ESC Haßfurt: Im Topspiel geht es für Louis Britsch gegen die Kumpel aus Kindheitstagen

"Nein". Schnell und klar beantwortet Louis Britsch die Frage, ob er seinen Wechsel zum ESC Haßfurt bereut. Sportlich gesehen hat der 22-jährige Verteidiger auch gar keinen Grund. Er liegt mit seinem neuen Verein derzeit auf Platz 2 der Landesliga, und die Aufstiegsrunde zur Bayernliga ist bei derzeit bereits 15 Punkten Vorsprung auf den fünftplatzierten VER Selb ebenfalls so gut wie sicher.

"Das Team ist nett und es herrscht eine entspannte Stimmung in der Kabine. Ich wurde von Anfang an herzlich aufgenommen", ergänzt der junge Neuzugang, der zu Saisonbeginn zu den Hawks stieß und bei mittlerweile acht der neun absolvierten Partien im Einsatz war.

Er freut sich allerdings nicht nur deshalb auf das anstehende Wochenende mit der Heimpartie gegen den ERSC Ottobrunn gegen die drei weitere Zähler für das Guthabenkonto fest eingeplant sind. "Gegen Ottobrunn sollten wir einfach weiter machen wie zuvor, uns an die Taktik des Trainers halten und unser Spiel durchziehen", sagt Britsch, der einen positiven Ausgang der Partie nach dem überzeugenden 15:3-Kantersieg im ersten Aufeinandertreffen Ende Oktober gerade vor den heimischen Fans in die Kategorie "Pflicht" einordnet.

Und am Sonntag könnte die "Kür" folgen, wenn das für ihn ganz besondere Spiel bei seinem langjährigen Verein folgt: "Ja, ich kenne sie sehr gut", fiebert der gelernte Altenpfleger und derzeitig Lehramtsstudent dem Gipfeltreffen der Hawks mit Spitzenreiter Germering Wanderers (1./27) am späten Sonntagnachmittag (17.45 Uhr) entgegen.

Mit vier Jahren sammelte der gebürtige Münchener seine ersten Eishockeyerfahrungen und spielte dann bis im Frühjahr 2022 in der im Landkreis Fürstenfeldbruck gelegenen Kreisstadt. "Ich kenne deshalb manche sozusagen schon fast lebenslang", lacht Britsch und warnt deshalb aus eigener Erfahrung von einer "starken Mannschaft mit einem starken Trainer, die als Ziel den Aufstieg hat." Dem Wanderers-Coach Florian Winthart steht wahrlich eine äußerst erfolgreiche Mannschaft zur Verfügung, die sich bislang lediglich gegen Dingolfing etwas schwerer tat und bei zwei Vergleichen drei Punkte abgeben musste. Ansonsten gewannen die Wanderers alle weiteren acht Partien. Teilweise ebenso souverän wie die Hawks.

Louis Britsch erwartet bei der Begegnung der beiden besten Angriffsabteilungen der Liga "ein spannendes Spiel auf Augenhöhe." Gleichzeitig freue er sich auf das Wiedersehen im Germeringer "Polarium" und will keinerlei Gastgeschenke verteilen. "Ich hoffe, dass wir drei Punkte mitnehmen."

In Haßfurt möchte der Oberbayer indes wichtige Schritte für sein persönliches Ziel machen. "Ich will einfach noch viel dazuzulernen, um ein kompletterer Verteidiger zu werden. Ich möchte gute und engagierte Trainingsleistungen zeigen sowie weiterhin Spielpraxis sammeln", betont er.