Der Vorbericht

29.10.20

ESC Haßfurt – EHC Bayreuth (Freitag, 19.30 Uhr)

ESC Haßfurt – ESC Vilshofen (Sonntag, 18.30 Uhr)

Trainer Zdenek Vanc war zuletzt sehr enttäuscht. Und auch ein wenig angefressen. Nach der Auftaktniederlage gegen Pegnitz musste seine Mannschaft immerhin auch im ersten Auswärtsspiel in Dingolfing "Lehrgeld" bezahlen. Damit für die Haßfurter „Hawks“, die nach zwei Partien ohne einen Pluspunkt das Tabellenende der Eishockeylandesliga 1 ziert, der Saisonstart nicht zum „Debakel“ wird, fordert der Tscheche am anstehenden Doppel-Heimspiel-Wochenende „ganz klar zwei Siege“.

Doch leichter gefordert, als umgesetzt. Tatsache ist, dass sich sowohl der EHC Bayreuth (4./4) mit dem letztjährigen Haßfurter David Hornak am Freitagabend (Beginn ist um 19.30 Uhr), als auch der Sonntagsgegner ESC Vilshofen (9./0, 18.30 Uhr) sicherlich nicht kampflos geschlagen geben. Deshalb müsse laut Vanc vor allem eine Unzulänglichkeit unbedingt abgestellt werden, die in den ersten beiden Partien bereits zu zwölf Gegentoren geführt hat: Die individuellen Fehler beziehungsweise mangelhafte Einstellung in der Verteidigung. „Wenn die Jungs angesichts des Abwehrverhaltens nicht ihre Einstellung ändern, dann kann es wieder sehr eng werden“, warnt Vanc eindringlich davor, dass die beiden scheinbar machbaren Gegner am Ende als Sieger vom Eis gehen. „Es ist nicht richtig wenn man glaubt, die zwei Verteidiger schaffen alles und die Stürmer können nur nach vorne laufen und machen, was sie wollen“, spricht er vor den erstmals richtungsweisenden Begegnungen Klartext. „Da ist es völlig egal, ob wir daheim oder auswärts spielen". Für Zdenek Vanc ist wichtig, dass „alle zurückspielen und beim Angriffsaufbau mithelfen“. Er würde deshalb „lieber auf 50-Meter-Pässe“ verzichten. „Ich möchte kurze Pässe über wenige Meter, nicht immer von unserer Zone an die zweite blaue Linie. Das geht nicht“. Der 41-jährige erwartet von der Mannschaft, dass sie auch als Mannschaft auftritt.

Schon in den letzten Jahren erwiesen sich derweil beide Gastkontrahenten als äußerst unbequem, auch wenn gerade die Heimergebnisse teils etwas anders vermuten lassen. Gewannen die „Hawks“ in der vergangenen Saison beide Partien gegen Bayreuth (4:7 und 5:4), gab es gegen die Vilshofener „Wölfe“ bei vier Heimpartien sogar drei Schützenfeste (12:1, 5:2, 12:2 und 11:0). Dennoch warnt Haßfurts Trainer eindringlich. „Es ist eine neue Runde. Alle Mannschaften haben sich personell verändert und Leute in ihren Reihen, die richtig gut Eishockey spielen können. Die Karten sind neu gemischt und alle spielen, weil sie möglichst erfolgreich sein wollen.“ Vanc hofft, dass die Trainingseinheiten unter der Woche, wo verstärkt nochmals auf Abwehrarbeit und Spielaufbau Wert gelegt wurde, nun die ersten positiven Früchte tragen. „Wenn wir beide Spiele wie erhofft für uns entscheiden, sind wir gut im Rennen.“

Bislang dürfte einzig der erkrankte Timo Zürcher ausfallen, während auch hinter Michael Stach aufgrund einer Bänderverletzung ein dickes Fragzeichen steht.

Unterdessen geht ESC-Vorstandsmitglied Andreas Kurz davon aus, dass beide Partien noch regulär stattfinden können, ehe ab Montag auch in den Eishockeyamateurligen der Spielbetrieb eingestellt wird. Ob auch noch die bis dato erlaubten 200 Zuschauer ins Stadion am Großen Anger kommen dürfen, hängt natürlich von der weiteren Entwicklung der Coronafallzahlen im Haßbergkreis ab. Der Verein will dahingehend auf seiner Internetseite informieren. Die Gefühlslage aufgrund des erneuten „Lockdown-Light“ ähnelt bei den Verantwortlichen deshalb fast schon einem Galgenhumor. „Ich weiß nicht wie es danach weitergeht“, wagt Kurz keine Prognose.

 

Kader ESC Haßfurt: Jung, Hetzel, Dietz – Hora, Hartmann, Pribyl, Stahl, Marx, Thebus, Faust, Finzel, Finger, C. Müller, P. Müller, Hertwich – Trübenekr, Sramek, Masel, Zürcher, Kratschmer, Nold, Stach, Dietrich, Lang, Tobola, Düsel, Krein.

 
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