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Jetzt wird es ernst: Die Haßfurter Hawks starten in die Aufstiegsrunde zur Bayernliga

Auch Lucas-Andreas Thebus musste nach der Bekanntgabe der Termine für die am Wochenende beginnende Aufstiegsrunde der Eishockey-Landesliga erst einmal schlucken. "Es wäre besser gewesen, auch ein Heimspiel zu haben. Denn mit unseren Fans im Rücken sind wir zuhause die Saison ungeschlagen", betont der Verteidiger der Haßfurter Hawks. Es wäre nicht nur für ihn "ein leichterer Start gewesen. Umso wichtiger ist es jetzt, auswärts gleich die Punkte einzufahren."

Gleich zweimal müssen er und seine Teamkollegen zum Auftakt längere Fahrten auf sich nehmen. Und gleich zwei Mal hängen die Trauben für den Vorrundensieger der Gruppe A recht hoch: Sowohl beim SC Reichersbeuern an diesem Freitag (19.30 Uhr) als auch am Sonntagabend beim EV Dingolfing (18 Uhr) wird es wohl sehr anstrengend werden.

"Es ist gleich ein hartes Programm", räumt der 26-Jährige ein. Er ist aber gleichzeitig der festen Überzeugung, dass es eigentlich egal ist, auf wen man in der Aufstiegsrunde zuerst trifft. "Es wird keine leichten Gegner mehr geben. Man muss jeden Punkt hart erkämpfen. Wir sind motiviert und bereit dafür", gibt sich Lucas-Andreas Thebus sehr optimistisch hinsichtlich eines guten Starts. "Das sind natürlich gleich zwei starke Gegner", beurteilt er das Leistungsvermögen von Reichersbeuern und vor allem von Dingolfing. Gegen die am Ende zweitplatzierten Isarrats lieferten sich die Haßfurter schon in der Vorrunde zwei völlig unterschiedliche Schlagabtausche. "Dort hatten wir im Hinspiel noch Schwierigkeiten nach der kurzen Saisonvorbereitung", erinnert er sich nur ungern an die 3:7-Klatsche in der Marco Sturm-Eishalle der Niederbayern. "Aber im Rückspiel hat man gemerkt, dass wir besser eingespielt waren und so klar mit 5:2 gewinnen konnten. Ohnehin sei "die Abstimmung in der Mannschaft jetzt gut, die uns am Saisonanfang noch etwas gefehlt hat."

Reichersbeuern sei natürlich aus der Ferne "schwerer einzuschätzen." Tatsache ist, dass die Mannschaft, die nach dem Gewinn der Finalserie gegen Haßfurt im vergangenen März auf den Bayernliga-Aufstieg verzichtete, in der Vorrundengruppe B hinter Sonthofen und Burgau Platz 3 belegte. In 16 Partien kassierte Reichersbeuern sechs Niederlagen, zu Hause aber lediglich zwei. "Im letzten Jahr waren es drei knappe Spiele, und auch dieses Jahr erwarte ich sie wieder stark." Es sei aber wichtig, nicht mehr zurückzuschauen. "Wir müssen uns jetzt auf unser Spiel fokussieren. Wir haben in der Vorrunde gezeigt, dass wir jeden Gegner schlagen können. Wir müssen als Team zusammenarbeiten, so können wir alle schlagen", sagt Thebus selbstbewusst.

Wohin die Reise in diesem Jahr führt, könne er nicht sagen. Ziel der Hawks sei es, bis spätestens 26. Februar einen Platz unter den ersten Vier erreicht zu haben, um sich für die Play-Offs zu qualifizieren. Diese starten dann am 3. März mit dem Halbfinale (Modus: Best-of-3) sowie am 12. März mit der Finalserie (Best-of-5).

Und gerade bei den Play-offs könne er keine Prognose abgeben. Zunächst stünde freilich die "Gruppenphase" im Blickpunkt. Tagesform und natürlich die jeweilige Zusammensetzung der Mannschaft spiele hierbei eine große Rolle.

Diesbezüglich schmerze der aktuelle Ausfall von Torjäger Jakub Sramek "natürlich sehr. Jakub ist eine verlässliche Stütze der Mannschaft. Umso mehr müssen wir als Mannschaft enger zusammenrücken", betont er und fügt hinzu: "Wir haben auch letztes Jahr gezeigt, dass wir mit wenig Leuten starke Gegner wie Dingolfing schlagen können. Wir alle drücken ihm die Daumen für eine schnelle Genesung, dass er uns bald wieder mit uns spielen kann." 

Der Wunsch nach einer schnellen Genesung erreicht indes auch Lukas Kratschmer. Der Hawks-Stürmer hat sich die Hand gebrochen, dass er in dieser Saison noch einmal ins Geschehen eingreifen kann, ist eher unwahrscheinlich.

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