritisieren können? Nichts. Nach einem 3:2-Erfolg am Freitagabend in Moosburg setzte der ESC zwei Tage später gegen Waldkirchen noch eins drauf: Mit 8:2 behielten sie gegen die Krocodiles die Oberhand und bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze aus.

"Ich bin überhaupt mit dem Verlauf sehr zufrieden", sagte Dietrich deshalb nach der überragenden Vorstellung gegen die Bayerwälder, bei der er selbst mit vier Scorerpunkten, darunter dem Treffer zum zwischenzeitlichen 6:0, maßgeblichen Anteil hatte.

Torhüter Nicolas Hetzel als Sieggarant

Noch auffälliger aber als die Torschützen insgesamt – neben Dietrich trafen noch Jan Trübenekr (3), Jakub Sramek (2), Lukas Büchner und Lukas Kratschmer – trat Nicolas Hetzel in Erscheinung. Der Schlussmann war es, der die Krocodiles inklusive ihrem dreifachen deutschen Meister Nathan Robinson schier zur Verzweiflung brachte. Gefühlte 100 Mal schossen sie aus allen Lagen auf sein Gehäuse, lediglich zwei Mal hatte der 22-jährige Hetzel das Nachsehen. Alle andere Versuche machte er zunichte. Die Bezeichnung "Matchwinner" hatte er sich redlich verdient.

"Er hat uns gerade im ersten Drittel den Allerwertesten gerettet", gab es auch ein Sonderlob von Christian Dietrich. "Ich gebe immer mein Bestes. Wenn ich damit der Mannschaft helfen kann, freue ich mich. Und am Ende ist der Sieg dann die schönste Dankbarkeit, die ich erfahren kann", meinte Hetzel schon fast bescheiden, ehe er zu seinen restlichen Teamkollegen fuhr, um sich von den begeisterten 613 Fans feiern zu lassen.

"Herzschlagspiel" am Freitagabend in Moosburg

Bereits am Freitag sahen die offiziell 180 Zuschauer in Moosburg ein "Herzschlagspiel", wie es Andreas Kurz nach der Schlusssirene ausdrückte. "Noch so ein Spiel, und man kann mich einliefern", scherzte das für die 1. Mannschaft zuständige ESC-Vorstandsmitglied. Er räumte ein, dass die Hawks bei ihrem dritten Auswärtsauftritt in der Aufstiegsrunde "viele Sachen anders beziehungsweise auch schlechter gemacht" haben, als in den Wochen zuvor.

Trotzdem sei der knappe 3:2-Sieg, für den neben Jakub Sramek mit einem Blitztor (1.), Timo Zürcher (31.) sowie Tomas Pribyl kurz vor dem Ende (57.) hauptverantwortlich waren, "glücklich, aber verdient" gewesen. Die etwas weniger druckvoll agierenden Dreirosenstädter fanden wie schon beim ersten Aufeinandertreffen in Haßfurt und wie am Sonntag Waldkirchen immer wieder in ESC-Schlussmann Nicolas Hetzel ihren Meister – vor allem bei eigener Unterzahl.

Spielfreies Wochenende hat zwei Seiten

Dass die Hawks am kommenden Wochenende nun spielfrei sind, hat für Dietrich unterdessen zwei Seiten: "Einerseits schön, wenn die Wehwehchen wieder einmal verheilen können. Aber anderseits, wenn man einen Lauf hat, dann kommt man vielleicht aus dem Spielfluss raus."

Bis zum Auftritt am 25. Februar gegen Dingolfing gelte es jetzt im Training konzentriert zu arbeiten, "dann holen wir die nächsten Punkte." Auch Nicolas Hetzel ist mit Blick auf die noch anstehenden Partien sehr zuversichtlich: "Ich weiß nicht, wer uns schlagen sollte."



Statistik der Spiele

Eishockey, Landesliga – Aufstiegsrunde:

EV Moosburg – ESC Haßfurt 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)

Haßfurt: Hetzel, Feitl – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich, Endres – Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore: 0:1 (1.) Sramek (Hora, Trübenekr), 1:1 (9.) M. Horava (Eder, D. Schander), 1:2 (31.) Zürcher (Trübenekr, Sramek) 4-5, 2:2 (32.) Seitz (P. Horava, M. Horava) 5-4, 2:3 (57.) Pribyl (Sramek, Tobola) 4-5. Strafzeiten: 12/14. Schiedsrichter: unbekannt. Zuschauer: 180 (80 aus Haßfurt).

ESC Haßfurt – ESV Waldkirchen 8:2 (2:0, 4:0, 2:2

Haßfurt: Hetzel, Feitl – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich, Endres – Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore: 1:0 (10.) Sramek (Hora, Trübenekr) 5-4, 2:0 (20.) Trübenekr (Sramek, Dietrich), 3:0 (21.) Trübenekr (Dietrich), 4:0 (26.) Sramek (Hora), 5:0 (33.) Büchner (Pribyl) 5-4, 6:0 (34.) Dietrich (Pribyl, Hora) 5-4, 6:1 (41.) Kirjak (Mayrhauser), 7:1 (48.) Trübenekr (Sramek, Dietrich) 5-4, 7:2 (58.) Paule (Bojer), 8:2 (59.) Kratschmer (Zürcher, Pribyl). Strafzeiten: 10/18+10. Schiedsrichter: Wittmann (Laudenbach/Graf). Zuschauer: 613.

VB Moosburg

Viel Arbeit für den ESC Haßfurt am Wochenende
Ein Auswärts- und ein Heimspiel stehen für den derzeit erfolgreichen Eishockey-Landesligisten an. Doch vom bisherigen Erfolg will sich bei den Hawks keiner ablenken lassen.


Begegnungen "schon ganz gut" aussieht, will Martin Reichert nicht von der Hand weisen. Die Haßfurter Hawks, mit dem Ertrag von derzeit sieben Pluspunkten an der Tabellenspitze ihrer Gruppe 1 der Eishockey-Landesliga-Aufstiegsrunde, hätten "einen super Start" hingelegt. Das große "Aber" fügt der Teamchef jedoch gleich an: "Mehr haben wir noch nicht erreicht."

Daher gelte es, diesen sehr guten Start fortzuführen. Sollte das Team um Kapitän Christian Dietrich auch im Rückspiel beim noch punktlosen Schlusslicht EV Moosburg (Freitag, 19.30 Uhr) sowie beim zweiten Heimauftritt der Runde am Sonntagabend gegen den ESV Waldkirchen (3. Platz/3 Punkte, 18.30 Uhr) einige Zähler einfahren, könnte der Traum von der Bayernliga wieder ein Stückchen realer werden.

Die Spieler überzeugen den Teamchef

"Die Mannschaft wird mit Sicherheit wieder alles geben, um erfolgreich zu sein", zeigt sich der 58-Jährige überzeugt vom Einsatz- und Kampfeswillen der Hawks. Dieser wird auch notwendig sein, um zu gewinnen. Bereits am Freitagabend rechnet Reichert beim Auftritt im Eisstadion der Dreirosenstädter wieder mit "einem ganz engen Spiel auf Augenhöhe. Die Moosburger stehen eindeutig mit dem Rücken zur Wand. Um überhaupt noch eine Chance auf einen der ersten beiden Plätze zu haben, dürfen sie kein Spiel mehr verlieren und müssen jetzt eine Serie starten", warnt er vor "brandgefährlichen" Hausherren. Es geht also nicht nur um eine Revanche für die 3:6-Niederlage wenige Tage zuvor, sondern um die sportliche Zukunft. "Ich glaube, wenn Moosburg erneut verliert, war es das für diese Saison mit der Rückkehr in die Bayernliga."

Gegen die Krocodiles aus Waldkirchen erwartet er ebenfalls "viel Gegenwehr", erst recht nach deren Heimniederlage gegen Dingolfing. "Die haben bereits bei ihrem ersten Auftritt in Haßfurt einen tollen Eindruck hinterlassen", erinnert er an den nur auf dem Papier deutlichen 7:2-Erfolg in der Vorrunde.

Und nachdem sich die vom deutschen Ex-Nationalspieler Ben Doucet trainierten Niederbayern vor einigen Wochen noch mit dem ehemaligen dreifachen deutschen Meister und Ex-DEL- sowie NHL-Spieler Nathan Robinson verstärkt haben, rechnet Reichert "mit einem offenen Schlagabtausch bis zum Ende" und spricht von einem "Sieg des Willens".

SB Moosburg

Die Haßfurter Hawks nähern sich der Bayernliga
Ein knapper Sieg in Pegnitz und ein klarerErfolg über Moosburg bringen den ESC Haßfurt in der Aufstiegs- und Meisterrunde einen großen Schritt in Richtung Halbfinale.


"Selbst mitzuspielen ist schon viel aufregender für mich. Und ich bin wie auf heißen Kohlen, ich hätte auch gerne mitgespielt". Doch nachdem Verteidiger Alexander Stahl bei der Partie seiner Haßfurter Hawks nach einer schmerzhaften Schulterverletzung bereits in Pegnitz passen musste, verfolgte er auch das Heimspiel gegen den EV Moosburg am Sonntagabend nur von der Ersatzbank aus. Zumindest konnte er sich zwei Mal freuen, denn nach einem knappen 4:3-Penalty-Erfolg bei den Ice Dogs am Freitagabend behielten seine Teamkollegen auch gegen den EV Moosburg zwei Tage später die Oberhand. Der 6:3-Sieg über die Grün-Gelben war allerdings ein hartes Stück Arbeit.
562 Zuschauer sehen den Heimsieg
"Sehr ausgeglichen", lautete Stahls Urteil nach der Schlusssirene im Haßfurter Eisstadion, das mit 562 Zuschauerinnen und Zuschauern so gut gefüllt war wie seit dem Freundschaftsspiel gegen Schweinfurt nicht mehr. Sie alle wurden letztlich für ihr Kommen belohnt, denn sie konnten über weite Strecken einen Krimi verfolgen.Gleich dreimal glichen die Kreisstädter eine Gästeführung aus. Erst in der 37. Minute brachte dann Doppeltorschütze Jan Trübenekr seine Mannschaft erstmals nach vorne. Und als sein Sturmpartner Jakub Sramek Moosburgs Schlussmann Maximilian Englbrecht, den Sohn von Trainer und Ex-Nationaltorwart Bernhard "Bernie" Englbrecht, bereits zum dritten Mal überwand und auf 5:3 erhöhte, war der Erfolg greifbar nahe.Sieg Nummer drei in der AufstiegsrundeLukas Kratschmer brachte die Guthabenpunkte fünf bis sieben endgültig unter Dach und Fach (59.). "Wir haben heute gezeigt, dass, wenn wir dagegen halten, wir einfach die bessere Mannschaft sind und die wichtigen Tore dann auch schießen", freute sich Stahl über den dritten Sieg in der Aufstiegsrunde in Folge und bezeichnete diesen als "sehr verdient".Dass sie auch am Freitag in Pegnitz "bis zum Umfallen" geackert haben, bestätigte nach der Partie Lukas Heinl. Der 29-jährige Sylbacher, Vorsitzender der Eishockeyfreunde Haßberge und seit vielen Jahren treuer Fan der Hawks, war natürlich wieder vor Ort im offenen Stadion der Ice Dogs.Trübenekr treffsicher im PenaltyschießenZusammen mit etwa 80 weiteren Schlachtenbummlern unterstützte auch er die Mannschaft beim Frankenderby. Und wie schon in Dingolfing siegten die Kreisstädter nach dem Penaltyschießen und sicherten sich somit zwei weitere Punkte in der Aufstiegsrunde, nachdem sie 14 Tage zuvor an gleicher Stelle noch mit 1:4 den Kürzeren gezogen hatten.Jan Trübenekr war es diesmal, der beim Stand von 3:3 mit seinem verwandelten "Strafstoß" für den zweiten Erfolg sorgte, im zweiten "Herzinfarktspiel" in Folge, wie es ESC-Vorstandsmitglied Andreas Kurz ausdrückte. Für ihn hatten die Ice Dogs durchaus "leichte Vorteile", was auch Heinl einräumte: "Nach meiner Meinung war es ein recht ausgeglichenes Spiel, aber Pegnitz hatte zum Teil die größeren Chancen."Vorentscheidendes Wochenende"Ich hoffe nun, dass es nächste Woche wieder aufwärts geht", blickt Stahl den anstehenden Begegnungen in Moosburg sowie gegen Waldkirchen entgegen.Doch gerade beim Rückspiel bei den Grün-Gelben erwartet der 24-Jährige einen heißen Kampf: "Das wird sehr schwer. Aber wenn wir dann auch wieder so konstant wie heute spielen, glaube ich trotzdem an einen Sieg."

SB Dingolfing

EV Dingolfing – ESC Haßfurt 4:5 n. P. (3:1, 0:2, 1:1)

31.01.22

Der Start ist fast perfekt geglückt. Zwar trennten die Haßfurter Hawks lediglich noch anderthalb Minuten vom Dreier. Doch auch mit den zwei Punkten, welche sie am Sonntagabend nach einem entscheidenden Penaltyschießen am Ende von hochklassigen 65 Minuten aus der Dingolfinger Marco Sturm Eishalle mit nach Hause brachten, waren nicht nur die knapp 90 mitgereisten ESC-Fans unter den offiziell 461 Zuschauern vollauf zufrieden.

„Wir hatten am Anfang etwas unserer Probleme“, umschrieb ESC-Angreifer Timo Zürcher die erste Viertelstunde der Partie, nachdem der ansonsten überragende Schlussmann Nicolas Hetzel bereits zwei Mal die Scheibe aus seinem Netz holen musste. Und auch der Anschlusstreffer von Lukas Kratschmer, der eine Vorlage von ihm zum 2:1 verwertete (15.), läutete die Wende noch nicht ganz ein: Dingolfings Peter Sulcik stellte noch vor der ersten Pausensirene den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (16.). „Da waren wir noch nicht im Playoff-Modus“, grinste der 22-Jährige, der nach zuvor wochenlanger Corona-Zwangspause wieder im Hawks-Trikot stürmte. „Aber danach waren wir richtig gut drin“, verwies er zufrieden auf die zwei weiteren Abschnitte, in denen seine Teamkollegen vor allem dank eines überzeugenden Überzahlspieles den Spieß umdrehen konnten: Jakub Sramek (25.) und Jan Trübenekr (30.) markierten jeweils bei einer 5-4-Überzahlsituation per Doppelschlag den Ausgleich. Auch eine gebrochene Scheibe und die vorgezogene zweite Drittelpause konnte die Hawks nicht mehr stoppen. In der 33. Minute wurde nach einem Scheibenbruch die Eisaufbereitung vorgezogen. Anschließend fand dann nur eine kurze Drittelpause vor Beginn des letzten Abschnitts statt. Der zuletzt ebenfalls lange fehlende Daniel Hora sorgte dann – ebenfalls mit einem Spieler mehr auf dem Eis – knapp vier Minuten vor dem Ende der Begegnung mit seinem erstmaligen Führungstreffer für wahre Jubelstürme im Gästeblock (57.). Erst in der 59. Minute verhinderte Dingolfings Peter Sulcik mit dem 4:4-Ausgleich, dass die Hawks alle Punkte entführen. „Das war natürlich etwas ärgerlich“, gab Zürcher zu, dass er die Maximalausbeute gerne mitgenommen hätte. „Das war aber ein Supertor“, erwies sich Vorstandsmitglied Andreas Kurz als fairer Sportsmann, der das Ergebnis nach 60 Minuten in einem Spiel, welches „nichts für schwache Nerven“ war, insgesamt als „gerecht“ bezeichnete.

Dass die Entscheidung, wer zwei Zähler auf seinem Guthabenkonto gut geschrieben bekommt oder nur einen, nach chancenreicher aber ergebnisloser Verlängerung erst im Penaltyschießen fiel, war für die neutralen Zuschauer quasi das i-Tüpfelchen. Und nachdem Daniel Hora bereits erfolgreich war (Jan Trübenekr war mit seinem Alleingang gescheitert), machte währenddessen Nicolas Hetzel zwei Versuche der Isar Rats zu Nichte Jakub Sramek sorgte letztlich für das „Golden Goal“ und somit große Erleichterung bei allen Haßfurter Beteiligten. „Ob wir letztlich verdient gewonnen haben oder nicht, ist egal. Natürlich ist Penalty auch Glückssache. Aber die Mannschaft, die selbst nach einem 2:0- und 3:1-Rückstand zu keiner Zeit aufgesteckt hat, hat sich das aufgrund ihres tollen Einsatzes erkämpft. Das war wirklich gut“, gab Kurz zu Protokoll, der gleichzeitig vom „unbedingten Siegeswillen“ der Isar Rats sprach. „Ich freue mich jetzt, das wir so gestartet sind und die ersten zwei Punkte eingefahren haben“, stieg Timo Zürcher ebenso wie alle restlichen Hawks letztlich aber sehr zufrieden und mit strahlendem Gesicht in den Mannschaftsbus, der kurz nach Mitternacht wieder in Haßfurt ankam.

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Hetzel, Feitl – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Marx, Hertwich, Endres – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore: 1:0 (3.) Janzen (Detterer), 2:0 (13.) Detterer (Penzkofer, Bilek), 2:1 (15.) Kratschmer (Zürcher), 3:1 (16.) Sulcik (Schindlbeck), 3:2 (25.) Sramek (Hora, Trübenekr) 4-5, 3:3 (30.) Trübenekr (Hora, Sramek) 4-5, 3:4 (57.) Hora (Trübenekr) 4-5, 4:4 (58.) Sulcik (Bilek). Entscheidender Penalty für Haßfurt: Jakub Sramek / Strafzeiten: 18/8. Schiedsrichter: Raidl – Bredhauer/Schmidthuber . Zuschauer: 461 (ca. 90 aus Haßfurt).

SB Pegnitz/Freising

EV Pegnitz – ESC Haßfurt 4:1 (3:0, 0:1, 1:0)

SE Freising – ESC Haßfurt 1:7 (0:1, 0:3, 1:3)

24.01.22

Erst wieder Schatten, zwei Tage später dann zum zweiten Mal in dieser Saison Licht. Die Rede ist von den Pflichtauswärtsspielen der Haßfurter Hawks, die nach zuletzt zahlreichen coronabedingten Absagen am Freitag beim 4:1 in Pegnitz zunächst erneut leer ausgingen, während sie am Sonntagabend in Freising dann zum zweiten Mal in dieser Saison die Oberhand behielten und die nicht immer schön anzuschauende Partie mit 7:1 gewannen.

Doch für die zuletzt personell arg gebeutelten Haßfurter, die sowohl bei den Ice Dogs sowie bei den Black Bears wieder in ansehnlicher Mannschaftsstärke auflaufen konnten, machten sich zumindest am Freitag die Auswirkungen der letzten Wochen deutlich bemerkbar. „Verdiente Niederlage. Auch in der Höhe“, gratulierte ESC-Betreuer Thomas Heinisch dem EV Pegnitz, der sich für die 6:2-Auftaktniederlage in Haßfurt Mitte Oktober 2021 revanchierte. Gleichzeitig nahm er Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen in Schutz. „Was man gemerkt hat, sind auf alle Fälle die letzten 14 Tage mit seinen Einschränkungen“, gab Heinisch vor allem den Trainingsrückstand zu bedenken. Zwei Mal entfielen die Übungseinheiten gänzlich, einmal waren lediglich fünf Spieler anwesend, teilweise nicht mehr als Sieben.

Tatsache ist, dass die Ice Dogs die Partie vor 162 Zuschauern (aufgrund der Zuschauerbeschränkungen gilt diese Anzahl als ausverkauft) schon nach dem ersten Drittel quasi entschieden. Der ehemalige Haßfurter Michael Breyer mit einem Doppelpack (4./19.) sowie Stefan Hagen (17.) brachten die Oberfranken, die ohnehin loslegten wie die berühmte Feuerwehr, komfortabel in Front. Bei einsetzenden Schneefall („das ist einfach nicht unser Wetter“) in der Pegnitzer Openair-Arena hielten die Hawks wenigstens weiter nach ihren Möglichkeiten dagegen. Sogar in Unterzahl sorgte Jakub Sramek während der ausgeglichenen zweiten 20 Minuten für den 3:1-Anschluss (37.). Mehr gelang an diesem Abend allerdings nicht. In der 49. Minute stellte dann Paul Schuster mit dem 4:1 den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her, der letztlich bis zur Schlusssirene Bestand hatte. Die Hawks schafften es aufgrund der Trainingsbedingungen der letzten zwei Wochen und den immer noch vorhandenen Personalausfällen (unter anderem fehlten wie auch in Freising noch Daniel Hora und Timo Zürcher) nicht, „körperlich noch einmal einen Gang zuzulegen. Mund abputzen, weitermachen“, so sein Fazit.

Besser und vor allem erfolgreicher präsentierten sie sich bei ihrem Auftritt bei den ebenfalls ersatzgeschwächten Black Bears, was aus Sicht von Lukas Kratschmer sehr wichtig war. „Das war heute ein ganz wichtiges Spiel für uns, vor allem für das Selbstvertrauen“, sagte der Angreifer, der beim deutlichen 7:1-Erfolg der Hawks, dem erst zweiten Auswärtserfolg in dieser Spielzeit, gleich zwei Tore (22./40.) beisteuerte. Auch seine Teamkollegen Michael Stach (9.), Tomas Pribyl (39.), Jan Trübenekr (46.) und Jakub Sramek (47./57.) trafen ins Schwarze. Das Ziel, „ein solides Spiel zu machen“, sei „über 60 Minuten geschafft“ worden. „Wir haben wieder einmal bewiesen, dass wir auch auswärts gewinnen und drei Punkte mitnehmen können“, lautete das Fazit vom Lukas Kratschmer. Dass er mit seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 4:0-Führung gleichzeitig das 100. Saisontor erzielte, freute den 21-Jährigen: „Das kommt ja nicht jeden Tag vor.“

Für Andreas Kurz spielen die Ergebnisse der beiden Partien eher eine untergeordnete Rolle, nachdem auch aufgrund der Erhöhung der an den „Playoffs“ beteiligten Mannschaften auf Fünf der Einzug bereits im Vorfeld perfekt war. „Einige Jungs sind ja direkt aus der Quarantäne auf das Spielfeld zurückgekehrt. Viele zwei Wochen ohne Training, das Training insgesamt mit nur wenigen Spielern. Das ist sicher nicht einfach“, so der für zusammen mit Teamchef Martin Reichert  für die 1. Mannschaft zuständige ESC-Sportvorstand. Für ihn gelte es jetzt, die Woche gut für die Vorbereitung auf die am Freitag beginnende Aufstiegsrunde zu nutzen. „Wichtig ist, dass uns jetzt wieder alle Spieler zur Verfügung stehen und diese dann schnellstmöglich wieder in Tritt kommen und den Schalter umlegen, jetzt, da es wieder bei Null beginnt.“

Die genauen Termine für die Aufstiegsrunde sollten bei einer Videokonferenz der teilnehmenden Vereine festgelegt werden. Neben Haßfurt mit einem Quotienten von 2,06 am Ende auf Platz 2, qualifizierten sich Spitzenreiter Dingolfing (2,22), Pegnitz und Moosburg (jeweils 1,83) sowie Waldkirchen (1,81).

 

Statistik der Spiele

ESC Haßfurt in Pegnitz: Hetzel, Feitl – Thebus, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Tobola, Krein, Dietrich, Kratschmer, Schmauser. Tore: 1:0 (4.) Breyer (E. Schuster, P. Schuster), 2:0 (17.) Hagen (Navarra, Holomek), 3:0 (19.) Breyer (Sonnenberg, E. Schuster), 3:1 (37.) Sramek (Pribyl) 5-4, 4:1 (49.) P. Schuster (Sonnenberg). Strafzeiten: 12/16. Schiedsrichter: Wittmann (Zwingl/Voit). Zuschauer: 162.

 

ESC Haßfurt in Freising: Hetzel, Feitl – Thebus, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Endres, Hertwich – Stach, Sramek, Trübenekr, Schmauser, Büchner, Krein, Dietrich, Tobola, Kratschmer. Tore: 0:1 (9.) Stach (Sramek), 0:2 (22.) Kratschmer (Dietrich), 0:3 (39.) Pribyl (Stach, Trübenekr) 4-5, 0:4 (40.) Kratschmer (Tobola, Dietrich), 0:5 (46.) Trübenekr (Sramek), 0:6 (47.) Sramek (Trübenekr), 1:6 (51.) Oexler (Birk, Kurnosow), 1:7 (57.) Sramek (Trübenekr, Tobola). Strafzeiten: 6/12. Zuschauer: 72.

SB Trosberg

Der ESC Haßfurt schießt Trostberg vom Eis

Ein furioses Auftaktdrittel legt den Grundstein zum 10:3-Kantersieg der Hawks. Denen steht nun ein sehr stressiges Wochenende mit gleich drei Partien bevor.

"Hier im Frankenland, spielen wir euch an die Wand". Die Fans im Haßfurter Eisstadion – trotz der geltenden 2G-Plus-Regel waren 364 Anhänger gekommen – hatten am Sonntagabend allen Grund zum Singen. Bei der ersten ihrer sieben Januar-Partien gelang den Hawks ein toller Jahresstart, denn die "Chiefs" des TSV Trostberg bekamen vor allem aufgrund eines furiosen ersten Abschnitts keine reellen Möglichkeiten zu einer Überraschung. Sehr zur Freude auch von Christian Dietrich.

Der ESC-Kapitän höchstpersönlich erzielte nämlich nach exakt 4:35 Minuten den ersten ESC-Treffer 2022 zum dritten zweistelligen Heimsieg der Saison. Nach dem 10:3-Erfolg, an dem sich neben Dietrich neun weitere Teamkollegen der nach erfolgten Impfungen und Genesungen nach vielen Wochen wieder einmal vollzählig angetretenen Mannschaft in die Scorerliste eintragen konnten, war der 30-Jährige jedoch nicht restlos zufrieden.

Das "Runterschalten" kommt nicht so gut an

"Wir haben das erste Drittel gut gespielt und relativ schnell die Tore gemacht", gab es ausschließlich für Abschnitt 1, den die Kreisstädter nach weiteren Treffern von Daniel Hora, Michael Stach, Lukas Kratschmer, Jan Trübenekr, Jakub Sramek per Penalty und Tomas Pribyl mit 7:1 für sich entschieden, uneingeschränktes Lob. "Danach haben wir wieder mehr zugelassen. Man hat natürlich gemerkt, dass wir dann ein wenig zurückgefahren haben, so zumindest der Anschein. Das darf natürlich nicht passieren", übte Dietrich ein wenig Selbstkritik.

Dass die weiteren Spieldrittel knapp verliefen – einem 1:1-Unentschieden während der zweiten 20 Minuten folgte ein knapper 2:1-Sieg im Schlussabschnitt –, lag aber auch der Einstellung der zu Beginn arg gebeutelten Gäste. "Die haben nicht aufgehört zu kämpfen und hatten auch ihre Torchancen", zollte der Hawks-Kapitän den nur mit elf Feldspielern angereisten Südostoberbayern Respekt für ihr Engagement. Allerdings: "Wir haben auch gezeigt, dass man mit wenigen Leuten gut spielen kann", habe er den Gegner angesichts der guten Ergebnisse zu Saisonbeginn "etwas stärker eingeschätzt."

Drei Spiele in vier Tagen

Doch Christian Dietrich ist schon lange genug im Eishockeygeschäft aktiv um zu wissen, dass bereits am kommenden Freitag beim anstehenden Rückspiel in Trostberg "die Karten neu gemischt" würden. "Freiluftstadion. Das ist immer etwas anderes", hofft er dann auf drei gleichmäßig gute Drittel von sich und seinen Hawks.

Zuvor steht jedoch bereits an Dreikönig (Donnerstag) um 18.30 Uhr das bereits letzte Heimspiel der Vorrunde an, wenn der EHC Bayreuth im Stadion Am Großen Anger gastiert. Den "Dreierblock am Wochenende" komplettiert am Sonntag die Begegnung beim ESV Waldkirchen (17.30 Uhr).

VB Trostberg

Michael Stach: Der ESC Haßfurt ist dran mit dem Aufstieg

Nach zwei Wochen Spielpause erwarten die "Hawks" am Sonntag den TSV Trostberg. Welche Ziele Angreifer Michael Stach für diese Partie und die Landesliga-Saison hat.

Abgerutscht auf Platz vier der Vorrundentabelle der Landesliga Gruppe 1 ist der ESC Haßfurt – bedingt allerdings durch eine längere Spielpause, die die "Hawks" (4./24 Punkte) mit inzwischen bis zu fünf weniger ausgetragenen Partien gegenüber der Konkurrenz zurücklässt. Mit dem vor zwei Wochen eingefahrenen 8:3-Heimsieg über Dingolfing im Rücken geht es für die Haßfurter am Sonntag um 18.30 Uhr ins Heimspiel gegen den TSV Trostberg (6./18).

Gleich zweimal war Michael Stach vor 14 Tagen gegen den EV Dingolfing erfolgreich, steuerte zudem einen Assist bei. Überhaupt punktete der Haßfurter in den letzten Wochen regelmäßig. Es läuft also für das 23-jährige Eigengewächs des ESC Haßfurt. "Wir hatten einige Rückschläge," verweist der Industriemechaniker aber auch auf die personellen Engpässe, unter anderem durch ungeimpfte Spieler. Dennoch ist Stach bis auf wenige Ausnahmen ("Gegen Bayreuth hatten wir auch viel Scheibenpech") absolut zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Stach lebt seit 17 Jahren in Haßfurt. Nahezu ebenso lang jagt er auf dem Eis, zuerst in Haßfurt, dann in Nürnberg, Bad Kissingen und Schweinfurt, der Hartgummischeibe hinterher. Seit drei Jahren stürmt er nun wieder für die "Hawks".

"Ich kenne den Großteil der Mannschaft noch aus der eigenen Jugend," fühlt sich Michael Stach rundum wohl im Stadion Am Großen Anger. Dass dort aktuell gleich vier Trainer plus Sportdirektor das Sagen haben, sei "kein Problem. Die wissen genau, was sie machen, haben ja auch viel Erfahrung."

Gegen Trostberg stehe der "Kampf um jeden Puck" im Vordergrund. "120 Prozent" müsse jeder Spieler geben, um die drei Zähler in Haßfurt zu behalten, will der Angreifer die Gäste aus Oberbayern keinesfalls unterschätzen. "Wenn wir konzentriert bleiben, wird das funktionieren am Sonntag," gibt sich der Haßfurter optimistisch.

Auch für die dann noch folgenden sechs Partien, die die Hawks bis zum Abschluss der Vorrunde noch zu absolvieren haben. "Selbstverständlich setzen wir uns Ziele. Das ist immer wichtig. Wir wollen immer die besten Leistungen bringen, am besten alles gewinnen," besticht der des 23-Jährige mit Ehrgeiz. 

Für Michael Stach ist klar: "Unser Ziel ist erst einmal die Aufstiegsrunde, und dann natürlich der Aufstieg. Wir kämpfen jetzt seit drei Jahren um den Aufstieg, irgendwann wird es auch mal Zeit", will Stach mit den "Hawks" unbedingt in die Bayernliga und natürlich auch in Punktspiele gegen die Mighty Dogs aus Schweinfurt.

SB Dingolfing

ESC Haßfurt – EV Dingolfing 8:3 (3:1, 2:2, 3:0)

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Es war sicher die Szene schlechthin in einem hochklassigen Spiel: Beim stand von 5:3 für die „Hawks“, musste Marco Sedlar einige Meter frei vor dem Haßfurter Gehäuse die Scheibe eigentlich nur noch einschieben, um den Anschluss seiner „Isar Rats“ wieder herzustellen und die Spannung weiter zu erhöhen. Doch der ehemalige DEL2-Profi des EV Landshut hatte die Rechnung ohne ESC-Verteidiger Lucas-Andreas Thebus gemacht.

Der 25-Jährige, optisch nicht gerade ein Abwehrspieler mit „Gardemaß“, quetschte sich von hinten förmlich vor den ein Jahr älteren Stürmer des EV Dingolfing und behinderte ihn so, dass er seinen Schläger nicht mehr richtig nach vorne bekam. Großer Beifall kam von der Haßfurter Ersatzbank und den Teamkollegen auf dem Eis. Dass Thebus, der vor sechs Jahren von der damals in der DNL2 spielenden U18-Nachwuchsabteilung des ES Weißwasser in die Kreisstadt wechselte, nach der spektakulären Rettungstat ebenso zu Boden ging und nach einer kurzen Rutschpartie erst an die Bande krachte und sich dabei leicht verletzte, war nach der Schlusssirene längst vergessen. „Für den Sieg opfert man schon mal ein bisschen Schmerzen“, grinste Thebus nach dem völlig überraschenden 8:3-Erfolg gegen die Niederbayern. „Wir müssen einfach als Team arbeiten“, sagte er. „Wir sind aktuell wenig Leute, da muss Jeder sich den Allerwertesten aufreißen für den Anderen. Und das muss man in jeder Szene sehen.“ Er sei einfach „zurückgerannt“ und habe „den Punk aus dem Tor geholt hat, bevor er drin ist“, sagte er zwar völlig ausgepowert, aber sichtlich zufrieden.

Neben Thebus zeigten auch alle anderen einsatzfähigen und aufgrund der 2G-Plus-Regel im Stadion am Großen Anger spielberechtigten „Hawks“ eine unglaubliche Moral, verbunden mit unbändigen Willen und einem für alle der 202 Zuschauer auf den Rängen sichtbaren „Wir“-Gefühl. Die schnelle Führung der hochkarätig besetzten und nach dem 8:2-Hinspielsieg favorisierten Niederbayern durch Dominik Schindlbeck (4.), war jedenfalls nicht der befürchtete Anfang vom Ende. Im Gegenteil: die diesmal von Oliver Kratschmer auf der Bank betreuten Hausherren, bei denen sogar die Nachwuchsspieler Noah Endres (U20) sowie Thiago Schmauser (U17) zum Einsatz kamen, ließen sich nicht aus ihrem kämpferischen Konzept bringen. Als sie nach Treffern der drei verbliebenen tschechischen Kontingentspieler Dominik Tobola, Jan Trübenekr und Tomas Pribyl (6./15./20.) am Ende des ersten Drittels mit 3:1 führten, war der unbedingte Siegeswille schon bestens zu erkennen. Und nach einem ausgeglichenen 2:2-Mittelabschnitt glaubten dann Viele an einen weiteren Heimsieg. Weil die „Hawks“, bei denen Schlussmann Nicolas Hetzel mit teils spektakulären Paraden die „Isar Rats“ schier zur Verzweiflung brachte, auch während der letzten 20 Minuten noch drei Mal ins Schwarze trafen (die Torschützen waren Dominik Tobola, Lukas Kratschmer und Michael Stach), während die Gäste mit ihren Chancen immer wieder scheiterten, glich das Stadion auch dank der „oh wie ist das Schön“-Gesänge einem Tollhaus.

„Wir wussten natürlich, dass es hart wird. Aber wir glauben immer, dass wir gewinnen können“, strahlte Luca-Andreas Thebus und fügte hinzu: „Wir sind trotzdem noch stark genug, um Jeden schlagen zu können.“ Einzelspieler würden oftmals den Unterschied machen, aber „die Mannschaft ist am Wichtigsten.“ Auch ESC-Betreuer Thomas Heinisch bezeichnete die abgelieferte Leistung als „überragend. Das sind lauter junge Kerle im Vergleich mit den Stars der Dingolfinger. Wahnsinn. Kampf pur von Jedem. Einfach top“, lautete sein Fazit.

 

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Hetzel, Feitl – Thebus, Müller, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich, Endres – Stach, Trübenekr, Dietrich, Tobola, Kratschmer, Schmauser. Tore: 0:1 (4.) Schindlbeck, 1:1 (6.) Tobola (Kratschmer), 2:1 (15.) Trübenekr (Stach), 3:1 (20.) Pribyl (Hetzel) 5-3, 4:1 (24.) Finzel (Tobola), 4:2 (28.) Detterer (Hanzen, Sedlar) 4-5, 5:2 (31.) Stach (Trübenekr, Tobola), 5:3 (36.) Detterer, 6:3 (48.) Tobola (Trübenekr), 7:3 (52.) Kratschmer (Tobola), 8:3 (57.) Stach (Trübenekr, Pribyl). Strafzeiten: 12/14. Schiedsrichter: Wittmann (Feist/Müller-Osten). Zuschauer: 202.

VB Dingolfing

Die Haßfurter Hawks haben einen zweiten Torhüter verpflichtet

Für den derzeit inaktiven Timo Jung holt der ESC vor dem Spiel gegen Dingolfing einen neuen Goalie aus Pegnitz. Dafür verabschiedet sich Georg Lang nach Schweinfurt.

16.12.21

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Ihre Spitzenposition der Gruppe 1 der Eishockeylandesliga mussten die Hawks des ESC Haßfurt mittlerweile an den EV Moosburg abgeben. Dies jedoch, nachdem von den fünf zuletzt abgesetzten Begegnungen lediglich eine nachgeholt werden konnte. Ohnehin präsentiert sich die Tabelle aufgrund der Coronasituation sowie zahlreichen Spielausfällen und Verlegungen sehr unübersichtlich. Denn während die Moosburger in dieser Saison bereits 14 Mal im Einsatz waren – so oft wie keine andere Mannschaft in der Liga – kommt der EV Dingolfing auf lediglich sieben Partien. Mit ihren bisherigen 17 Punkten stehen sie jedoch sehr gut da.

Angespannte Personalsituation

Wenn die Haßfurter am Freitagabend nun auf die Niederbayern treffen, "dann wäre ein Sieg unheimlich wichtig für uns", betont ESC-Teamchef Martin Reichert, der auch auf die restliche Tabellensituation verweist: "Inzwischen hat sogar der ESC Vilshofen als Tabellensiebter wieder gute Chancen auf das Erreichen der Play-off-Runde."

Das Ziel ist also klar: Der nächste "Dreier" vor heimischen Fans soll eingefahren werden und die Heimweste weiter weiß bleiben. Fraglich ist jedoch die Umsetzung angesichts der immer noch angespannten Personalsituation. Einige noch erkrankte oder noch nicht vollständig geimpfte Spieler könnten erneut nicht zur Verfügung stehen.

Dingolfing ist für Reichert der Topfavorit

"Es ist, wie es ist", muss sich Reichert wohl oder übel mit der nicht neuen Situation abfinden und will sich nicht weiter äußern. Nachdem die Hawks im Hinspiel in Dingolfing mit 2:8 ihre bislang höchste von drei Saisonniederlagen kassierten, müssen sie wohl einen Sahnetag erwischen, um diesmal die Oberhand zu behalten.

"An meiner Einschätzung vor Saisonbeginn hat sich nichts geändert. Dingolfing ist für mich einer der Topfavoriten auf den Aufstieg", rechnet Reichert bei der zweiten Begegnung mit den Rats erneut mit einer "ganz harten Nuss, die wir natürlich knacken wollen. Mal schauen, ob es uns diesmal gelingt".

Ein neuer Goalie und ein Abgang

Im Kader fanden zwei personelle Änderungen statt: Aus persönlichem Grund steht Timo Jung vorerst nicht mehr zur Verfügung. Für ihn kommt der 23-jährige Luca Feitl nach Vermittlung von ESC-Kapitän Christian Dietrich vom EV Pegnitz als zweiter Torwart neben Nicoals Hetzel an den Großen Anger. Dagegen zieht sich Georg Lang, der erst vor wenigen Wochen nach seiner Rallye-Saison aufs Eis zurückkehrte und lediglich beim letzten Auswärtsspiel der Hawks in Bayreuth zum Einsatz kam, ab sofort das Trikot des Rivalen ERV Schweinfurt über. "Georg hat uns und der Mannschaft in einem emotionalen Gespräch mitgeteilt, dass er seine Karriere dort beenden möchte, wo sie begonnen hat", begründete Sportvorstand Andreas Kurz den kurzfristigen Wechselwunsch und wünscht "Schorsch", wie er genannt wird, "alles Gute für die Zukunft." Der 31-Jährige, der 2015 zu den Kreisstädten kam, wolle sich nach dieser Spielzeit um andere Dinge kümmern und zuvor nochmals für seinen Heimatverein aktiv sein.

VB Bayreuth

Eishockey: Warum die Hawks nicht vernünftig planen können

Die große Corona-Ungewissheit greift auch in der Eishockey-Landesliga wieder um sich. ESC-Urgestein Christian Dietrich hofft dennoch auf Zählbares.

03.12.21

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Eine genaue Planung ist derzeit nicht wirklich möglich. Dafür steht Flexibilität auf der To-do-Liste ganz oben. Zumindest bei den Haßfurter Hawks. Die aufgrund der aktuellen Corona-Lage vor einer Woche von den Vereinen und dem Bayerischen Eissport-Verband (BEV) zusammen getroffenen Maßnahmen bezüglich des Spielbetriebs bestimmen weiterhin den Plan. Vermutlich sind die Hawks am Samstagabend wieder in der Gruppe 1 der Eishockey-Landesliga im Einsatz.

Nach aktuellem Stand soll ab 17.30 Uhr die ausgefallene Begegnung beim EHC Bayreuth, der ursprünglich gegen Dingolfing antreten sollte, nachgeholt werden. Die für Sonntag geplante Partie der Haßfurter beim ESC Vilshofen wurde dagegen aufgrund der noch geschlossenen Eisfläche im Freiluftstadion der Stadt bereits wieder abgesagt.

 

Für Verantwortliche, Betreuer und auch Spieler ist die Situation sicher nicht einfach. Dennoch bleibt Christian Dietrich gelassen. "Ich sehe die ganze Lage noch relativ entspannt", sagt der Hawks-Kapitän. Er richtet ein dickes Lob in Richtung des Verbands, der seiner Meinung nach "diesmal sehr schnell reagiert" und mit kurzfristig möglichen Spielverlegungen, Tauschs, Neuansetzungen oder Absagen "gute Optionen" vorgeschlagen habe. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: "Für die Planung ist es natürlich sehr bescheiden", räumt Dietrich ein, der für sich selbst entschieden hat, von "Woche zu Woche" zu denken. "Auch vom Kader her", ergänzt der 30-Jährige.

Corona-Bestimmungen lassen den Kader schrumpfen

Der ist aktuell durch verschiedene Erkrankungen – und natürlich 2G+ bezüglich des Betretens des Haßfurter Eisstadions und anderer Spielstätten gerade für die noch nicht vollständig geimpften oder noch nicht genesenen Spieler – merklich zusammengeschrumpft. Für den dienstältesten Hawk ist das jedoch keine Ausrede, sollten weiterhin Partien stattfinden. "Jetzt müssen wir halt noch mehr zusammenhalten und auf die Zähne beißen. Jeder Einzelne von uns hat Qualität", ist er überzeugt, auch mit einer möglicherweise quantitativ sowie qualitativ eingeschränkten Mannschaft dagegenhalten und Spiele gewinnen zu können.

 

"Und wir müssen gewinnen, wenn wir unser Ziel erreichen wollen", betont Dietrich auch mit dem Blick auf Samstagabend. Eine einfache Aufgabe würde die Auseinandersetzung mit dem EHC Bayreuth (8. Platz/6 Punkte) aber selbst dann nicht werden, wenn dem ESC die kompletten Reihen zur Verfügung stünden. Gerade vor heimischen Fans wollen die Tigers ihre bislang durchwachsene Bilanz (Siege gab es gegen Selb 1b und Freising, Niederlagen gegen Pegnitz und Moosburg) im städtischen Kunsteisstadion verbessern.

ESC-Sportvorstand Andreas Kurz ist derweil überzeugt davon, dass bald wieder ein Großteil der Spieler am Training und den Partien teilnehmen kann, nachdem die Impfbereitschaft in der Mannschaft "merklich zugenommen" habe. Tatsache ist, dass bei den Trainingseinheiten unter der Woche mehr Platz als sonst auf der Eisfläche vorhanden war. "Uns ist als Mannschaft jetzt einfach wichtig, dass die Geimpften und Genesenen trainieren dürfen und wir dann am Wochenende geschlossen auftreten", sagt Dietrich abschließend.

Spielabsagen

"Hawks": Partien in Bayreuth und in Trostberg wegen Corona abgesagt

Während beide am Wochenende geplanten Spiele der Haßfurter den zu hohen Inzidenzen zum Opfer fallen, nimmt die Zahl der geimpften Spieler beim ESC zu. Wie der Verband zu einem Saisonabbruch steht.

25.11.21

Aus dem ersten "Auswärtsdoppel" der Haßfurter "Hawks" (1./18) wird nichts: Die am Sonntag angesetzte Partie beim TSV Trostberg wurde aufgrund der hohen Corona-Inzidenz im Landkreis Traunstein von über 1000 und des deshalb seit Mittwoch geltenden generellen Sportverbots schon unter der Woche abgesagt. Inzwischen wurde auch die Partie am Freitagabend beim EHC Bayreuth (8./6) verlegt.

Ein genereller Abbruch der Landesliga-Saison 2021/2022 stehe "stand jetzt" aber nicht zur Debatte stehe, wie ESC-Vorstandssprecher Andreas Kurz deutlich macht. Dies sei das Ergebnis einer Videoschalte mit Vertretern aller Landesligisten und des Bayerischen Eissport-Verbandes (BEV) am Mittwochabend.

Der Spielplan wird gehörig durcheinander gewürfelt

Dabei wurde man sich schnell einig, weiterzuspielen "mit allen Konsequenzen". Eine Konsequenz, nämlich Ausfälle wegen geschlossener Sportstätten möglicherweise bis Mitte Dezember, solle demnach auch durch "Flexibilität" der Vereine ausgeglichen werden. "Kurzfristig können dann wirklich ganz andere Paarungen angesetzt werden als ursprünglich geplant", sagt Kurz. "Pragmatisch, einfach und schnell wollen wir sein", betont Frank Butz, Eishockey-Obmann beim BEV.

Betroffen von der vorübergehenden Schließung ihrer Eishallen sind neben Trostberg aktuell auch Vilshofen, Dingolfing oder Waldkirchen. Diesen und anderen betroffen Vereinen solle ermöglicht werden, etwa das Heimrecht zu tauschen oder ein Heimspiel an einem anderen Ort auszutragen. Jetziges Ziel des Verbandes und der Vereine ist es jedenfalls, "einen geeigneten Spielmodus zu finden, bei dem am Ende letztlich Auf- und Absteiger festgelegt werden können."

Immer mehr "Hawks" lassen sich impfen

 

Kurz: "Aufgrund der Diskussion der letzten Wochen haben sich mittlerweile schon einige noch impfen lassen und sind mittlerweile grün, andere wollen dies jetzt so schnell wie möglich nachholen."

SB Moosburg_Heim

Haßfurter "Hawks" senden ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz

Mit einem 11:3-Kantersieg fegt der ESC Haßfurt seinen schärfsten Verfolger aus dem Stadion. Warum Verteidiger Tomas Pribyl optimistisch in Richtung Playoffs blickt.

22.11.21

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Eigentlich sei es "schon ein schwieriges Spiel" gewesen. Immerhin trafen die Haßfurter "Hawks" als Spitzenreiter auf den Tabellenzweiten EV Moosburg, bei dem sie zwei Wochen zuvor noch eine ihrer bisher zwei Niederlagen kassierten. Doch ESC-Verteidiger Tomas Pribyl und seine Teamkollegen machten bereits in der Anfangsphase klar, wer diesmal im Stadion am Großen Anger als Sieger die Eisfläche verlassen würde – und wie.

"Wir waren einfach schon gut im ersten Drittel", sah der 22-jährige Tscheche bereits nach dem schnellen 1:0-Führungstreffer seines Landsmannes Jakub Sramek (3.), dass es erneut ein erfolgreicher Abend für den Tabellenführer der Gruppe 1 der Landesliga werden würde.

Engagement, Einsatz und Willen

Und er sollte recht behalten mit seiner Einschätzung, denn anders als gegen Waldkirchen zeigten die Haßfurter von der ersten Sekunde an Engagement, Einsatz und viel Willen, um für das Zwischenziel "Playoffs" weitere Punkte einzufahren. Erneut Sramek (8.) sowie Jan Trübenekr (13.) und Timo Zürcher (19.) sorgten bis zur ersten Pause schon für eine Vorentscheidung gegen einen Moosburger Gegner, der zwei Tage zuvor noch bei der Überraschungsmannschaft TSV Trostberg gewonnen hatte. "Wir haben schon in Moosburg nicht so schlecht gespielt, aber heute war es sehr gut", fasste Pribyl auch die Abschnitte zwei und drei zusammen, in denen gerade er und seine Abwehrkollegen sowie Torhüter Timo Jung ein wenig mehr Arbeit zu verrichten hatten. Mehr als drei Gegentore ließen sie aber nicht zu.

Und weil der Puck im Moosburger Gehäuse noch drei (im zweiten Drittel) beziehungsweise vier Mal (im Schlussabschnitt) einschlug, gelang gegen die Dreirosenstädter ein im Vorfeld sicher nicht zu erwartender 11:3-Kantersieg. Klar, dass die 341 Fans auf den Rängen nach der Schlusssirene bestens gelaunt ihre Mannschaft feierten. Mit "ich hoffe es und ich glaube es", beantwortete Tomas Pribyl indes die Frage, ob die "Hawks" fit für die Aufstiegsrunde sind. Er jedenfalls sei bereit dafür, weitere Siege mit seinen Teamkollegen einzufahren.

Gedanken über die nähere Zukunft

"Ich fühle mich einfach gut hier. Ich liebe die Fans, die Stadt. Alles ist gut", ist der gebürtige Karlsbader, der vor zwei Jahren erstmals beim EV Pegnitz Erfahrungen mit dem deutschen Landesliga-Eishockey sammelte, persönlich gut gerüstet für weitere Aufgaben.Andererseits macht er sich aufgrund der immer angespannteren Situation auch Gedanken, wie es jetzt weitergeht. Finden die terminierten Auswärtspartien am kommenden Wochenende in Bayreuth (Freitag) und Trostberg (Sonntag) statt? "Ich glaube schon", überwiegt jedenfalls sein Optimismus, wenngleich er zugibt: "Na ja, Corona ist schon sehr schlecht."

Gameday Moosburg

Der vorerst letzte Auftritt der "Hawks" vor heimischen Fans

Nach der Sonntagspartie gegen Moosburg begibt sich der Haßfurter Eishockey-Landesligist auf eine mehrere Wochen andauernde "Auswärts-Tournee"

21.11.21

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Von einem zum nächsten Topspiel: Die Haßfurter "Hawks", die nach acht absolvierten Partien mit 18 Punkten weiterhin vor dem TSV Trostberg, der bislang allerdings zwei Mal weniger angetreten ist, an der Spitze der Landesliga 1 stehen, bekommen es am Sonntagabend ab 18.30 Uhr erneut vor heimischer Kulisse mit dem Tabellendritten EV Moosburg zu tun.

Und nach anfänglichen Schwierigkeiten befindet sich der langjährige ehemalige Bayernligist ausgerechnet seit dem ersten Aufeinandertreffen mit den "Hawks" wieder in der Spur. Zuvor kassierte der Meisterschaftsanwärter überraschende (Heim)pleiten gegen Vilshofen, Trostberg und auch gegen Waldkirchen. Selbst gegen die vermeintlichen "Underdogs" Selb 1b oder Schlusslicht Freising behielt der EVM nur knapp die Oberhand.

Für den ESC Haßfurt ein Sechs-Punkte-Spiel

Seit dem 3:2-Sieg gegen Pegnitz und dem 4:2-Erfolg über Haßfurt vor zwei Wochen befindet sich die Mannschaft von Trainer Bernie Engelbrecht, bis 2005 Torwart in der Nationalmannschaft, nach einem weiteren "Dreier" gegen Bayreuth aber im Aufschwung und hat nun 15 Zähler auf dem Guthabenkonto. "Das ist für uns schon wieder ein Sechs-Punkte-Spiel", verdeutlicht Haßfurts Teamchef Martin Reichert die Wichtigkeit. "Die Ausgangslage ist wie gegen Waldkirchen: Wenn Moosburg gewinnt, sind beide Teams punktgleich. Gewinnen wir, haben wir wieder einen größeren Abstand. Und genau den wollen wir herstellen", hofft der Sylbacher auf einen ebenso erfolgreichen Auftritt wie eine Woche zuvor.

Reichert will schnell in die Playoffs

Dabei geht es weniger um Revanche, denn Moosburg ist für Reichert "ein Gegner wie jeder andere in der Liga". Es sei vielmehr wichtig, sich gerade im heimischen Stadion keinen Ausrutscher zu erlauben und schnellstmöglich die erforderliche Punktemenge zu sammeln, um frühzeitig den Einzug in die "Playoffs" zu erreichen. "Und das wird noch schwer genug", ist er überzeugt. Die Partie gegen Moosburg ist derweil die letzte vor eigenen Fans für mehrere Wochen. Während ab 26. November eine längere "Auswärtstournee" ansteht (die "Hawks" spielen in Bayreuth, Trostberg, Pegnitz und Freising) ist der Heimauftritt gegen den EV Dingolfing am Freitag, 17. Dezember, zugleich der einzige im Dezember.

VB Waldkirchen

Verwirrung bei den"Hawks": 2G oder 3G beim Heimspiel am Sonntag?

Vor der Partie am Sonntag gegen den ESV Waldkirchen gibt es bei Verband und Verein unterschiedliche Interpretationen der politischen Vorgaben für Sportveranstaltungen.

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"Auf zum Spitzenspiel gemeinsam zum nächsten Sieg. Auf geht’s Crocodiles. Rock`n Roll in Haßfurt". Bei einem Blick auf die Vereinshomepage wurde bereits deutlich: Mannschaft, Trainer und sonstige Vereinsverantwortliche des ESV Waldkirchen haben sich einiges vorgenommen, wenn sie am Sonntagabend (18.30 Uhr) zu Gast sind im Stadion am Großen Anger. Aber auch die Hausherren freuen sich, wenn sie in der Gruppe 1 der Landesliga als aktueller Spitzenreiter auf den Tabellenvierten treffen. Dabei liegt die Betonung auf dem Wort "wenn". Die Frage, ob die Partie wie geplant stattfinden kann, wird womöglich erst kurzfristig beantwortet werden. Grund ist die seit einigen Tagen im Freistaat geltende neue Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung inklusive der "Roten Krankenhausampel".

Die Verbandsvorgaben werden akzeptiert

Der Bayerische Eissportverband (BEV) interpretiert die Vorgaben aus der sogenannten "2G-Regel" so, dass neben den Zuschauern auch erwachsene Sportlerinnen und Sportler nur noch "geimpft oder genesen" Zutritt zu den Hallen haben. Der ESC Haßfurt stuft laut Sportvorstand Andreas Kurz eine Eishockeypartie dagegen als Veranstaltung ein: Veranstalter (ESC Haßfurt) und deren "Beschäftige" (Spieler, Trainer und Betreuer) würden der 3G-Plus-Regel (geimpft, genesen, PCR-getestet) unterliegen. "Natürlich müssen und werden wir die Verbandsvorgaben akzeptieren", machte Kurz am Donnerstag deutlich.

Falls gespielt wird, ist es nicht nur das Bestreben des sportlichen Leiters Martin Reichert, auch das fünfte Heimspiel vor eigenen Fans zu gewinnen. Dass es sich um ein Spitzenspiel handelt, nimmt er wohlwollend zur Kenntnis. Aber: "Wenn wir am Ende unter den ersten Vier stehen wollen, müssen wir zu Hause punkten. Egal gegen welchen Gegner in der Liga."

Gleiches Saisonziel beim Gegner 

Er glaubt derweil nicht, dass sich die Niederlage eine Woche zuvor in Moosburg noch auswirkt. "Ich bin sicher, die Jungs haben die Fehler unter der Woche im Training analysiert und werden es am Sonntag besser machen."

Das wird auch notwendig sein, denn die Niederbayern mit ihrem neuen Trainer, dem Ex-Profi Benoit Doucet, sind mit Sicherheit keine Laufkundschaft. Von seinen sechs Partien verlor Waldkirchen einzig den Auftakt gegen Dingolfing und überraschend auch gegen Selb 1b. Den 57-jährigen Doucet, der wie die "Hawks" das Erreichen der "Playoffs" als vorrangiges Ziel anstrebt, hat das ihm vorgelegte Konzept der ESV-Verantwortlichen überzeugt, "mit überwiegend jungen, deutschen Spielern" zu arbeiten, "die lernen wollen. Diese Möglichkeit sehe ich in Waldkirchen", sagte der langjährige DEL-Spieler bei der Düsseldorfer EG, den Kölner "Haien" und Nationalspieler, in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse (PNP).

SB Moosburg

Warum sich die "Hawks"-Niederlage bereits im Bus andeutete

Die gute Leistung beim 8:2 über Selb konnte der ESC Haßfurt in Moosburg nicht bestätigen. Trotz der 2:4-Niederlage behaupten sich die Unterfranken aber an der Tabellenspitze.

08.11.2021

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8:2 über den VER Selb 1b, 2:4 beim EV Moosburg: Die Haßfurter "Hawks" haben ein durchwachsenes Wochenende hinter sich. Da aber auch die Konkurrenz Federn ließ, bleibt der ESC Haßfurt trotz der zweiten Saisonniederlage an der Tabellenspitze der Landesliga Gruppe 1.

"Moosburg war ein sehr starker Gegner", gibt Haßfurts Pascal Marx unumwunden zu, dass die Oberbayern die Partie am Sonntagabend verdient für sich entschieden haben. "Wir haben uns schwer getan, Abschlüsse zu generieren. Und wenn wir mal Chancen hatten, hat der letzte Wille gefehlt. Wir waren oft zu verspielt, wollten den Puck ins Tor zu tragen", kommentierte der Verteidiger die magere Offensivausbeute der Mannschaft.

Zwei Gegentreffer in Überzahl

Dabei konnte Jakub Sramek die Moosburger Führung durch Mmiloslav Horava (10.) nur vier Minuten später ausgleichen. "Das 1:1 haben wir uns erkämpft", beobachtete Marx, "beim 2:1 war dann aber auch ein bisschen Glück dabei". Die Haßfurter Führung im Mittelabschnitt gelang Jan Trübenekr (35.). Für Marx und Sportvorstand Andreas Kurz war dann der Beginn des dritten Abschnitts der Genickbruch für die Haßfurter. Jeweils in eigener Überzahl kassierten die "Hawks" erneut durch Horava zwei Gegentreffer. "Da haben uns dumme Fehler um den Lohn gebracht", so Kurz.

Suboptimale Vorbereitung

Der Sportvorstand hatte aber schon vor dem ersten Bully geahnt, dass in Moosburg nur wenig zu holen sein würde. "Es gibt so Tage, da geht einfach nichts. Da merkst du schon beim Aussteigen aus dem Bus, dass es nur schief gehen kann. Da ist ein Teil der Ausrüstung vergessen oder ein Schlittschuh kaputt", zeigte sich Kurz enttäuscht. Auch die Vorbereitung auf der Hinfahrt sei eher suboptimal gelaufen. "Da wurde kaum über das Spiel geredet, sondern nur über die Corona-Situation und ihre Folgen." An der verdienten Niederlage wollte Kurz aber nicht rütteln: "Moosburg war ein Gegner, der den Sieg unbedingt wollte. Die waren bissiger, läuferisch besser und haben auch weniger dumme Fehler gemacht", sprach er die beiden frühen Gegentore im Schlussabschnitt an.  Für Pascal Marx  waren die 60 Minuten in Moosburg "sicher nicht eines unserer besten, aber auch nicht das schlechteste Spiel von uns. Wir waren im Spiel drin, einige Sachen haben aber einfach nicht so funktioniert, wie wir das wollten". Und darüber ist auf der Rückfahrt sicherlich geredet worden.

Spielbericht H. Selb1b

ESC Haßfurt – VER Selb 1b 8:2 (2:0, 1:2, 5:0)
06.11.2021

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Timo Jung hatte einen ruhigen Abend. Er konnte den 8:2-Erfolg seiner „Hawks“, darunter auch Torhüterkollege Nicolas Hetzel, der am Freitagabend den Vorzug als Nummer 1 erhalten hatte, gegen die Selber 1b über die volle Spielzeit von 60 Minuten von der Ersatzbank aus verfolgen. Und bis auf wenige Ausnahmen war der 30-Jährige zufrieden mit dem Auftreten des alten und neuen Spitzenreiters der Gruppe 1 der Eishockeylandesliga.

„Zwischendrin haben wir leider etwas gepennt und es uns selbst schwer gemacht“, beurteilte Jung, von 2012 bis 2014 und wieder seit 2018 in der Kreisstadt aktiv, den zweiten Pflichtsieg im Rückspiel über die 1b-Vertretung der Zweitliga-Wölfe des VER Selb. „Die Jungs haben zwei doofe Tore bekommen“. Ärgerlich waren die beiden Treffer der unangenehm zu bespielenden Oberfranken allemal. Schließlich hatten der nach seiner Weisheitszahn-OP wieder mitwirkende Kapitän Christian Dietrich und Co. es zuvor versäumt, den 2:0-Vorsprung nach dem ersten Drittel während der zweiten 20 Minuten auszubauen. Chancen dafür waren jedenfalls reichlich vorhanden. Stattdessen brachte Toni Lippert den Außenseiter gleich zweimal wieder in Spiel: Erst traf Selbs Angreifer zum 2:1 (37.), ehe er zwei Minuten nach der 3:1-Führung durch den zweiten Freitagsabend-Treffer von ESC-Torjäger Jakub Sramek (38.) 35 Sekunden vor der zweiten Pausensirene auf 3:2 verkürzte (40.).

 

„Die kommen zwei Mal vors Tor und sind zwei Mal erfolgreich“, ärgerte sich auch Teamchef Martin Reichert über die durchaus vermeidbaren Gegentreffer Nummer 20 und 21 in dieser Saison, denen klare Positionsfehler vorausgingen.

Gefahr für einen engen Ausgang der Partie oder gar einen Ausrutscher bestand dennoch nicht. Gleich nach dem Wiederbeginn zeigte der bis dato gefährlichste Sturm der Liga – nach sechs Spieltagen stehen 45 Saisontreffer auf dem Konto – welches Potenzial in ihm steckt. Jan Trübenekr stellte nach exakt 14 Sekunden den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, ehe der quirlige Tscheche nur 47 Sekunden erneut zur Stelle war (41./42.). Landsmann Jakub Sramek machte mit seinem 10. Saisontreffer in der 43. Spielminute dann die sehr kleinen vorhandenen Selber Hoffnungen zunichte. Dass ESC-Schlussmann Nicolas Hetzel die Scheibe kein weiteres Male aus einem Kasten holen musste, während Eigengewächs Lukas Kratschmer (52.) und Verteidiger Tomas Pribyl (56.) das Ergebnis auf 8:2 in die Höhe schraubten, machte einen weiteren erfolgreichen Abend für die „Hawks“ perfekt.

„Das war letztlich souverän runter gespielt“, grinste der frischgebackene Papa Timo Jung, der sich angesichts eines sehr erfolgreichen Schlussdrittels über die Chancenverwertung freute. „Das müssen wir eigentlich viel öfter machen. Ansonsten geschlossene Mannschaftsleistung, das hat gepasst“. Zustimmung erhielt er von Martin Reichert, der die Partie insgesamt als „in Ordnung“ bezeichnete. „Wir haben gewonnen, das war heute ganz wichtig für uns.“ Man sei weiterhin „voll im Soll“.

 

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Hetzel, Jung – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Sramek, Trübenekr, Büchner, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore: 1:0 (9.) Zürcher (Trübenekr, Sramek), 2:0 (10.) Sramek (Hora), 2:1 (36.) Lippert (Warkus, Ro. Kala), 3:1 (38.) Sramek (Hora, Trübenekr) 5-4, 3:2 (40.) Lippert (Bauer, Warkus), 4:2 (41.) Trübenekr (Sramek Hora), 5:2 (42.) Trübenekr (Sramek, Hora), 6:2 (43.) Sramek (Hora), 7:2 (52.) Kratschmer (Tobola), 8:2 (56.) Pribyl (Tobola). Strafzeiten: 16/16. Schiedsrichter: Wittmann (Bösl/Kechter). Zuschauer: 409.

SB Freising

ESC Haßfurt – SE Freising 15:1 (5:1, 4:0, 6:0)
01.11.2021

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Was war das denn? Ein zweiter Herbststurm in Haßfurt? Gut möglich, dass die „Black Bears“ der SE Freising es so empfunden haben, als sie am Sonntagabend ihr Auswärtsspiel im Eisstadion der Kreisstadt absolvierten. Immerhin fegten die „Hawks“ derart über die Eisfläche, dass den Gästen aus Oberbayern teilweise schwindelig wurde. Am Ende stand nach 5:1-, 4:0- und 6:0-Dritteln eine 15:1-Klatsche für einen bedauernswerten und hoffnungslos überforderten Gegner zu Buche.

Zusammen mit dem 9:5-Erfolg zwei Tage zuvor beim VER Selb 1b trafen die Haßfurter Puckjäger bei ihrem ersten Sechs-Punkte-Wochenende in dieser Landesligasaison also 24 Mal in Schwarze. Kein Wunder, dass auch Timo Zürcher, in Selb selbst drei Mal und gegen Freising ein Mal erfolgreich, über beide Ohren strahlte. „Heute hat jede Reihe gut zusammengespielt. Sehr guter Teamauftritt“, fasste der 22-Jährige den Sonntagabend zusammen, bei dem sich neben ihm auch acht weitere Teamkollegen in die Torschützenliste eintragen konnten. Nur eine Tatsache wurmte ihn: „Wir haben uns schon ein bisschen geärgert, dass wir einen Gegentreffer bekommen haben. Unser Ziel war eigentlich, keins zu bekommen.“ Dass Lois Seibert für die bis zum Ende sehr fairen „Black Bears“ beim Stand von 4:0 den Ehrentreffer erzielte (13.), war jedoch nicht nur dem einzigen mitgefahrenen und lautstarken Freisinger Fan auf der Gästetribüne zu gönnen.

Zürcher, der im Sommer 2019 vom Nachwuchs der Iserlohn „Roosters“ zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist („ich bin gerne wieder in der Heimat und fühle mich richtig wohl, wieder daheim zu sein“) und aktuell eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann absolviert, sieht sich und seine Teamkameraden „voll im Soll. Bisher sind wir auf einem guten Weg. Hinten läufst es gut, vorne läuft es gut. Jetzt schauen wir auf das nächste Wochenende“. Da geht es am Freitagabend im Rückspiel erneut gegen Selb 1b, ehe dann am Sonntag die Fahrt nach Moosburg auf dem Terminkalender steht. „Da wollen wir nochmal sechs Punkte einfahren. Dann passt es“, sagte der Angreifer, der bereits neun Scorerpunkte markiert hat. Wie es danach weitergeht? „Wir schauen von Spiel zu Spiel. Natürlich wollen wir immer drei Punkte holen, dann geht es hoffentlich Richtung Aufstiegsrunde.“

Auffälligster Akteur in einer ersatzgeschwächten „Hawks“-Mannschaft (viele Youngster waren mit der 1b beim ERSC Amberg im Einsatz, Kapitän Christian Dietrich fehlte krankheitsbedingt) war am Sonntag derweil Jakub Sramek, der allmählich zu alter Gefährlichkeit und Effektivität zurückfindet. Gleich fünf Mal, darunter vier Mal in Folge, schlug der Tscheche zu. Der schönste Treffer gelang ihm nach einer unglaublichen Traumvorlage seines Landsmannes Jan Trübenekr, der bei eigener Unterzahl den Puck aus dem eigenen Verteidigungsdrittel fast 30 Meter in hohem Bogen über die Freisinger Spieler hinweg nach vorne lupfte. Sramek nahm diesen auf, ließ nach einem kurzen Sprint SE-Keeper Manuel Hanisch ins Leere laufen und vollende eiskalt (54.).

 

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Jung, Hetzel – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Marx – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore für Haßfurt: Sramek (5), Trübenekr (3), Tobola, Kratschmer, Büchner, Pribyl, Stahl, Zürcher, Müller. Strafzeiten: 12/12. Schiedsrichter: Witmann/Sperl. Zuschauer: 406.

SB Selb1b

VER Selb 1b – ESC Haßfurt 5:9 (3:1, 1:6, 1:2)
31.10.2021

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Es fiel unter die Kategorie „Pflichtsieg“. Um das selbstgesteckte Ziel, nach der Vorrunde in der Tabelle zu den ersten Vier zu gehören, auch zu erreichen, muss bei den kleinen „Wölfen“ des VER Selb 1b gewonnen werden. Die Haßfurter „Hawks“ haben diese Pflichtaufgabe letztlich auch erfolgreich gemeistert. Ersatzkapitän Alexander Stahl, er vertrat den verhinderten Christian Dietrich, hatte mit seiner Einschätzung im Vorfeld allerdings recht.

Immerhin war der letztlich klare 9:5-Erfolg in der Netzsch-Arena über weite Strecken mit viel Einsatz, Gemeinschaftsgeist und Disziplin verbunden. Auch Teamchef Martin Reichert, der aufgrund einer wahren Autobahn-Baustellen- und Unfall-Stau-Odyssee nach fast siebenstündiger Fahrt von Ulm (dort war er beruflich unterwegs) über München und Regensburg erst mit knapp eineinhalbstündiger Verspätung in Selb eintraf, war letztlich erleichtert über den ersten Auswärtssieg. „Es war im Vorfeld klar, dass wir das Spiel gewinnen wollen und müssen. Gott sei dank sind wir schon so gefestigt innerhalb der Mannschaft, dass wir einen deutlichen Rückstand wieder drehen können“, war er froh, auch „ein solch schwieriges Spiel zu gewinnen.“

Deutlich war die Führung der Selber nach knapp 18 Minuten allemal. Doch dank der bereits erwähnten ESC-Tugenden läutete Lucas Büchner nur 14 Sekunden nach dem 3:0 durch Ricco Warkus noch im ersten Abschnitt die Wende ein (jeweils 18.). Den ersten Treffer des einzigen ESC-Neuzugangs bezeichnete Reichert jedenfalls als „extrem wichtig“. Nachdem in der Pause die Angriffsreihen umgestellt wurden, kam der „Hawks“-Motor dann so richtig ins Laufen. Bei nur einem weiteren Gegentreffer der Hausherren drehten Dominik Tobola (23.), Timo Zürcher (24.), Jan Trübenekr (33.), der wiedergenesene Jakub Sramek (36.) sowie Daniel Hora (40.) die Partie vor lediglich 75 Zuschauern vollends und schraubten das Ergebnis auf 4:7. „Ich denke, danach war bei Selb die Luft raus“, zeigte sich der Teamchef erleichtert, dass Haßfurt während der zweiten 20 Minuten das Kommando eindrucks- und wirkungsvoll übernommen hatte und es auch im Schlussabschnitt nicht mehr aus der Hand gab. Zwar konnte Dreifach-Torschütze Ricco Warkus für die „Wölfe“ nochmals auf 5:7 verkürzen. Der ebenfalls drei Mal erfolgreiche Timo Zürcher stellte mit einem Doppelpack aber die Weichen endgültig auf Sieg (54./60.).

„Die Mannschaft ist inzwischen so, dass hier jeder scoren kann“, freute sich Reichtert vor allem über die Ausgeglichenheit. Recht hat er, schließlich trugen sich sechs Spieler in die Torschützenliste ein. „Wir sind dieses Jahr sehr schwer auszurechnen. Von der ersten, der zweiten und dritten Reihe haben wir immer wieder Scorer. Die Jungs, ausdrücklich auch die in der dritte Reihe, machen einen super Job.“ Für ihn war der Auftritt insgesamt „in Ordnung. Momentan finden sich alle Spieler, auch die Jungen, super ein und geben stets Vollgas.“

 

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Hetzel – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Trübenekr, Büchner, Tobola, Düsel, Zürcher, Kratschmer. Tore: 1:0 (4.) Wich (Scheib), 2:0 (12.) Bauer (Warkus, Neumann), 3:0 (18.) Warkus (Bauer, Neumann) 5-4, 3:1 (18.) Büchner, 3:2 (23.) Tobola, 3:3 (24.) Zürcher (Tobola), 3:4 (33.) Trübenekr (Stach) 4-5, 4:4 (34.) Warkus (Pfänder), 4:5 (36.) Hora (Sramek, Trübenekr), 4:6 (36.) Sramek (Hora, Trübenekr), 4:7 (40.) Hora (Sramek), 5:7 (43.) Warkus (Bauer), 5:8 (54.) Zürcher (Tobola, Pribyl) 4-5, 5:9 (60.) Zürcher (Sramek). Strafzeiten: 14/16. Schiedsrichter: Voigt (C. Reitz/Lautenbach). Zuschauer: 75.

VB Selb1b

VER Selb 1b – ESC Haßfurt (Freitag, 20 Uhr)

ESC Haßfurt – SE Freising (Sonntag, 18.30 Uhr)

27.10.21

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Sein Ausblick fällt eindeutig aus. „Das Wochenende wir sehr schwer für uns, da alle Mannschaften in der Liga in etwa gleich stark sind.“ Für Alexander Stahl, seit nunmehr fünf Jahren als Verteidiger in der 1. Mannschaft der Haßfurter „Hawks“ aktiv, werden die beiden Partien am Freitag beim VER Selb 1b sowie zwei Tage später gegen die SE Freising nur erfolgreich sein, wenn Einsatz, Gemeinschaftsgeist und Disziplin wieder stimmen.

Der 24-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs fordert deshalb, „von Anfang an Gas“ zu geben. „Dann bin ich sicher, dass wir die Punkte mit nach Hause nehmen beziehungsweise zu Hause behalten.“  Die „Hawks“, nach drei Partien mit sechs Punkten auf Position 4, haben bei den vielen Vergleichen in den letzten Jahren gegen die zweite Garnitur des DEL-2-Aufsteigers Selber „Wölfe“ – nach vier Partien derzeit auf Platz 2 – meist die Oberhand behalten. Doch es war oftmals viel Arbeit vonnöten. Das wird am Freitag nicht anders sein. Die Kombination „stets hungrige Talente aus dem eigenen Nachwuchs, gepaart mit reichlich Erfahrung“ wird auch, wie bereits geschehen, in diesem Jahr wieder für die eine oder andere Überraschung sorgen. Das Team von Trainer Stefan Wegmann siegte etwa in Waldkirchen und in Freising. Dagegen kassierte sie Niederlagen in Bayreuth sowie gegen Moosburg. Der letztjährige Oberligameister und DEL2-Aufsteiger aus der ersten Mannschaft Jan Wenisch, der bereits 48-jährige Richard Kala sowie ihre Mitspieler scheinen wieder einmal unberechenbar.

Wie stark die „Black Bears“ aus Freising in diesem Jahr auftreten, ist ebenso unsicher. Nach ihren drei Begegnungen gegen Selb 1b (0:5) und Waldkirchen (1:5) sowie in Moosburg (3:1) stehen sie derzeit noch ohne Punkte am Tabellenende der Liga, was jedoch in der noch jungen Saison nicht wirklich aussagt. Fakt ist deshalb, dass die Haßfurter die Partie fast so bestreiten sollten, wie zum Auftaktgegen Pegnitz und zuletzt gegen Vilshofen. Verbessern müsse sich laut Alexander Stahl das „Zweikampfverhalten in der Defensive.“

Er selbst peilt derweil am Ende der Saison den Aufstieg in die Bayernliga an. Um den dort zeitlichen Mehraufwand zu stemmen, würde er sogar sein zweitliebstes „Hobby“ Fußball – Stahl ist für den SV Sylbach aktiv – auch weiter zurückstecken. „Beides hat seine Reize für mich, aber Eishockey ist für mich mehr als nur ein Spiel und steht bei mir an erster Stelle.“ Noch muss er sich mit dem Thema freilich nicht beschäftigen.

 

Kader ESC Haßfurt: Jung, Hetzel – Hora, Thebus, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Sramek, Trübenekr, Lang, Finger, Büchner, Krein, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer.

SB Vilshofen

ESC Haßfurt – ESC Vilshofen 5:3 (2:1, 2:1, 1:1)
23.10.21

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Es war phasenweise ruppig. Am Freitagabend, als sich im Haßfurter Eisstadion die gastgebenden „Hawks“ und die „Wölfe“ des ESC Vilshofen gegenüberstanden, hatte Hauptschiedsrichter Markus Sperl viel Arbeit. Doch gegen die oftmals übertriebene Gangart der Niederbayern hatten die Unterfranken ein gutes und am Ende erfolgreiches Rezept: „Wir sind ruhig geblieben“, lobte Martin Reichert die Mannschaft für ihr Auftreten und sah dies auch als Hauptgrund für den 5:3-Erfolg in dem aus seiner Sicht nicht einfachen Spiel.

„Wir haben uns nicht darauf eingelassen und versucht, Strafzeiten zu vermeiden“, so der Teamchef. Dies ist zwar nicht immer gelungen, denn auch Spieler der „Hawks“ sahen insgesamt acht Mal auf der Sünderbank. Weil Markus Sperl Spieler der „Wölfe“ aber zwölf Mal für jeweils zwei Minuten von der Partie ausschloss, hatten ESC-Kapitän Christian Dietrich und Co. des Öfteren ein personelles Übergewicht. Was Alexander Stahl in der 7. Spielminute auch zur 1:0-Führung ausnutzen konnte. Jan Trübenekr, mit insgesamt drei Treffern zugleich der effektivste Akteur des Abends, erhöhte ebenfalls bei eigener Überzahl wenig später auf 2:0 (9.). Auch wenn die 403 Zuschauer bis zur letzten Spielminute eine „enge Kiste“ sahen, geriet der potenzielle Sieg der „Hawks“, die kurzfristig erneut auf Torjäger Jakub Sramek (der Tscheche hat immer noch Probleme mit der Leiste), Verteidiger Lukas-Andreas Thebus und Torwart Nicolas Hetzel (beide krank) verzichten mussten, nicht wirklich in Gefahr. Zu keinem Zeitpunkt gaben sie gegen ebenfalls ersatzgeschwächte Gäste Führungen aus der Hand. Wenn die „Wölfe“ ESC-Schlussmann Timo Jung bei seiner Punkte-Premiere doch einmal das Nachsehen gaben, hatten die Haßfurter die passenden Antworten parat. Es langte jedoch nicht, davon zu ziehen. „Wir haben es leider nicht geschafft, den Vorsprung auszubauen. Das war schade“, fand Reichert deshalb doch ein kleines Haar in der Suppe. „Aber umso wichtiger ist dann einmal so ein hart umkämpfter Sieg.“

Wie sein Teamchef freute sich auch Stürmer Lucas Büchner (21) über den Erfolg sowie in erster Linie den damit verbundenen drei Punkten. Der einzige Neuzugang, der zu Saisonbeginn vom Ligarivalen EV Pegnitz an den Main gewechselt ist, sprach „insgesamt von einem guten Spiel“ der Mannschaft gegen einen „sehr unangenehmen Gegner. Der Sieg war verdient und sehr wichtig. Wir haben als Team gut zusammenspielt, am Ende fünf Treffer gemacht und glücklich darüber.“

Nach einem spielfreien Sonntag sind die „Hawks“ am kommenden Wochenende wieder im Doppel-Einsatz: Am Freitag geht es zum VER Selb 1b, am Sonntag gastiert die SE Freising im Stadion am großen Anger.

 

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Jung – Hora, Müller, Stahl, Pribyl, Finzel, Marx, Hertwich – Stach, Trübenekr, Büchner, Krein, Dietrich, Tobola, Zürcher, Kratschmer. Tore: 1:0 (7.) Stahl (Tobola, Hora) 5-4, 2:0 (9.) Trübenekr (Zürcher, Hora) 5-4, 2:1 (13.) Zillinger (Bula), 3:1 (23.) Dietrich (Zürcher), 3:2 (33.) Bula (Wolfgramm, Geiger) 4-5, 4:2 (34.) Trübenekr (Tobola, Dietrich), 4:3 (54.) Bula (Artmann, Wolfgramm), 5:3 (55.) Trübenekr (Hora, Tobola). Strafzeiten: 16/24. Schiedsrichter: Sperl (Beigel/Zwingel). Zuschauer: 403.

VB Vilshofen

Warum Lukas Kratschmer von einem "Hawks-Sieg überzeugt ist
Mit Vilshofen erwartet der ESC Haßfurt am Freitagabend einen Gegner der Kategorie "schlagbar". Die 2:8-Niederlage  von Dingolfing soll dabei keine Rolle mehr spielen.
22.10.2021

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Nach ihrem durchwachsenen Start wollen sich die Haßfurter "Hawks", die nach zwei absolvierten Partien mit drei Punkten im Mittelfeld der Landesligatabelle stehen, wieder Richtung Spitze orientieren. Ein Sieg im einzigen Wochenendspiel am Freitagabend gegen die "Wölfe" des ESC Vilshofen wird deshalb fest angestrebt. ESC-Kapitän Christian Dietrich und Co. müssen dabei aber eine Topleistung abliefern, um am Ende die Eisfläche als Sieger verlassen zu können.

Immerhin haben die Gäste aus Niederbayern bei ihrem bislang einzigen Einsatz vor einer Woche beim EV Moosburg für einen überraschenden Auftakt gesorgt. Mit 7:6 gewann die Mannschaft um Neutrainer Matthias Zillinger. Und das, obwohl mehrere Spieler nicht zur Verfügung standen.

Positive Erinnerungen

"Auch wenn wir in den letzten Jahren unsere Heimspiele gegen Vilshofen gewinnen konnten, dürfen wir sie also definitiv nicht unterschätzen", erinnert Haßfurts Angreifer Lukas Kratschmer einerseits an die 6:4- sowie zwei 5:2-Siege vor heimischen Fans. Andererseits gingen die "Hawks" bei ihren Gastauftritten an der Donau des Öfteren auch leer aus.

Deshalb fordert der 20-Jährige, die deutliche 2:8-Niederlage in Dingolfing zu vergessen und sich stattdessen an den letzten Freitag gegen Pegnitz (6:2) zu erinnern. "Da haben wir viele Sachen richtig gemacht und ein gutes Spiel geliefert. Wenn wir also gegen Vilshofen unsere Leistung vom vergangenen Freitag abrufen können, bin ich guter Dinge, dass wir drei Punkte holen werden."

 

Kratschmer ist richtig gut drauf

Er selbst will dazu wieder seinen Beitrag leisten. Lukas Kratschmer, der in den bisherigen acht Partien, inklusive Vorbereitung, bereits neun Scorerpunkte erzielt hat (sieben Tore), führt seine tolle Form darauf zurück, dass er sich "im Moment rundum gut fühlt und durch eine gute Vorbereitung mein Selbstvertrauen steigern konnte. Dass hat mir beim Saisonstart natürlich sehr geholfen und jetzt freue ich mich auf die kommenden Spiele."

Nachdem die zuletzt fehlenden Timo Jung und Jakub Sramek unter der Woche wieder an den Trainingseinheiten teilgenommen haben, sollte einem Einsatz des Duos nichts im Wege stehen.

SB Dingolfing

Trotz 2:8 in Dingolfing: "Hawks" sind zufrieden mit dem Auftakt

Nach dem Erfolg über Pegnitz werden den Haßfurtern bei den "Isar Rats" die Grenzen aufgezeigt. Warum die Niederlage für Dominik Tobola aber kein Beinbruch ist.
18.10.21

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Enttäuschung ja. Aber nicht lange. Bei Dominik Tobola richtete sich der Blick schon kurz vor der mehrstündigen Rückfahrt wieder nach vorne. "Wir haben drei Punkte an diesem Wochenende geholt, das ist gut." Der "Hawks"-Angreifer ist fest davon überzeugt, dass das Guthabenkonto nach dem Heimspiel am kommenden Freitag gegen den ESC Vilshofen weiter anwachsen wird. "Wir müssen und wir werden weiterhin für unser Ziel Platz 4 kämpfen", machte der 28-jährige Tscheche deutlich.

Dass er und seine Teamkollegen nach dem erfolgreichen 6:2-Auftakt am Freitagabend beim ersten Heimauftritt gegen die "Ice Dogs" des EV Pegnitz knapp 46 Stunden später beim Gastauftritt in Dingolfing klar mit 2:8 den Kürzeren zogen, wurmte einerseits schon. Anderseits: "Wir haben gut gekämpft, aber die waren heute einfach besser. Das muss ich ganz ehrlich sagen", wollte Tobola, der vor einem Jahr vom Ligakonkurrent TSV Trostberg zu den "Hawks" wechselte, nicht nach weiteren Ausreden suchen.

Schließlich wollen die "Isar Rats" den Aufstieg in die Bayernliga schaffen. Das war am Sonntagabend deutlich zu spüren, vom ersten Bully an gingen sie engagiert zu Werke und vor allem schnell mit 2:0 in Führung (5./7.). Am Ende sahen die 393 Zuschauer in der "Marco-Sturm-Eishalle" acht Tore ihrer Mannschaft, die bereits ihren Freitagsauftakt in Waldkirchen mit 4:0 gewonnen hatte. "Die waren einfach cleverer, waren einen Schritt schneller, waren gedanklich viel schneller und haben natürlich eine Topmannschaft", bekam Tobola Unterstützung von Vorstandsmitglied Andreas Kurz, der sich die Partie ebenfalls vor Ort angesehen hatte. Aus seiner Sicht haben die unterfränkischen Kreisstädter "durchaus ansehnlich" agiert. "Ganz so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt, war unser Spiel nicht. Aber man muss einfach anerkennen, wenn ein Gegner stärker ist."

Mutlosigkeit im letzten Drittel

Zwar schafften es die Haßfurter, die auf den am Freitag an der Hüfte verletzten Jakub Sramek sowie wiederholt auf den frischgebackenen "Papa" Timo Jung verzichten mussten, zwei Mal zu verkürzen: Jan Trübenekr markierte in Drittel eins den 2:1-Anschlusstreffer (10.), Youngster Lukas Kratschmer im zweiten Abschnitt das zwischenzeitliche 3:2 (26.).

Doch als die bärenstarken Hausherren im weiteren Verlauf der zweiten 20 Minuten bis auf 5:2 davongezogen waren, schlich sich eine Art Mutlosigkeit bei den "Hawks" ein. Während des letzten Drittels kassierten die Haßfurter weitere drei Gegentreffer – davon einen sogar bei eigener Überzahl (42.) und einen bei doppelter Unterzahl (56.) – und schafften es selbst nicht mehr, EVD-Schlussmann Christian Haimberger zu überwinden.

Der Kapitän gibt sich optimistisch

Für Kurz stand nach der Schlusssirene fest: "Die können sich in dieser Saison vermutlich nur selbst schlagen." Gerade auch deshalb zeigte er sich "insgesamt trotzdem einverstanden" mit dem Saisonauftakt.

Kapitän Christian Dietrich ist unterdessen auch mit dem Trainerquartett, neben Tobola auch Daniel Hora, Jan Trübenekr und Jakub Sramek "sehr zufrieden. Die Jungs geben sich sehr Mühe und machen ein abwechslungsreiches und gutes Training". Er hofft natürlich, dass sich auch in den kommenden Wochen weitere Erfolge einstellen. Der erste kleine Dämpfer sei "kein Beinbruch".

SB Pegnitz

ESC Haßfurt – EV Pegnitz 6:2 (3:1, 1:0, 2:1)
17.10.21

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„Wir haben zu schnell die Tore zum 2:1 und 3:1 kassiert. Dann wird es schwer. Aber es war lange auf Augenhöhe. Am Ende vielleicht ein bisschen zu hoch, finde ich. Aber okay.“ Michael Breyer fasst die Partie mit nur wenigen Worten zusammen. Fakt ist: Für den ehemalige Stürmer der Haßfurter „Hawks“, der jetzt für die „Ice Dogs“ des EV Pegnitz auf Torejagd geht, gab es bei seiner zweiten Rückkehr an alte Wirkungsstätte diesmal nichts zu erben.

Und das zurecht, denn die Hausherren kamen nach anfänglichen Startschwierigkeiten immer besser in Fahrt und brachten sich aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung noch im ersten Drittel auf die Siegerstraße. Den 0:1-Rückstand (Torschütze für Pegnitz war Magnus Enk bereits in der 6. Minute) drehten Michael Stach (15.) sowie Lukas Kratschmer und Daniel Hora mit einem Doppelschlag binnen 20 Sekunden (jeweils 18.) in eine etwas beruhigendere 3:1-Führung. Während Jakub Sramek mit dem einzigen Treffer im zweiten Abschnitt auf 4:1 erhöhte (24.), brachte Paul Wolf die ebenfalls als „Top 4“-Kandidat gehandelten Oberfranken nur 43 Sekunden nach der zweiten Drittelpause wieder ins insgesamt offene und hartumkämpfe Spiel. Lukas Kratschmer aber hatte kurz darauf die passende Antwort parat: der Youngster, der beim Test in Lauterbach erstmals einen „Viererpack“ erzielte, untermauerte seine tolle Frühform mit seinem zweiten Tor am Freitagabend (45.). Den bereits weit geöffneten Sack schloss dann ESC-Verteidiger Tomas Pribyl, der bei seinem satten Schuss zwei Minuten vor der Schlusssirene „Ice Dogs“-Schlussmann Maximilian Schmidt keine Chance ließ (59.).

Nicht nur die Treffsicherheit der Feldspieler war es jedoch zu verdanken, dass sich die „Hawks“ die ersten drei Punkte für ihr Guthabenkonto holten. „Wir sind einfach geschlossen aufgetreten“, sagte ESC-Torwart Nicolas Hetzel, der nach zahlreichen Paraden und durch sein sicheres Auftreten selbst einen großen Anteil am Erfolg hatte. „Es war von Anfang an unser Ziel dass wir, egal wie viele Tore wir schießen, so wenig wie möglich bekommen. Das wollten wir zusammen als Mannschaft erreichen und das haben wir geschafft.“ Wie Hetzel war auch Teamchef Martin Reichert voll des Lobes und zugleich stolz. „Die Jungs haben einen enormen Siegeswillen gezeigt, der letztendlich das Spiel entschieden hat. Alle hatten ihren Anteil und zeigten in jeder Sekunde vollen Einsatz und Leidenschaft, dies führte uns zum insgesamt verdienten Sieg“, war ihm die Zufriedenheit nach der Schlusssirene auch anzusehen.

Einziger Wehrmutstropfen eines ansonsten tollen Premierenabends: Torjäger Jakub Sramek wurde bei einem Alleingang in der 26. Minute unmittelbar vor dem Gästetor unsanft von den Beinen geholt und machte darauf schmerzhaft Bekanntschaft mit dem Pfosten sowie anschließend mit der Bande. Eine diagnostizierte Hüftprellung machte ein weiteres Mitwirken im Schlussabschnitt nicht mehr möglich. Den zugesprochenen Penalty vergab Jan Trübenekr.

VB Pegnitz

"Hawks": Das sportliche Ziel heißt erneut Platz vier
An diesem Freitag beginnt für den ESC Haßfurt die Eishockey-Landesligasaison. Die Mannschaft geht mit einem Quintett auf der Trainerposition ins Rennen um die Aufstiegsrunde.
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Die Hoffnung bei den Haßfurter "Hawks" ist groß, dass die Landesligasaison in diesem Jahr nicht bereits nach zwei Partien wieder unterbrochen und dann beendet wird.  "Wir hoffen natürlich, dass wir wieder ohne Einschränkungen leben können und die Runde gespielt werden kann", sagt Sportvorstand Martin Reichert und freut sich auf die Wochenendpartien gegen den EV Pegnitz und in Dingolfing. "Das ist ganz wichtig", bekommt er sofort Unterstützung von Vorstandsmitglied Andreas Kurz. "Eine Saison wie im vergangenen Jahr darf es nicht mehr geben. Die letzten Wochen lassen eine berechtigte Hoffnung zu, eine nahezu ungestörte Saison zu haben."

Viel Hoffnung in die Kontingentspieler

Wenn es um das sportliche Ziel geht, dann steht wie seit Jahren der berühmte "Platz 4" im Blickpunkt. "Wir erhoffen uns das Erreichen der Aufstiegsrunde in der Vorrunde. Was dann noch möglich ist, wird man sehen", formuliert Reichert, der als "Teamchef" fungiert und die Mannschaft bei den Partien auf der Bank betreut. Und er ist aufgrund der letzten Wochen "vorsichtig optimistisch". In der Vorbereitung sei jedenfalls "alles gut gelaufen" und müsse nun "in den ersten Wochen der Saison bestätigt werden", zeigt er sich zufrieden mit der Arbeit des Trainerquartetts, bestehend aus Jakub Sramek, Daniel Hora, Jan Trübenekr und Dominik Tobola.

Auf die vier Tschechen und ihrem Landsmann Tomas Pribyl setzen die "Hawks" natürlich auch in diesem Jahr wieder viel Hoffnung, andererseits liegt auf ihnen auch eine große Bürde. Immerhin sorgten die ESC-Kontingentspieler und Leistungsträger bereits in den Vorjahren für zahlreiche Scorerpunkte. Aber auch vom Rest der Mannschaft, den "Jungen Wilden" sowie den "Routiniers" und vom bislang einzigen Neuzugang Lukas Büchner erwartet Reichert "Wille und Einsatz." Nicht zu vergessen vom Torhüter-Duo Timo Jung und Nicolas Hetzel.

Zwei Aufstiegskandidaten am Auftakt-Wochenende

Der wird auch notwendig sein, um nicht schon in der ersten Etappe bis zur letzten Vorrundenpartie am 9. Januar 2022 in Waldkirchen ins Straucheln zu kommen. Immerhin haben einige der neun Ligakonkurrenten mächtig aufgerüstet. Unter anderem der erste Gegner, der an diesem Freitag zum Auftakt ins Stadion Am Großen Anger kommt.

"Nach den Verpflichtungen in Pegnitz sind sie einer der größten Titelfavoriten", spricht Martin Reichert bereits vom ersten Härtetest. Aber auch Dingolfing und Moosburg seien "nicht zu unterschätzen." Beide streben den Aufstieg in die Bayernliga an. Für Andreas Kurz werde das Erreichen der Aufstiegsrunde deshalb wie schon in den Vorjahren "sicherlich kein Selbstläufer. So richtig wissen wir nicht, wie die anderen Mannschaften drauf sind." "Grundsätzlich"