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GAMEDAY
• EV Dingolfing • 20.01.23
• ESV Burgau• 22.01.23

Thomas Heinisch: Hoffen und Bangen hinter der Haßfurter Eishockey-Bande

Thomas Heinisch war am Sonntagabend verständlicherweise gut gelaunt und vor allem erleichtert. Ebenso wie Trainer Petr Sikora und natürlich die Spieler auf der Rückfahrt der Haßfurt Hawks Richtung Heimat. Heinisch, seit dem Tod von Herbert Lutz 2018 neben seinen Kollegen Sebastian Brehm und Abteilungsleiter Andreas Kurz quasi der "Chef"-Betreuer der Hawks aktiv, freute sich sehr über den 6:1-Erfolg in ESV Waldkirchen. "Dort hat einfach jeder einzelne Spieler an sich geglaubt und bis zum Schluss gekämpft", nennt er einen Grund für den wichtigen "Dreier". Den zweiten schließt er sofort an: "Nico Hetzel hat uns über weite Strecken im Spiel gehalten", lobt er den jungen Schlussmann der Hawks.

Natürlich weiß der 54-Jährige, hauptberuflich als Einsteller im Drei-Schichtbetrieb im Einsatz, dass mit diesem ersten Sieg lediglich der erste Schritt in Richtung "Platz 4" der Meisterrunde geschafft wurde und Kapitän Christian Dietrich und Co. "am Wochenende ihren Aufwärtstrend bestätigen müssen." Leichter gesagt, als getan. Zum zweiten Heimspiel gastiert am Freitag (19.30 Uhr) immerhin der aktuelle Tabellenführer der Landesliga-Meisterrunde im Stadion am Großen Anger, der EV Dingolfing (1./9). "Dingolfing ist für mich mit das stärkste Team in der Aufstiegsrunde", zeigt Thomas Heinisch großen Respekt vor den Isarrats, die bereits das Hinspiel gegen Haßfurt mit 6:4 für sich entschieden und auch in Burgau (4:8) sowie zuletzt sogar zweistellig gegen Sonthofen (10:1) die Oberhand behielten.

Und leichter wird das Auswärtsspiel der Hawks am Sonntagabend beim Tabellennachbarn ESV Burgau 2000 (3./3, 18 Uhr), in der Vorrunde Zweiter hinter Sonthofen, vermutlich auch nicht. "Burgau ist für mich schwer einzuschätzen", hofft Heinisch trotz allem auf einen weiteren Erfolg. Insgesamt rechnet er erneut mit "zwei sehr schweren Spiele, wie alle in der Aufstiegsrunde." Mit einer ähnlichen Leistung wie in Waldkirchen sei es "realistisch", zwei weitere harte Nüsse zu knacken.

Warum hat es seiner Sicht eigentlich in den ersten drei Partien nicht geklappt, obwohl die Haßfurter doch fast alle Hindernisse – zumindest in der Vorrunde – fast problemlos aus dem Weg geräumt hatten? "Reichersbeuern und Dingolfing sind wahrscheinlich die besten Mannschaften in dieser Aufstiegsrunde", meint Heinisch.

Hinzu kämen die Ausfälle von Jakub Sramek und Lukas Kratschmer, "zwei ganz wichtige Spieler." Diese seien durch die Verpflichtungen von Georg Lang und zuletzt Daniel Vlach aktuell wieder kompensiert. Es dauere aber einfach, bis sich Neuzugänge mit der Mannschaft eingespielt hätten.

Knapp zehn Stunden pro Woche verbringt Thomas Heinisch derweil in der Eishalle. Außerdem noch viele weitere Stunden bei den Spielen. Und nicht zu vergessen die Auswärtsfahrten. "Reichersbeuern und Dingolfing zusammengerechnet zirka 30 Stunden", sagt er. Dennoch: dem Haßfurter, der sich unter anderem um die Ausgabe der Ausrüstung, der Tapes oder der Trinkflaschen kümmert, ebenso um Spielerpässe und Meldebögen bei Spieltagen, gefällt sein zeitaufwendiges Hobby: "Es macht Spaß, Teil des Teams zu sein. Wir haben zusammen viel Spaß in und außerhalb der Kabine".

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